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8
Sep
2005

Der Ursula-von-der-Leyen-Orden...

abgelegt unter: Aufgeschnappt

... für Harald Schmidt! Mir fiel ja doch fast die Kinnlade runter, als er die Sendung begann mit: "Ich bin heute Vater einer Tochter geworden" eröffnet hat. Aber vermutlich ist Angriff die beste Verteidigung und die Presse kriegt es ja früher oder später eh raus. Fand's aber schon irgendwie cool! Und natürlich bot sich das für diverse Gags dann auch erst mal an.
Die Sendung an sich fande ich auch wieder mal sehr gut, aber was ich nun von der Rückkehr der Talkgäste halten soll, weiß ich noch nicht so genau. Die ersten paar, die testweise zu Gast waren, waren ja schon ganz lustig (Olli Pocher, Bastian Patewka, Nora Tschirner) aber diese MonaLisa Moderatorin gerade eben? Doch eher wieder ein Grund zum Wegschalten. Und bei nur 30 Minuten Show ist das dann schon schade. Naja, vielleicht war's nur ein Ausrutscher. Aber das mit den Gästen wird wohl wirklcich wieder fester Programmpunkt.

Nachbar IX (so langsam nervt er echt)

abgelegt unter: Maschendrahtzaun

Vermutlich könnte ich für meine(n) Nachbarn auch bald eine eigene Rubrik anlegen, aber das wäre schon fast wieder zu viel der Ehre. Aber heute Nachmittag war ich (mal wieder) auf 180 wegen diesem Typen. Zuerst fande ich es noch ganz amüsant, als er der Nachbarin über mir lautstark - sie auf ihrem Balkon, er auf der Wiese im Campingstuhl - davon erzählt hat, dass die Pflanzsteine wieder wegkämen oder zumindest vorne verkleidet würde. Ja, nee, ist klar (klaue ich mal bei Atze *g*). Als ich mich dann auch nach draußen gesetzt hab, hab ich ihm dann auch gesagt, dass er mal nicht so viel erzählen sollte, von Dingen, von denen er auch keine Ahnung hat. Ok, ich hab's diplomatischer formuliert :-)

Kurz danach dreht der Nachbar über ihm die Musik auf. Aber so was von laut. Und auch noch so was von Scheiß Mucke. Klaus & Klaus und ihre Krankenschwester und lauter so Apres-Ski-Müll. Ich war also sehr genervt und mein Nachbar hat mich erst ausgelacht und dann gesagt, ich sollte mich nicht so anstellen und mal ein bisschen toleranter sein. So was kann ich ja dann gleich gar nicht leiden, also wenn es hier jemand an Toleranz mangeln läßt, dann ja wohl er und sein Kumpel, die nun schon zwei Sommer lang alle hier mit ihrer Musik belästigen. Die Diskussion wurde heftiger und je länger es dauerte, desto mehr sah ich ein, dass es vergebliche Liebesmüh ist.
Wer Toleranz so definiert, dass die Mitmenschen all das, was man selbst macht, eben akzeptieren müssen, man selbst aber keine Rücksicht auf andere nehmen muss, ist auch kein konstruktiver Diskussionspartner. Besonders nett war dann von ihm das Argument, dass man an meiner Intoleranz merken würde, dass ich zum ersten Mal alleine wohnen würde. Häh? Nee, an meinem Verhalten merkt man, dass ich aus einer sechsköpfigen Familie komme, in der man gelernt hat, auf seine Mitbewohner Rücksicht zu nehmen. Aber das hat er partout nicht verstanden. Wieso bin ich mit so was gestraft?!?!
Und dabei hab ich seine absolut prollige - "Ey, ich sach ma..." - Art zu reden diesmal noch hier gar nicht erwähnt. Und auch nicht seine unerträgliche Art sich in allen Bereichen als "Experte" aufspielen zu wollen. "Mit was bisse denn im Internet? T-Online, wa?" gefolgt von einem hämisches Lachen, als wolle er sagen, die doofe Trulla (das ist sein Lieblingswort für seine Mitmenschen) hat ja vermutlich eh keinen Plan von so was.Und seine krude Logik erwähne ich auch jetzt erst: "Ey, in New Orleans is so 'ne Katastrophe und du pisst dich hier wegen so'n bisschen lauter Mucke an".

Kann mich hier mal jemand rausholen ?!?!? HILFE! :-)

Renate Künast zur K-Frage der CDU

abgelegt unter: Politik & Gesellschaft

Im Spiegel Online Interview bringt sie es auf den Punkt. Und auch sonst sehr lesenswert...

Ist es nicht trotzdem ein emanzipatorischer Fortschritt, eine Frau als Kanzlerin zu haben?
Dass Frauen heute auf allen möglichen Posten zu finden sind, wollen ja alle. Das ist auch gut. Aber Frau Merkel ist nicht aus Einsicht ihrer Partei Kandidatin geworden, sondern hatte den Vorteil, in der Stunde X keine Spendengeschichte und auch keinen Koffer mit Geld in der Hand zu haben. Ich will sie nicht abwerten als Person, aber sie ist durch Zufall in diese Rolle gekommen. Das ist nicht der frauenpolitische Fortschritt in der Union, das ist die Macht des Faktischen.

im Moment läuft: immer noch "Berlin Mitte"

Wen wählen?

abgelegt unter: Fundstuecke

Na, im Gegensatz zum Wahl-O-Mat, sieht das doch schon gleich ganz anderes aus :-) Das Zustimmen zu den Thesen ist bei "Wen wählen?" allerdings etwas komplizierter als beim Wahl-O-Mat.



Gefunden via lautgeben.de.

Ich höre bei Berlin Mitte nur mit halbem Ohr zu, aber wenn der Spitzenkandidat der WASG, der sich immer als Kämpfer für die Armen und Unterdrückten in Szene setzt, eine Wette um eine Kiste Champagner anbietet, ist das schon sehr sehr schlechter Stil. Also im Prinzip ist nix dagegen zu sagen - er soll trinken, was er will - aber an Fingerspitzengefühl mangelt es dem Saar-Napoleon, schon, oder? Aber ist ja nix Neues.

im Moment läuft: immer noch "Berlin Mitte"

Geduldige Politiker

abgelegt unter: Politik & Gesellschaft

Ich hab gerade den Fernseher eingeschaltet, ZDF, Berlin Mitte mit den drei "kleinen" Spitzenkandidaten. Westerwelle wird was gefragt, erzählt erst mal stundenlang was, was gar nicht gefragt wurde, er aber immer noch mal sagen wollte um dann polemisch gegen Trittin zu wettern und sich dabei auf eine verfälschte Bild-Zeitungs-Schlagzeile beruft und Joschka Fischer steht ruhig daneben und läßt ihn sogar problemlos ausreden. Bewundernswert. Ich hätte Westerwelle nach den ersten drei Sätzen am liebsten schon das Mikro abgedreht und da hatte er die Breitseite gegen Trittin noch gar nicht abgeschossen :-) Ich sehe schon, ich muss noch viel Geduld lernen in der politischen Arena. Ich hoffe, das "Fit für die Kommunalpolitik" Seminar, bei dessen ersten Info-Abend ich heute war hilft mir dabei. Insbesondere die Module zur "Rethorik und Kommunikation".

Die anderen beiden Spitzenkandidaten sind aber auch nicht wirklich besser, was ihre Antwort-Strategie angeht. Wobei der Lafontaine deutlich weniger souverän auftritt als unser Vizekanzler.

So, jetzt gehe ich was essen und dann schaue ich die Aufzeichung von "Schillerstraße".

im Moment läuft: Politiker-Geblubber bei Berlin Mitte
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