Ein Blog kann man ja auch gut mal zu ganz eigenem Zweck "mißbrauchen" und zwar in meinem Fall zur Bitte um Mithilfe bei der Suche (und dem Finden) eines neuen Jobs.
Da der Stellenmarkt in meiner "Branche" (wenn man es mal so nennen will) ähnlich danieder liegt wie fast überall, mache ich mir derzeit keine große Hoffnung über Stellenanzeigen oder Kontakte etc. irgendeinen passenden Job zu finden. Insbesondere, da ich in den letzten drei Jahren seit meinem Uni-Abschluss nicht wirklich in meinem ingenieurs - wissenschaftlichen Ursprungsberuf (also das, was ich studiert habe) gearbeitet habe und eigentlich auch in Zukunft nicht unbedingt arbeiten möchte. Warum ich es dann studiert habe? Ok, ich glaube, die Antwort bin ich in der Tat schuldig: Ich fand gerade die Vielfalt an Themen interessant, ich hab es sehr gerne studiert und ich bin sehr dankbar über die sehr breite Grundbildung in vielen vielen Themenbereichen. Von anderen persönlichen Qualifikationen, die ich dadurch erworben / entwickelt habe ganz zu schweigen.
Da das Beantworten von Stellenanzeigen nun ja an und für sich schon nicht der erfolgsversprechendste Weg ist einen Job zu finden - erst recht nicht, wenn man nicht in seinem klassischen Ursprungsberuf arbeiten möchte, und sich daher relativ planlos und ohne große Überzeugung und Überzeugungskraft auf diverse Stellen bewirbt - muss ich also eine andere Strategie anwenden: Initiativbewerbungen, Kontakte etc, Aber nur wenn ich einen konkreten Job / kokrete Firma vor Augen habe, kann ich auch über Kontakte etc versuchen dort irgendwie einen "Fuß in die Tür" zu kriegen.
Und dazu muss ich also erst mal die Frage beantworten: Was kann ich? Was will ich? Und wo kann ich das machen, was ich kann und will? Ganz hilfreich war und ist dabei übrigens das Werk "Durchstarten zum Traumjob" von Bolles (ISBN 3-593-37552-4 *g*). Ich hätte ja vor Jahren nicht gedacht, dass ich wirklich mal auf so "Selbsthilfe-Literatur" zurückgreifen muss, aber es hat mir doch schon sehr geholfen, meine Vorstellungen und auch meine Fähigkeiten etwas konkreter zu fassen. Und auch wenn Traumjob nach etwas Utopischem klingt und man in der heutigen Zeit ja froh sein sollte und muss wenn man IRGENDEINEN Job hat, ist der Ansatz ja doch richtig. Nur wenn ich mich auf um genau den Job bemühe, von dem ich weiß, dass ich es kann, kann ich mich auch entsprechend überzeugend verkaufen. Und gerade DAS ist bei der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ja das Entscheidende.
Gerade für jemanden wie mich, die a) eigentlich viele verschiedene Sachen kann / Sachen weiß und sich b) auch viele verschiedende Sachen als Job sehr interessant vorstellen kann, war und ist es aber schwierig das soweit auf einen Punkt zu bringen, dass ich dann mit allen Mitteln versuchen kann, diesen EINEN (Traum-)Job zu kriegen. Weil ich eben noch nicht so genau weiß, was dieser EINE Job für mich ist.
Die Fragen, was ich kann und was ich will, hab ich nun - dank Bolles Workbook - schon mal etwas konkreter für mich beantworten können. Da das aber noch immer keine konkrete "Berufsbezeichnung" oder einen konkreten Arbeitsgeber ergibt, folgt nun Kapitel
"Wenn die Erleuchtung ausbleibt"
Zeigen Sie diese Notizen mindestens fünf Freunden, Familienmitgliedern oder Berufstätigen, die Sie kennen.Schreiben Sie alles auf, was die Befragten vorschlagen und (jetzt kürze ich mal ab) konkretisieren Sie dadurch die Vorstellungen von ihrem "Traumjob".
Und da ich mal davon ausgehe, dass hier im Blog ja doch eine sehr heterogene Gruppe (Alter, Beruf, Region) mitliest, hab ich mir gedacht, kann es nicht schaden, zusätzlich auch noch hier um Rat zu fragen. Die einzelnen Punkte bzw. Begriffe und Beschreibungen mögen sehr vage erscheinen, aber genau darum geht's ja, aus den vagen Vorstellungen a la "Dies und das hab ich bisher gerne macht" oder "Dies und das könnte ich mir gut als Tätigkeit 40 Stunden die Woche vorstellen" zu konkretisieren.
Ich wäre also allen, die das hier lesen und spontan eine Idee haben oder mal ein bisschen drüber nachdenken und dann eine Idee haben, sehr sehr dankbar, wenn sie mir das
per mail oder als Kommentar hier im Blog kurz mitteilen würden. Und noch der Hinweis, dass die erste und zweite Frage natürlich vollkommen unabhängig voneinander stehen und eben auch die Antworten und Ideen nicht unbedingt auf mehrerere Punkte passen müssen. Eher im Gegenteil. Je mehr unterschiedliche Ideen zu allem, desto besser. Vorab jetzt schon mal DANKE!
Welche Berufsbezeichnungen oder Funktionen fallen dir zu diesen Fähigkeiten ein ?
1. Informationen recherchieren, im Hinblick auf ein Thema/Fragestellung bewerten, auf das Wesentliche reduzieren
2. anderen Menschen Informationen vermitteln oder mit ihnen Informationen austauschen
3. Gut und verständlich formulieren
4. Gruppen / Projekte koordinieren, organisieren. Zeit- und Ablaufpläne erstellen, einhalten. Überblick und Kontrolle behalten
Welche beruflichen Tätigkeitsfelder / Arbeitgeber fallen dir zu diesen Interessensgebieten ein?
1. Nachhaltige Entwicklung
2. Veranstaltungen (Informationen, Fachdiskussionen, Weiterbildung, Events) konzipieren und organisieren
3. Kampagnen / Campaigning