Schon letzte Woche wurde mir eine interne Stellenanzeige weitergeleitet, weil bei meinem Ex-Arbeitgeber nun in der Tat eine Stelle neu zu besetzen ist. Wissenschaftliche Mitarbeiterin für ein neues Projekt. Dauer ca. 3 Jahre. Sehr gut bezahlt. Ich wusste schon länger, dass es diese Stelle geben wird, war mir aber lange Zeit nicht sicher, ob ich mich überhaupt bewerben würde. Weil ich ja eigentlich was ganz anderes machen wollte und überhaupt... Darüber hab ich vor zwei Monaten schon mal
ausgiebigst gebloggt.
Seltsam wie sich eine Einstellung zu den Dingen dann doch komplett ändern kann :-) Ich weiß nicht, ob es dadurch bedingt ist, dass meine bisherige Jobsuche so erfolglos war. Oder dadurch, dass ich einfach gar nicht so genau weiß, was ich will. Oder vermutlich beides? Lange Zeit hatte ich allein bei der Vorstellung diese Stelle in Erwägung zu ziehen schon Bauchschmerzen. Weil es inhaltlich nicht so ganz das war und ist, was mir eigentlich vorschwebt. Und vor allem aber auch, weil es ein vergleichsweise verantwortungsvoller Job ist, im Vergleich zu dem, was ich dort vorher gemacht habe. Da war ich nur die Assistentin des WiMi und konnte mich somit schön hinter ihm verstecken. Und musste auch keine Entscheidungen treffen und/oder Entscheidungen nach außen vertreten. Das "im Hintergrund verstecken" kam und kommt meinem Naturell ja doch irgendwie mehr entgegen. Dachte ich mir. Oder zumindest war das mein Gefühl.
Was aber – wie mir ALLE immer wieder sagen und wie ich es dadurch nun langsam auch anfange zu glauben – meinen Fähigkeiten nicht so ganz gerecht wird. Also über ein Reihe fachlicher Qualifikationen und persönlicher Qualitäten verfüge ich nun doch schon, auch wenn ich mir manchmal selbst das Gegenteil einrede. Und den Rest muss ich dann halt lernen. Ein bisschen wie der Sprung ins kalte Wasser, wobei... vielleicht eher lauwarm, denn ich weiß ja im Großen und Ganzen worauf ich mich einlassen würde.
Und mit meinen Ängsten, dass ich meinen Aufgaben und vor allem den Erwartungen meiner Chefs nicht gerecht werde, müsste ich dann halt fertig werden, wenn es soweit ist. Falls es überhaupt je so weit kommt. Also ich hab die Bewerbung ja noch nicht mal abgeschickt! Geschweige denn das „Vorstellungs“ - Gespräch und die obligatorische praktische Aufgabe, die in diesem Zusammenhang dann gestellt wird, überstanden.
Auf jeden Fall hab ich letzte Woche schon dazu tendiert mich auf jeden Fall dort zu bewerben. Ganz im Gegensatz zu
meinem Entschluss noch vor wenigen Wochen. Und je länger ich drüber nachdenke, desto interessanter finde ich die Thematik dann doch, auch wenn ich da noch gar nicht viel Ahnung habe. Und das Telefonat mit meinem Ex-Kollegen (dessen Assistentin ich eben zwei Jahre lang war) hat mich dann noch mal drin bestärkt, mich auf jeden Fall zu bewerben. Und da die Konkurrenz wohl nicht so groß sein wird und ich das große Plus habe, eben zwei Jahre lang für ein vergleichbares Projekt die Assistentin gewesen zu sein und somit das „Geschäft“ also solches kenne, wären meine Chancen wohl so schlecht gar nicht. Mal schauen. Und alle weiteren Sorgen und Ängste wegen Erwartungen, die ich vielleicht nicht erfüllen kann, versuche ich jetzt mal wegzupacken. Gaaaanz weit weg!
phonostar sendet Club 977: Rhythm Is Gonna Get You - Miami Soundmachine