An irgend sowas leide ich wohl im Moment. Oder vielleicht an allem dreien? Aber irgendwie ist mein Alltag im Moment... bäh. Nicht schön. Es ist gar nicht mal so, dass sich die Probleme, Unwägsamkeiten, Pannen und nervige Mitmenschen die Klinke in die Hand geben würden, aber irgendwas läuft im Moment schräg. Oder zumindest nicht schön. Vielleicht ist es alleine das schon. Die momentane Abwesenheit von Highlights jeglicher Art in meinem Leben. Zumindest muss ich sie sehr vereinzelt suchen.
Oder vielleicht verpasse ich sie einfach nur, weil ich mit meinen Gedanken immer irgendwo ganz woanders bin. Und mir zu viele Sorgen mache. Und an meinem "
ohne Job-Dilemma" verzweifle. Vor 6 Wochen war ich so engagiert und optimistisch gestimmt in dieses Aufgabe gestartet und wo ist der Elan hin. Verpufft. Ohne Ergebnis. Das ist ja das Erschreckende. Und das was mich so "runterzieht". Und dass ich mich davon so runterziehen lasse, ärgert mich auch. Aber wie kann ich das abstellen? Und wie kriege ich mal die Kurve, dass ich mal wieder konstruktiv und effektiv was auf die Reihe kriege, was diese Job-Suche angeht. Ich eiere immer noch (oder schon wieder) so rum. So sollte das laut dem tollen teuren Ratgeber eigentlich nicht laufen ;-). Wobei es nicht am Ratgeber liegt, sondern schon an mir und meine leichten Kommunikationsproblemen. Und Kommunikationshemmungen. Aber das ist nun ein sehr weites Feld. Naja, und natürlich immer noch daran, dass ich keine klare Vorstellung hab, welchen Job ich außerhalb des publizierten Stellenmarktes irgendwo kriegen könnte. Und wenn man nicht so genau weiß, welche Position man bei dieser oder jener Firma übernehmen möchte oder könnte, ist es halt auch schwierig sich dort zu bewerben.
Vielleicht sollte ich aber doch mal überlegen ob ich mir zu der Frage "professionelle" ;-) Hilfe (über die Arbeitsagentur?) hole, denn so planlos kann das auch nicht weitergehen. Und die Freunde und Bekannte, die ich gefragt hab, waren bisher auch leider keine große Hilfe. Ich bin also irgendwie nicht viel schlauer als noch vor Wochen und das frustriert schon. Mache ich was falsch? Oder bin ich einfach zu blöd mir die richtigen Gedanken zu machen oder auf die richtige Idee zu kommen? Keine Ahnung... aber es motiviert irgendwie nicht wirklich zum aktiven Weitersuchen. Also mich zumindest nicht.
Ich bin sowieso jemand der öfter mal einen Tritt in den Allerwertesten bräuchte, um sich über so komplizierte und eben zum Teil auch unangenehme Dinge des Lebens Gedanken zu machen bzw. konstruktiv irgendwelche Lösungen zu suchen und zu finden. Ich lasse das dann immer schnell mal schleifen und mach tausend andere Sachen, die aber alle viel unwichtiger sind. Klassische Übersprungshandlungen. Ist aber leider auch kein Zeichen für Zielstrebigkeit. Wobei ich letzteres eh nicht zu meinen größten Tugenden zählen würde. Auch wenn ich das in einem Vorstellungsgespräch so sicher nie sagen würde :-)
"Innere Metadiskussionen zu führen" ist sicher auch keine große Tugend... wobei, das wäre noch eine Frage der Definition... aber das ist auch so eine Übersprungshandlung, die mich hin und wieder von Wichtigerem abhält. Denn wie oft kann man diese Endlosschleife eigentlich durchlaufen ohne komplett durchzudrehen?
"Ich finde keinen Job – ich weiß nicht, wo ich einen finden soll – ich ärgere mich über meine Planlosigkeit – ich frage mich, warum ich so planlos bin – ich grüble über meine Planlosigkeit und diverse andere Probleme in meinem Leben nach – ich hab wegen der Grübelei überhaupt nicht den Kopf frei mir konstruktiv Gedanken über meine Jobsuche zu machen – ich finde keinen Job..."