Sehr schöne Kritik zu "Herr Schmidt sieht fern" (WDR, 09.01.06)
abgelegt unter: FundstueckeMeine Mom hatte mir diese Kritik aus einer der Tageszeitungen aufgehoben. Den letzten Absatz unterschreibe ich ja sofort!
Feuer unterm Hintern – Schmidt und Heidenreich sehen fern
(Westfalenpost, 2005, Harald Ries)
Rückblicke können sehr öde sein – oder so vergnüglich wie "Herr Schmidt sieht fern" (WDR, Mo., 20.15 Uhr), die unterhaltsame Erinnerung an 50 Jahre Fernsehunterhaltung des Westdeutschen Jubiläumsrundfunks. Dass die 90 Minuten mehr Spaß machten als fast alles, was in den letzten Jahren von der größten ARD-Anstalt in Sachen Unterhaltung hinaus ins Land gesendet wurde, hat mindestens fünf Ursachen.
Erstens war zwischen viel Spreu auch ein ordentlicher Weizenanteil. Die Verdienste von Rudi Carell oder Alfred Biolek sind gar nicht hoch genug einzuschätzen. Zweitens gewinnt auch das Öde und Blöde mit genügend zeitlichem Abstand Komik. Drittens ist es einfach schön, sich zu erinnern, worüber man früher gelacht hat (auch wenn man es heute nicht immer versteht). Viertens spielt es eine große Rolle, wie die Archiv - Schnipsel ausgewählt und zusammengeschnitten sind. Und da ist Klaus Michael Heinz, wie sein Talkshow-Dreiteiler "Das ganze eine Rederei" schon zeigte, eine Klasse für sich.
Und fünftens kann man sich kaum bessere Zuschauer und Kommentatoren vorstellen als Harald Schmidt und Elke Heidenreich. Vor allem in dieser Kombination. Ihre konfliktfreudige, temperamentvolle Direktheit machte ihm das nötige Feuer unterm Hintern und trieb ihn immer wieder aus der trägen Selbstgefälligkeit. Wenn Heidenreich bei Schmidt ab und zu den Andrack machen könnte und er dafür ihr ZDF-"Lesen!" noch öfter beleben würde, wären viele Zuschauer glücklicher.
Feuer unterm Hintern – Schmidt und Heidenreich sehen fern
(Westfalenpost, 2005, Harald Ries)
Rückblicke können sehr öde sein – oder so vergnüglich wie "Herr Schmidt sieht fern" (WDR, Mo., 20.15 Uhr), die unterhaltsame Erinnerung an 50 Jahre Fernsehunterhaltung des Westdeutschen Jubiläumsrundfunks. Dass die 90 Minuten mehr Spaß machten als fast alles, was in den letzten Jahren von der größten ARD-Anstalt in Sachen Unterhaltung hinaus ins Land gesendet wurde, hat mindestens fünf Ursachen.
Erstens war zwischen viel Spreu auch ein ordentlicher Weizenanteil. Die Verdienste von Rudi Carell oder Alfred Biolek sind gar nicht hoch genug einzuschätzen. Zweitens gewinnt auch das Öde und Blöde mit genügend zeitlichem Abstand Komik. Drittens ist es einfach schön, sich zu erinnern, worüber man früher gelacht hat (auch wenn man es heute nicht immer versteht). Viertens spielt es eine große Rolle, wie die Archiv - Schnipsel ausgewählt und zusammengeschnitten sind. Und da ist Klaus Michael Heinz, wie sein Talkshow-Dreiteiler "Das ganze eine Rederei" schon zeigte, eine Klasse für sich.
Und fünftens kann man sich kaum bessere Zuschauer und Kommentatoren vorstellen als Harald Schmidt und Elke Heidenreich. Vor allem in dieser Kombination. Ihre konfliktfreudige, temperamentvolle Direktheit machte ihm das nötige Feuer unterm Hintern und trieb ihn immer wieder aus der trägen Selbstgefälligkeit. Wenn Heidenreich bei Schmidt ab und zu den Andrack machen könnte und er dafür ihr ZDF-"Lesen!" noch öfter beleben würde, wären viele Zuschauer glücklicher.
Sa, 14.01.06, 23:21 Uhr
- 0 Trackbacks

