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25
Dez
2005

Die freitäglichen Fünf: Weihnachten

abgelegt unter: Nachgefragt

Etwas verspätet, aber dennoch möchte ich noch mitmachen...

1. Und? Schon alle Geschenke gekauft? Auch schon verpackt?
Ich hatte am Freitag noch nicht alle Geschenke zusammen. Eines hab ich erst am Samstag Morgen besorgt, eins musste ich sogar am Samstag noch zu Ende basteln und es wurde.. nun ja, die noch zu Beschenkende liest das hier vielleicht, deswegen verrate ich vor Morgen Nachmittag besser mal nix :-)

2. Hand auf’s Herz. Ist das Geschenkekaufen ein Pflichtprogramm oder gibst Du Dir Mühe was “passendes” zu finden?
Ich versuche schon was Passendes zu finden und bin aber in vielen Fällen schon ganz froh, wenn man mir vorher signalisiert, was denn wohl gebraucht oder gewünscht wird.

3. Weihnachten das Familienfest. Verbringst Du Weihnachten mit der Familie? Aus Tradition? Weil man sich sonst nie sieht? Wird’s Zoff geben? Oder ist Dir das alles zu spießig?

Ich verbringe an den Weihnachtstagen schon relativ viel Zeit bei meiner Familie (meiner Mutter und meinem Bruder) die aber nur zwei Straßen weiter wohnt. Also an Heiligabend bin ich ab Nachmittags da und geh quasi nur zum Schlafen heim, am 1. Weihnachtstag gehen wir meist zusammen in die Kirche und dann bleibe ich noch zum Mittagessen und verschwinde dann nachmittags irgendwann. Am 2. Tag bin ich auch meist vom späten Vormittag bis nachmittags noch mal drüben. Es geht auch immer sehr harmonisch zu, nicht wirklich traditionell, aber harmonisch :-)

4. Hast Du überhaupt Lust auf Weihnachten? Oder versinkst Du lieber in eine Winterdepression oder ergibst Du Dich an den ruhigen Tagen Deinem Weltschmerz?
Klar, hab ich Lust auf Weihnachten, also mich versetzt es nicht in depressive Stimmung. Wirklich gar nicht.

5.Urlaub? Na, zwischen den Feiertagen Urlaub genommen? Oder bist Du froh, wenn Du Dich fern der Familie bei der Knechterei verstecken kannst?
Ich hab in diesem Jahr keinen Urlaub genommen, werde aber vermutlich den 3. Tag in der Woche frei machen. Nachdem ich ein halbes Jahr lang als Arbeitslose genug Zeit hatte zuhause zu hocken, finde ich Arbeiten gehen zwischen den Feiertagen auch gar nicht so schlimm. Es wird eh ruhig werden / bleiben. Und ich hab auch keine Lust dafür meine Urlaubstage rauszuhauen, die hebe ich mir lieber auf für Zeiten, wo ich sie gut brauchen kann.

Nachgefragt von: Die freitäglichen Fünf

ZEIT Artikel: Christen gegen Wal-Mart

abgelegt unter: Fundstuecke

Leider auch wieder ein Artikel der online bei der ZEIT nicht verfügbar ist. Schade, ich hätte ihn so gerne verlinkt, weil ich diese Geschichte auch wieder total irre finde. In Kürze: Die gut organisierte religiöse Rechte kämpft im Moment gegen große Einzelhandelskonzerne, weil diese aus Rücksicht auf alle anderen Religionen in den USA eben Weihnachten in erster Linie nicht als christliches Fest sehen, sondern eben "nur" als generelle Feiertage. In dem Artikel ist es relativ gut geschildert, aber ich bin zu faul das jetzt abzutippen.
Nun kann man sicher darüber streiten, ob die Kommerzialisierung des Weihnachtsfest durch den Handel nicht in der Tat dazu führt, dass die ursprüngliche Bedeutung in Vergessenheit gerät, aber das ist gar nicht unbedingt Stein des Anstoss durch diese ultrakonservativen Kritiker. Sondern, dass nun auch im Sprachgebrauch dieser ursprüngliche Sinn verloren geht. So schön anschaulich wie es - gerade im ersten Teil des Artikel geschildert ist, kann man wirklich nur fassungslos den Kopf schütteln.

Amerikas Weihnachts-Krieg beginnt mit einer harmlosen Beschwerde. Eine Kundin des Handelskonzern Wal-Mart ist unzufrieden und schreibt eine E-mail. Sie bemängelt, Angestellte wünschten ihr nicht "Frohe Weihnachten", sondern nur "Schöne Feiertage."
Der Kundendienst antwortet freundlich. Wal-Mart sei eine "weltumspannende Organisation". Vielerorts hätten die Menschen eigene Traditionen und feierten nicht "Weihnachten", dessen Wurzeln übrigens im "sibirischen Schamanismus" zu suchen seien. Es folgt ein historischer Exkurs, der den Weihnachtsmann in den Kaukasus, zu den Kelten und zu den Goten begleitet. Woraus der Wal-Mart-Mitarbeiter folgert: "Es ist eine weite, weite Welt."
Oh, hätte der Mann vom Kundendienst doch innegehalten! Denn seine E-Mail zieht Kreise und erreicht irgendwann Bill Donohue. Der ist Vorsitzender der Katholischen Liga, die sich rühmt, Amerikas "größte katholische Menschenrechts-Organisation" zu sein. Und die entdeckt flugs das Menschenrecht auf Weihnachten. Donohue fühlt sich unterdrückt durch die religiös neutralen Grüße und protestiert bei der Wal-Mart - Zentrale. [....]


Alleine diesen letzten Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, oder?

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