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14
Jan
2006

Sehr schöne Kritik zu "Herr Schmidt sieht fern" (WDR, 09.01.06)

abgelegt unter: Fundstuecke

Meine Mom hatte mir diese Kritik aus einer der Tageszeitungen aufgehoben. Den letzten Absatz unterschreibe ich ja sofort!

Feuer unterm Hintern – Schmidt und Heidenreich sehen fern
(Westfalenpost, 2005, Harald Ries)

Rückblicke können sehr öde sein – oder so vergnüglich wie "Herr Schmidt sieht fern" (WDR, Mo., 20.15 Uhr), die unterhaltsame Erinnerung an 50 Jahre Fernsehunterhaltung des Westdeutschen Jubiläumsrundfunks. Dass die 90 Minuten mehr Spaß machten als fast alles, was in den letzten Jahren von der größten ARD-Anstalt in Sachen Unterhaltung hinaus ins Land gesendet wurde, hat mindestens fünf Ursachen.
Erstens war zwischen viel Spreu auch ein ordentlicher Weizenanteil. Die Verdienste von Rudi Carell oder Alfred Biolek sind gar nicht hoch genug einzuschätzen. Zweitens gewinnt auch das Öde und Blöde mit genügend zeitlichem Abstand Komik. Drittens ist es einfach schön, sich zu erinnern, worüber man früher gelacht hat (auch wenn man es heute nicht immer versteht). Viertens spielt es eine große Rolle, wie die Archiv - Schnipsel ausgewählt und zusammengeschnitten sind. Und da ist Klaus Michael Heinz, wie sein Talkshow-Dreiteiler "Das ganze eine Rederei" schon zeigte, eine Klasse für sich.
Und fünftens kann man sich kaum bessere Zuschauer und Kommentatoren vorstellen als Harald Schmidt und Elke Heidenreich. Vor allem in dieser Kombination. Ihre konfliktfreudige, temperamentvolle Direktheit machte ihm das nötige Feuer unterm Hintern und trieb ihn immer wieder aus der trägen Selbstgefälligkeit. Wenn Heidenreich bei Schmidt ab und zu den Andrack machen könnte und er dafür ihr ZDF-"Lesen!" noch öfter beleben würde, wären viele Zuschauer glücklicher.

Gesehen: DSDS - Mottoshow

abgelegt unter: Mediales

Ich kann guten Gewissens und ganz aufrichtig sagen, dass ich in meinem bisherigen Fernsehzuschauer Leben keine 60 Sekunden der bisherigen DSDS Casting Shows und bis zum heutigen Abend auch max 5 Minuten aus den Mottoshows gesehen habe. Gerade eben nach WWM bin ich dann doch mal hängengeblieben. 20 Minuten lang. Und jetzt schalte ich aus, diese Show ist doch die Hölle.
Moderatoren, die hölzern ihre Karten ablesen. Ein Publikum, das scheinbar total unter Drogen steht, so aufgekratzt, wie die sich aufführen. Kandidat/innen, die auch nur Schrott erzählen und Familien, die sich nicht zu albern sind, dieses ganze Getue vor laufenden Kameras mitzumachen. Juroren, die... who the f*** sind diese beiden neben Bohlen eigentlich? Die kennt keine Sau, oder? Muss man aber ja wohl auch nicht kennen. Ihre Beurteilungs-Kriterien kann ich gar nicht nachvollziehen. Aber auch hier gilt wohl wieder: Muss ich wohl auch nicht.

Wie kann eine solche Show immer noch so gute Quoten haben? Bzw. hat sie die überhaupt noch? Ich hab noch sehr gut Elke Heidenreich und Harald Schmidt im Ohr: "30% der Zuschauer schauen eine Sendung, weil sie sie hassen. Oder den Moderator. Oder im besten Fall: beides!" Anders kann ich mir die Quoten nicht erklären. Aber selbst zum hinterher drüber aufregen und ablästern ist mir meine Zeit ja doch zu schade.

Scheinwerfer

abgelegt unter: Aufgeschnappt

Als ich heute an der Kasse mein Drucker USB Kabel bezahlen wollte bzw. dann ja auch bezahlt habe, fiel mir der Schein, den ich dem Verkäufer geben wollte, erst mal aus der Hand. Hinter den Tresen. Und der Verkäufer sagte dann nur:

"Oh, ein Scheinwerfer"

Ok, gehört eher in die Rubrik Kalauer, aber in dem Moment fand ich es schon sehr witzig.

Gelesen: Die Mutter (Petra Hammesfahr, 2000)

abgelegt unter: Mediales

Das war mal wieder ein Hammesfahr Roman nach meinem Geschmack. Manche ihre Geschichten finde ich ja nicht so besonders, aber diese war klasse. Ein 16jähriges Mädchen kommt nicht nach Hause und schnell zerbricht die Fassade der scheinbar heilen Familie und auch innerhalb der Gemeinschaft der Dorfbewohner kommen diverse Geheimnisse ans Licht. Was mich wieder schwer beeindruckt hat, ist einfach wie anschaulich und nachvollziehbar das Innenleben der verzweifelten Mutter geschildert wird. Wirklich klasse.
So beginnt die Geschichte...

Es gibt Momente, in denen man rundherum zufrieden ist und meint, vom Schicksal begünstigt zu sein. Bei mir war es ein Sonntagnachmittag Ende Mai. Einer von den Tagen zwischen Frühling und Sommer, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Wollte ich ihn beschreiben, es käme nur Kitsch dabei heraus.
... und so beginnt Seite 98.

[das Gesicht] in sein Fell gedrückt, stammelnd: "Eines Tages komme ich zu dir. Und dann holen wir Preise."
Um vier fuhr der Transporter auf den Hof. Hennessen war im vorderen Bereich des Stalles damit beschäftigt, die Hufe der Fuchsstute zu reinigen. Matthos neuer Besitzer kam persönlich. Und er führte Mattho aus der Box, obwohl Hennessen riet, es Rena zu überlassen. Beim Tor scheute Mattho vor dem Sturm. Er tänzelte nervös, bockte, keilte, als man ihn vorwärts ziehen wollte, nach hinten aus und trat der Fuchsstute in den Leib.


im Moment läuft: Time To Wonder - Fury in the Slaughterhouse

Die freitäglichen Fünf - Fashionvictim?

abgelegt unter: Nachgefragt

Die freitäglichen Fünf diesmal mit Klamotten Fragen. Da sind sie bei mir aber eigentlich total falsch :-)

1. Hast Du verschiedene Kleidungsstile, zu Hause, beim Arbeiten/ an der Uni/ in der Schule, wenn Du mit Freunden unterwegs bist?
Eigentlich schon. Also eigentlich auf jeden Fall. Zuhause eher schlunzig, in alten Jeans oder anderen bequemen Freizeit-Klamotten. Im Büro hab ich eigentlich normale Klamotten an: Jeans oder Stoffhose, Pulli oder Longsleeve oder Bluse oder so was. Wenn ich – was nicht so oft vorkommt – beruflich mit anderen Leuten zusammentreffe (Sitzung, auswärtiger Termin etc) überlege ich schon meist ob ich mich etwas "aufhübsche" *g*. Aber das das in meiner "Branche" nicht unbedingt erwartet wird, müsste ich es gar nicht mal unbedingt. Das hängt dann auch von meiner Laune morgens früh ab. Wenn ich abends mit Freunden unterwegs bin, kommt es einfach auch auf die Location an oder was man halt macht. Stundenlang vor Kleiderschrank und Badezimmer Spiegel verbringe ich aber auch dann nicht.

2. Gibt es eine Marke oder eine Besonderheit an einem Kleidungsstück worauf Du besonders abfährst?
Nee, ich glaube nicht. Zumindest nicht, dass ich wüßte.

3. Gibt es ein Stück Stoff oder einen ganz bestimmten Schuh, nach dem Du schon eine Ewigkeit suchst aber einfach nirgendwo finden kannst?

Siehe Antwort 2.

4. Hast Du ein besonderes Kleidungstück, daß Du am liebsten immer tragen würdest, egal ob tagsüber oder beim Schlafen oder unter der Dusche. Wobei Dir allein der Gedanke, daß es mal nichts mehr taugen könnte, den Angstschweiß auf die Stirn treibt?
Nee, sicher nicht. Ich bin nicht so ein Klamotten-Fetischist :-) Es gibt so einige Klamotten (T-Shirts), die ich schon sehr lange hab (und zu Hause anziehe), aber selbst wenn die mal wirklich in Fetzen gehen, würde es mir nicht so das Herz brechen.

5. Hast Du Dir mal ein richtig teures Kleidungstück gekauft und bist Du damit noch glücklich? Oder gewandest Du Dich grundsätzlich nur in Kleidern, die der Preisklasse eines mittleren Kleinwagens entsprechen.
Da ich wie gesagt nicht so ein Klamotten-Fetischist bin, gebe ich für Klamotten auch nicht übermäßig viel Geld aus. Ich vermeide billigen Schrott (bzw. versuch es zumindest) aber so richtig teure Sachen... könnte ich mich jetzt nicht dran erinnern. Ich investier mein Geld lieber in anderen Dinge.

im Moment läuft: Black or White - Dick Brave & The Backbeats

Massig Musik

abgelegt unter: Mediales

Bruder #2 hat mir heute mittag seine externe Festplatte ausgeliehen, auf die er vorher für mich die kompletten Toten Hosen Sachen gepackt hatte. Aber außerdem war darauf auch noch - gar nicht unbedingt speziell für mich gedacht - jede Menge andere cooler Musik & Comedians, die auch immer gerne mal hören wollte. Ich hab also mal eben 6 GB auf meine Festplatte gepackt, darunter den Party Mix des legendären "Hacienda Festes". Schon klasse, was heutzutage technisch alles so machbar ist :-)

Memo 11: Nie mehr abends mit dem Auto nach Köln - Nippes

abgelegt unter: Gemischte Tüte

Oder wenn doch, dann nur wenn mir dort irgendwo ein Parkplatz 100% sicher reserviert wird. Aber wenn ich mal einen Moment länger über meine Vorhaben mit dem Auto hinzufahren nachgedacht hätte, hätte mir die Parkplatz Problematik eigentlich auch schon vorher klar sein können. Selber schuld. Und dafür waren dann 15 Minuten Parkplatz Suche an einem Freitag um 21 Uhr vermutlich so schlecht gar nicht.