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30
Sep
2005

DbD Manifest

abgelegt unter: Fundstuecke

Ich hab mir auch gerade mal die Mühe gemacht mir den Spot anzuschauen, in dem das Manifest vorgetragen wird. Himmel hilf! Die Idee, die dahintersteckt finde ich ja noch ganz löblich, aber alleine dieser Text ist doch schon so grausam. Inhaltlich und erst recht grammatikalisch:

"Du bist 82 Millionen" oder "Du bist die Flügel"

Aber wir sind ja auch das Land in dem man mit "Da werden Sie geholfen" zur Werbe-Ikone werden kann. Dieses Deutschland will ich aber nicht sein. Hier also noch mal der link zum Flickr Pool der Gegenbewegung. Man kann nicht oft genug drauf hinweisen, auch wenn sich dort inzwischen der ein oder andere Spammer oder eben nur destruktiv gemeinte Beitrag findet. Die meisten sind nach wie vor wirklich klasse!

DbD Kampagne - Aufreger!

abgelegt unter: Fundstuecke

Bisher fande ich die Kampagne ja doch eher nur überflüssig bis lachhaft, Harald Schmidt hat das gestern auch ähnlich auf den Punkt gebracht :-)... aber das Motiv das ich heute morgen in meiner letzten Abo-Ausgabe vom SPIEGEL gefunden hab (hab ihn ja inzwischen gekündigt), finde ich dann echt sehr sehr ärgerlich. Weil es die traurige Realität so ausblendet.




Wenn mich meine Erkältung am Wochenende mal einen klareren Gedanken fassen läßt, schnappe ich mir Johnnys Template und bastel eine Gegenanzeige. Es entscheiden nämlich eine ganze Reihe andere über den Weg, den ein Kind aus einer unterpriviligierten Schicht einschlägt. Und Durchboxen kann man sich nur, wenn man die entsprechenden Kompetenzen entwickelt und jemanden hat, der einem dies beibringt und genau DARAN mangelt es doch in Deutschland. Könnte mich über diese Anzeige echt noch eine Weile aufregen. Soviel zum Thema Übersprungshandlungen :-)

Handwerker und Nachbarn

abgelegt unter: Maschendrahtzaun

Ich hab die Handwerker, die gestern gar nicht hier waren, gerade mal wegen der Pflanzen angequatscht und dass sie die bitte entsorgen sollten, wie mit der Genossenschaft vereinbart. Egal was mein Nachbar J. ihnen erzählt hat. Kein Problem, war die Antwort und schon waren wir mitten in einer kleinen Lästerei über meinen Nachbarn J. Der muss denen am Mittwoch auch schon viel Müll erzählt haben. "Dummschwätzer" war noch das harmloseste was der Handwerker dazu zu sagen hatte.
Dann haben sie mich aber auch gebeten ihnen den Keller aufzuschließen, weil sie Wasser bräuchten und da ich für die Außentür aber gar keinen Schlüssel hab, hab ich den eben bei meinen Nachbarn hier geholt. Dabei hab ich mich dann mit denen auch erst noch mal über Nachbarn J.unterhalten und die ganze unglaubliche Geschichte erzählt mit dem Abriss der Pflanzsteine. Dieser Nachbar hat mir dann aber erzählt, das sich Nachbar J. wohl schon direkt am Mittwoch wieder bei der Genossenschaft beschwert haben soll über den Schutt und das Chaos das eben im Moment vor seinem Fenster herrscht. Der hat sie ja echt nicht mehr alle. Erst sorgt er dafür, dass die Steine alle abgerissen werden. Und dann beschwert er sich, dass das nicht alles innerhalb von 24 Stunden geschieht oder geschehen ist. Man kommt ja mit dem Kopfschütteln gar nicht mehr nach. Aber wieso wohnt so einer direkt neben mir. HILFE!

Aber immerhin war auch dieser Handwerker sehr sehr nett. Und gut aussehen tut er auch. Sollte mir das zu denken geben, dass mir gerade Handwerker immer so ins Auge fallen? Ok, darüber will ich jetzt nicht weiter nachdenken *g*. Mag im Moment einfach am Mangel an Gelegenheiten liegen woanders nette Typen kennenzulernen. Und kennengelernt hab ich die hier vor meinem Fenster ja auch nicht wirklich. Aber immerhin ist der eine nett anzugucken, das ist doch auch schon mal was wert.

Herbst-Melancholie? Arbeitlosen - Depression? PMS ?

abgelegt unter: Mein Leben & ich

An irgend sowas leide ich wohl im Moment. Oder vielleicht an allem dreien? Aber irgendwie ist mein Alltag im Moment... bäh. Nicht schön. Es ist gar nicht mal so, dass sich die Probleme, Unwägsamkeiten, Pannen und nervige Mitmenschen die Klinke in die Hand geben würden, aber irgendwas läuft im Moment schräg. Oder zumindest nicht schön. Vielleicht ist es alleine das schon. Die momentane Abwesenheit von Highlights jeglicher Art in meinem Leben. Zumindest muss ich sie sehr vereinzelt suchen.
Oder vielleicht verpasse ich sie einfach nur, weil ich mit meinen Gedanken immer irgendwo ganz woanders bin. Und mir zu viele Sorgen mache. Und an meinem "ohne Job-Dilemma" verzweifle. Vor 6 Wochen war ich so engagiert und optimistisch gestimmt in dieses Aufgabe gestartet und wo ist der Elan hin. Verpufft. Ohne Ergebnis. Das ist ja das Erschreckende. Und das was mich so "runterzieht". Und dass ich mich davon so runterziehen lasse, ärgert mich auch. Aber wie kann ich das abstellen? Und wie kriege ich mal die Kurve, dass ich mal wieder konstruktiv und effektiv was auf die Reihe kriege, was diese Job-Suche angeht. Ich eiere immer noch (oder schon wieder) so rum. So sollte das laut dem tollen teuren Ratgeber eigentlich nicht laufen ;-). Wobei es nicht am Ratgeber liegt, sondern schon an mir und meine leichten Kommunikationsproblemen. Und Kommunikationshemmungen. Aber das ist nun ein sehr weites Feld. Naja, und natürlich immer noch daran, dass ich keine klare Vorstellung hab, welchen Job ich außerhalb des publizierten Stellenmarktes irgendwo kriegen könnte. Und wenn man nicht so genau weiß, welche Position man bei dieser oder jener Firma übernehmen möchte oder könnte, ist es halt auch schwierig sich dort zu bewerben.
Vielleicht sollte ich aber doch mal überlegen ob ich mir zu der Frage "professionelle" ;-) Hilfe (über die Arbeitsagentur?) hole, denn so planlos kann das auch nicht weitergehen. Und die Freunde und Bekannte, die ich gefragt hab, waren bisher auch leider keine große Hilfe. Ich bin also irgendwie nicht viel schlauer als noch vor Wochen und das frustriert schon. Mache ich was falsch? Oder bin ich einfach zu blöd mir die richtigen Gedanken zu machen oder auf die richtige Idee zu kommen? Keine Ahnung... aber es motiviert irgendwie nicht wirklich zum aktiven Weitersuchen. Also mich zumindest nicht.
Ich bin sowieso jemand der öfter mal einen Tritt in den Allerwertesten bräuchte, um sich über so komplizierte und eben zum Teil auch unangenehme Dinge des Lebens Gedanken zu machen bzw. konstruktiv irgendwelche Lösungen zu suchen und zu finden. Ich lasse das dann immer schnell mal schleifen und mach tausend andere Sachen, die aber alle viel unwichtiger sind. Klassische Übersprungshandlungen. Ist aber leider auch kein Zeichen für Zielstrebigkeit. Wobei ich letzteres eh nicht zu meinen größten Tugenden zählen würde. Auch wenn ich das in einem Vorstellungsgespräch so sicher nie sagen würde :-)
"Innere Metadiskussionen zu führen" ist sicher auch keine große Tugend... wobei, das wäre noch eine Frage der Definition... aber das ist auch so eine Übersprungshandlung, die mich hin und wieder von Wichtigerem abhält. Denn wie oft kann man diese Endlosschleife eigentlich durchlaufen ohne komplett durchzudrehen?

"Ich finde keinen Job – ich weiß nicht, wo ich einen finden soll – ich ärgere mich über meine Planlosigkeit – ich frage mich, warum ich so planlos bin – ich grüble über meine Planlosigkeit und diverse andere Probleme in meinem Leben nach – ich hab wegen der Grübelei überhaupt nicht den Kopf frei mir konstruktiv Gedanken über meine Jobsuche zu machen – ich finde keinen Job..."
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