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23
Sep
2005

Teenager bis Anfang 30

abgelegt unter: Aufgeschnappt

Sehr schönes Statement von Eva Briegel (der Sängerin von Juli) gerade bei "3 nach 9". So in etwa...

"Ist ja auch so was von unserer Generation, dass wir alle irgendwie noch Teenager sind bis Anfang 30"


Ich bin zwar eigentlich zu alt um Teil dieser Generation zu sein, aber das Gefühl kenne ich irgendwie. Wobei... Teenager ist vielleicht auch falsch, so fühle ich mich eigentlich nicht mehr. Zum Glück, die Zeit fande ich nun auch nicht doll aus vielen verschiedenen Gründen. Aber wenn ich mich altersmäßig so einordnen müsste oder es eben muss, fühle ich mich immer noch erst wie Mitte 20. Und das ist nun doch leider schon eine Weile her :-(

Bloggen = kulturelle Leistung

abgelegt unter: Fundstuecke

So habe ich die ganze Geschichte noch gar nicht betrachtet. Aber irgendwie stimmt es und ich finde es in diesem - auf einer Tagung zu Weblogs dann doch nicht gehaltenen - Vortrag von don alphons mal sehr treffend auf den Punkt gebracht.

[....] Die Frage, was Blogs sind, ob das alles mit ihnen wahr wird, wird wohl nie schlüssig und umfassend beantwortet werden, aber: Es ist vielleicht ganz hilfreich, das, was sie unzweifelhaft sind, abzugrenzen gegen das, was sie nach dem Willen bestimmter Interessensgruppen sein sollen.

Was sie ohne jede Frage sind: Eine Kultur der Kommunikation, die ihre Vorläufer in den Mailboxen, Foren und Chatrooms hat, sich aber zu einem persönlichen Medium weiterentwickelt hat. In Blogs werden Texte und Bilder veröffentlicht, also kulturelle Leistungen erbracht. Wie immer in der menschlichen Kulturgeschichte mag man das Wort "Kultur" bei einem Text einer 15-jährigen über ihr Bauchnabelpiercing nicht anwenden - aber das ist lediglich eine Frage des Geschmacks, denn diese Unmittelbarkeit der Überlieferung ist etwas, das wir im Falle einer Bürgertochter des 14. Jahrhunderts als erstklassige kulturgeschichtliche Quelle einstufen würden, wenn wir es denn hätten.

Tatsächlich ist Bloggen nicht nur schreiben, sondern ein Lernprozess im Umgang mit Schriftlichkeit und der eigenen Person, also einer literarischen Selbstreflektion und gleichzeitig Kommunikation mit der Umwelt. So banal das klingt: Wir müssen heute dankbar sein um jeden, der lieber über sich und sein Leben schreibt und nachdenkt, als seinen Schulfrust bei Doom 3 rauszuballern oder sich bei Gerichtsshows die Anregungen für neue Beleidigungen ihrer Umwelt holt. Kinder und Jugendliche sind einer gnadenlosen Konsumwelt ausgesetzt - dass sie sich in Blogs ihren eigenen, konsumfreien Raum schaffen, in dem sie sich mit sich selbst und ihren Bekannten beschäftigen, ist das Beste, was Blogs zu schaffen in der Lage sind. Da schreibt keine Virgina Woolf und kein Thomas Mann, aber es entstehen die Fähigkeiten, die es vielen in diesem Raum erlauben werden, mit Büchern, Kunst und gesellschaftlichen Prozessen anzuknüpfen. [....]
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