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4
Jan
2006

Gesehen (im Kino): Solange du da bist

abgelegt unter: Mediales

Kurz bevor der Film vermutlich wieder aus den Kinos verschwindet, haben wir es doch noch geschafft ihn uns anzuschauen. Und es hat sich gelohnt, denn die Geschichte war genauso nett, rührend, romantisch und lustig, wie ich es mir vorgestellt hatte. Natürlich auch mit einer gewissen Portion Kitsch, aber es passt schon alles. Hollywood Unterhaltung natürlich, aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Schöner kleiner Film eben. | weitere subjektive Kino-Tipps

Krank Sein - Darum geht's...

abgelegt unter: Kranken-Akte

Nachdem ich heute Mittag den Gimme Five Eintrag geschrieben hab, hab ich mich gefragt, warum ich hier (immer noch) meine chronische Erkrankung nicht beim Namen nenne und eben so "drum rum rede"? Eigentlich irgendwie albern. Ich glaube, das hat seinen Ursprung darin, dass ich es lange Zeit gar nicht so an die große Glocke hängen wollte im Internet bei Leuten, die ich nicht so kenne oder wo ich gar nicht kontrollieren kann, wer davon erfährt, weil hier ja jeder mitlesen kann. Aber zum einen erzähle ich hier inzwischen auch allen möglichen anderen privaten Kram. Also wegen der Distanz übers Internet hab ich da gar nicht mehr so die Hemmungen... vielleicht sollte ich die – generell – doch besser haben und nicht so viel Privates und Persönliches von mir preisgeben *g*? Und zum andern bin ich hier schließlich doch noch einigermaßen anonym unterwegs, also... naja, wie auch immer.
Als ich heute mal länger überlegt hab, warum ich es bisher nicht erwähnt hab, wurde mir dann auch noch ein zweiter Grund klar, nämlich dass es mir einfach irgendwie unangenehm ist, mit so was so "aus dem Rahmen zu fallen". Also anders zu sein als andere und das in einem bestimmten Lebensbereich (Gesundheit) eben massiv anders. Ich weiß auch nicht. Vermutlich nehmen andere Menschen mich deswegen gar nicht anders wahr, aber irgendwie ist es wohl immer noch so eine tief verwurzelte Angst in mir, dass eben diese Krankheit das ist, was die anderen von mir in Erinnerung behalten und darauf will ich einfach nicht reduziert werden.

Wie auch immer: neues Jahr = Neuanfang und ich lege diese vermutlich total unberechtige Angst jetzt einfach mal ab. Und spare mir somit in Zukunft auch komplizierte "drum rum schreiben" Formulierung. Fertig!

Also in Kürze für all die LeserInnen hier, die mich eben nicht näher kennen und somit nicht wissen was es mit dieser "chronischen Krankheit" auf sich hat. (Falls sich das gar niemand gefragt hat, wäre dieser Eintrag jetzt übrigens für die Katz, aber egal! *g*) Bei der Erkrankung, die mein Leben eben hin und wieder mal aus dem Tritt bringt, handelt es sich um Multiple Sklerose (MS), eine chronische Erkrankung des Nervensystems. Im WWW gibt's genug Infos darüber, das muss ich hier ja nicht alles wiederholen, der Wikipedia Artikel über MS ist gar nicht schlecht und die Lektüre kann ich allen, die über MS noch nichts oder nicht viel oder nicht genug wissen, erst mal guten Gewissens als Einstiegsinfo empfehlen.
In den ersten Jahren mit dieser Krankheit hab ich mir auch oft noch den Streß gemacht allen möglichen Leuten alles Mögliche erklären zu wollen, und meinte dann, die, die sich (zu viele) Sorgen machen, weil sie ein überzogenes Bild der Krankheit im Kopf haben, beruhigen zu müssen. Das hab ich mir inzwischen abgewöhnt, denn für die Bilder in ihrem Kopf sind sie nun mal selbst verantwortlich. Und es gibt im WWW wirklich genug sachliche und fundierte Infos. Aber vermutlich war auch das ein dritter Grund, warum ich es nicht so an die große Glocke hänge.

Ich lebe jetzt also seit knapp 6 Jahren (Januar 2000) mit der sicheren Diagnose, mit der Krankheit im Prinzip aber schon seit gut 8,5 Jahren (Mai 1997) und ich lebe damit auch eigentlich relativ problemlos. Relativ wirklich im Sinne von "vergleichsweise", denn es gibt natürlich auch so einige Betroffene, bei denen der Verlauf ein ganz anderer ist und die doch eher rasch große und bleibende Beeinträchtigungen erfahren haben. Davon bin ich bisher doch verschont geblieben und mit der schon seit Jahren verringerten Sensibilität in der linken Hand und leider seit dem Sommer 2005 auch in der rechten Hand kann ich immer noch ganz gut leben. Alle anderen Schübe sind eigentlich ohne bleibende Schäden wieder vergangen.
Mein Krankheitsverlauf war von Beginn eigentlich schon eher einer der günstigen Form, also vollständige Rückbildung, geringe Schubfrequenz etc und ich vertraue einfach mal drauf, dass das so bleibt. Es sprechen aber doch auch viele Anzeichen dafür. Dass ich relativ schnell mit einer Langzeittherapie angefangen hab, mag dazu beigetragen haben, aber sicher ist das auch nicht. Ist aber auch egal. Geschadet hat es auch sicher nicht und da ich die Medikamente (nach gut drei Jahren Rebif bin ich vor Jahren auf Copaxone umgestiegen) immer gut vertragen habe, bleibe ich natürlich dabei.

Viel mehr gibt's jetzt im Moment auch gar nicht zu erzählen. Ich lebe halt damit und auch wenn ich – wie oben schon geschrieben – manchmal die Sorge hab, dass andere Menschen mich deswegen anders wahrnehmen, lebe ich damit dennoch, glaube ich zumindest, nicht unbedingt schlechter als andere (gesunde) Menschen. Von den Phasen, wo sich die MS bemerkbar macht halt mal abgesehen. Dazu kommt dann leider auch, wenn ich doch mal Cortison Infusionen kriege, dass ich das Cortison nicht so wirklich doll vertrage, das macht es dann halt doch irgendwie unangenehm. Aber da es immer hilft, muss ich da halt durch.

Das Bemerkenswerteste an dieser ganzen Sache ist für mich persönlich nach wie vor, dass ich mir komischerweise zu keiner Zeit wirklich große Sorgen um meine (gesundheitliche) Zukunft gemacht habe oder es generell mache. Ausgerechnet ich, die ich mir sonst wegen jeder Kleinigkeit den Kopf zerbreche und Sorgen mache und mich wirklich von ganz vielem Unwichtigen seelisch total runterziehe lasse und dann oft mein Leben und überhaupt alles nur noch schwarz sehe... Aber was meine gesundheitliche Zukunft angeht, hatte ich das noch nie oder zumindest nicht in dem Maße, wie es vielleicht andere Betroffene durchleben. Vielleicht weil es bei mir von Anfang an nicht so dramatisch verlief? Oder vielleicht war es auch nur ein unbewusster Selbstschutz? Aber das irgendwie auch nicht... Ich weiß es nicht, es ist auch egal, ich nehme diese für mich untypische Gelassenheit eben einfach so hin. Ich wäre ja auch sehr bekloppt, wenn ich mir noch drüber Sorgen machen würde, dass ich mir zu wenig Sorgen mache, oder ?

So, das war jetzt in Kürze (hahaha) also mal die für regelmäßige Blog-LeserInnen und somit ein bisschen an meinem Leben teilnehmenden Menschen eigentlich überfällige Erklärung zu meinem Gesundheitszustand. Und ab jetzt gehe ich wieder zur Tagesordnung der weniger wichtigen und seriösen Beiträge über. Und reduziere die "Selbstdarstellung" *g* - denn nach dieser sieht dieser Beitrag jetzt doch für mich aus - auch mal wieder aufs erträgliche Maß :-)

Last.fm spielt gerade für mich: City of Angels - 10000 Maniacs

gimme5 - Jahreswechsel

abgelegt unter: Nachgefragt

1.Was was Du an Silvester gemacht?
Gefeiert. Und zwar so und hier.

2. 2005 - wie war Dein Jahr?
Durchwachsen könnte man wohl sagen. Es gab viele Tops & Flops und ansonsten war es ein Jahr in dem ich mich von so einigem verabschiedet habe.

3. 2006 - was hast Du Dir vorgenommen?
Mehr Sport zu treiben als im letzten Jahr. Ein paar Kilo abnehmen. Mir bestimmte - für mein Leben und Lebensgefühl gar nicht förderliche – Verhaltensweisen abgewöhnen.

4. Hältst Du Dich an Vorsätze?
Nun ja. Siehe hier *g*

5. Was wünschst Du Dir für 2006?
Das es ein Jahr ohne größere (negative!) Aufregungen wird. Sprich, dass es mir und allen Menschen die mir wichtig sind gut geht. Dass mein Job mir Spaß macht und ich mal ein Jahr OHNE Job-Sorgen durchleben kann. Dass ich gesund bleibe. Soweit das halt geht, wenn man eh schon chronisch krank ist :-(.

Nachgefragt von: gimme5