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27
Aug
2005

Muss ich einen bestimmten Job machen wollen...

abgelegt unter: Arbeitswelt(en)

... weil alle andere meinen, dass ich perfekt dafür geeignet wär?

Ich hab heute Mittag eine Ex-Kollegin getroffen und von ihr erfahren, dass mein ehemaliger Arbeitgeber wahrscheinlich demnächst noch mal für zwei verschiedene Projekte wieder Leute sucht. Je eine wissenschaftliche Kraft (100% Stelle) und je eine für die Sachbearbeitung (50%). Ob ich mich da bewerben würde, hat sie mich gefragt, denn natürlich hätte ich den großen Bonus, dass ich in den letzten Jahren in einem anderen Projekt schon die Sachbearbeitung übernommen hatte und mich eben auskenne und und und. Aber ich sollte mich doch diesmal gefälligst auf die WiMi Stelle bewerben, weil ich für die Sachbearbeitung total überqualifiziert war. Rein theoretisch stimmt das ja sogar.
Und nun stehe ich wieder mal vor dem Dilemma, das mich schon in diesen letzten drei Jahren umgetrieben hat. Ich WILL diese Jobs nicht machen. Ich will auch nicht in dieser Branche bleiben. Egal ob nun auf einer Stelle, die meinen Qualifikationen entspricht oder auf einer, für die ich total überqualifiziert bin. Ich wollte eigentlich damals nach dem Praktikum schon nicht dort bleiben, aber da ich nichts anderes gefunden hab, war ich dankbar, überhaupt eine Stelle zu kriegen. Und so nett es mit den Kollegen war und so interessant einiges war, was ich so mitbekommen habe, war es im Großen und Ganzen einfach nicht mein Ding. Es war für mich von Anfang an eine Verlegenheitslösung und ich hab mich immer mit dem Gedanken getröstet: "Wenn das hier vorbei ist, hast du wenigstens etwas Berufserfahrung und dann suchst du dir was, was du wirklich gerne machen willst".

Aber jetzt sitze ich schon wieder hier und weiß nicht weiter. Natürlich könnte ich den einfachen Weg gehen und wieder zu meinem Ex-Arbeitgeber zurückkehren, auf welche der beiden Stellen auch immer. Aber was bringt mir das? Ich habe dann weitere fünf Jahre Berufserfahrung in einer Branche, in der ich aber auf Dauer gar nicht bleiben will. Versperrt mir das nicht dann erst recht jegliche Chance woanders hinzuwechseln? Ich würde mich mich mal wieder gegen mein Bauchgefühl entscheiden und gegen meine Wünsche und Wunschvorstellungen, was meine berufliche Zukunft angeht.
Andererseits wäre es eine sichere gut bezahlte Stelle in einem Umfeld, das ich kenne und mit dem gut klar komme. Kann man das in so unsicheren Zeiten wie der heutigen einfach guten Gewissens ausschlagen? Oder ist das nicht total fahrlässig? Sollte ich nicht froh sein, dass ich so schnell wieder "in Lohn und Brot stehe"? Ich weiß schon jetzt, wer aus meinem engeren Umfeld genau dies zu mir sagen wird, mit so einem kritischen "Naja, wenn du es dir leisten kannst SO wählerisch zu sein" Unterton in der Stimme, der mich wieder total verunsichern wird. Ist es wirklich so naiv, zu glauben, dass der Job einen glücklich machen sollte? Oder zumindest nicht unglücklich?

Ich glaube, letzteres ist für mich das entscheidende Argument gegen diese Jobs. Und dass ich mir selbst gegenüber dann vermutlich permanent ein schlechtes Gewissen hätte, weil ich mich für diese einfachste Lösung des Problems entschieden habe und gar nicht groß versucht habe, meinen "Traumjob" zu finden.
Aber die Entscheidung ist so verdammt schwer. Nee, die Entscheidung ist eigentlich einfach, aber sie allen anderen gegenüber zu vertreten und mich nicht beirren zu lassen und mir mit meiner Entscheidung treu zu bleiben... DAS ist so verdammt schwer.

phonostar sendet 106!8 rock'n pop: Rock Me Amadeus - Falco

    Wahlk(r)ampf

    abgelegt unter: Politik & Gesellschaft

    Heute in einer größeren Stadt in NRW. Ich verlasse den Bahnhof und geh die paar Schritte Richtung Fußgängerzone und dort falle ich quasi direkt über Wahlkampf-Infostände. Linkerhand - sinnigerweise - erstmals die Linke, ein paar Schritte weiter rechts dann wie gehabt die CDU, schräg gegenüber die FDP.
    Und dahinter ein Stand mit einem Logo, dass mir erst mal ganz unbekannt vorkommt: Tupperware. Seit wann kann man die wählen *g*?

    phonostar sendet 106!8 rock'n pop: Seeds Of Love - Tears for Fears

    Direktkandidat

    abgelegt unter: Fundstuecke

    Aus Partei-Loyalität behalte ich mal für mich, von welchem Direktkandidaten der Flyer mit diesem Druckfehler in den biografischen Daten stammt oder was genau er studiert. Peinlich, peinlich, oberpeinlich. Aber der Kandidat in meinem Wahlkreis ist es immerhin nicht *g*

    Stundent

    phonostar sendet 106!8 rock'n pop: This Love - Maroon 5

    Die zerredete Republik

    abgelegt unter: Fundstuecke

    Ein grandios guter Spiegel Artikel (34/2005) über den Sinn, Zweck und Nutzen des großen Rede-Duells am 04. September.

    phonostar sendet 106!8 rock'n pop : You'll Be In My Heart - Phil Collins

    OST of my Life #14: Losing My Religion - REM (Januar 1992)

    abgelegt unter: Mediales

    Da es schon so spät ist und ich meine Nachbarn nicht mit lauter Mucke nerven will, läuft 106!8 also über meinen Funkkopfhörer, während ich meine Wohnung noch ein bisschen aufräume. Bei diesem Song muss ich schnell zurück an den Computer und ganz laut aufdrehen. Ein wunderbarer Abtanz-Song.
    Ich wusel weiter durch die Wohnung und erinnere mich die Ski-Freizeit in Stufe 11. In St. Johann (?), naja auf jeden Fall im Ahrntal in Süd-Tirol. Zu dem Lied mussten die Jungs, die am Abschlussabend zur "Mr. Ahrntal"-Wahl angetreten waren (oder dazu gezwungen wurden *g*) ein bisschen tanzen. War alles in allem schon lustig. Auch wenn es ansonsten auf dieser Stufenfahrt einige unerfreuliche Unstimmigkeiten gab.

    Die Freundschaft zu meiner bis dahin besten Freundin war mittendrin mit einem Mal beendet. Wie es genau dazu kam, konnte ich schon bald gar nicht mehr genau sagen. 14 Monate lang haben wir danach kein Wort miteinander geredet. Ich vor allem nicht mit ihr. Bis sie mir zu meinem 18. Geburtstag gratuliert hat.
    Schon vor der Skifreizeit und erst recht in diesen 14 Monaten waren wir aber einfach schon zu weit in unterschiedliche Richtungen gegangen, als dass es danach auch nur ansatzweise wieder "in Ordnung" hätte kommen können. Aber zumindest waren wir dann wieder "on speaking terms".

    Das gehört aber eigentlich alles gar nicht zu dem Song. Der gehört eben einfach nur zu Skifreizeit...

    phonostar sendet 106!8 rock'n pop : All This Time - Sting

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