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18
Jan
2006

Gesehen: Silberhochzeit (ARD, 18.01.06)

abgelegt unter: Mediales

Grandiose Geschichte von Elke Heidenreich. Grandioses Drehbuch. Grandiose Dialoge. Alles so aus dem Leben gegriffen. Grandios inszeniert. Grandiose Darsteller. Was will man mehr? Wirklich großes Kino!
Zwischendrin hätte ich mir allerdings gewünscht, dass sie sich für Vivien eine andere Krankheit ausgedacht hätten, um zu demonstrieren, dass der oberflächliche erste Eindruck auch gut trügen kann. Aber bei Multipler Sklerose als dramaturgischen Effekt bin ich nun mal – aus sehr subjektiven, aber dadurch guten Gründen – einfach ein bisschen empfindlich. Weil da nämlich wieder dieses "Oh Gott wie furchtbar" Gefühl im Raum stand, bei den Protagonisten und vielleicht auch beim Zuschauer. Und dann Almas Gedanken, dass jemand mit so einer Krankheit einen ganz anderen ernsthafteren Blick aufs Leben hat und ihre (Almas) Probleme wohl oberflächlich findet. Da hab ich mich dann schon wieder gefragt, ob ICH meine MS wohl ernst genug nehme ?!? Aber ich für mich selbst empfinde das nach diesen vielen Jahren nicht mehr als so dramatisch anders als eben "gesund sein". Also, wenn andere Leute über ihr Leben und ihre Probleme jammern, käme ich nie auf den Gedanken zu denken: "Du hast doch keinen Grund zu jammern, im Gegensatz zu mir!". So wie Alma eben denkt, dass Vivien das denken könnte. Na, vermutlich denke ich gerade wieder zu kompliziert :-)
Auf jeden Fall war das ein Moment im Film, bei dem ich irgendwie etwas unentspannt war. Aber Viviens Vorwurf an Heinz war klasse: "Warum erzählst du das? Ich will nicht, dass diese Arschlöcher das wissen! Das ist MEINE Krankheit!" Unterschreibe ich sofort. Ich würde auch die Wände hochgehen, wenn irgendjemand aus meinem Umfeld – ohne mich zu fragen – und dann womöglich noch in meiner Gegenwart anderen Menschen davon erzählt, dass ich MS hab. Denn es ist ganz alleine meine Entscheidung, wann, wem und wie ich davon erzählen möchte. Im Cyberspace bin ich da relativ offenherzig ;-), aber im wahren Leben eher genau im Gegenteil, da behalte ich das schon eher lange für mich. Und an Viviens Stelle hätte ich ganz genauso reagiert. Auch in der Hinsicht war die Handlung also voll aus dem Leben gegriffen.

Kontaktlisten aktualisieren

abgelegt unter: Arbeitswelt(en)

Geschlagene sechs Stunden hab ich nun heute in meinem Zweitjob damit verbracht die Kontakt-Listen zu aktualisieren bzw. eine Vielzahl von Kontakten erst mal zu recherchieren und zu erfassen und in Outlook als Kontakt anzulegen. Plus diverse Verteilerlisten. Himmel, ich hätte nicht gedacht, dass das so zeitaufwändig ist. Ok, wenn man sich nicht drauf beschränkt nur die Email Adressen zu übertragen, sondern auch die Telefonnummern und Anschriften, dann kann das halt schon mal länger dauern.
Vermutlich war das eine total überflüssige Arbeit, denn das meiste mailt man ja doch rum. Aber wer weiß. Sicher ist sicher und eine Telefonnummer für den schnellen Draht ist auch nie zu verachten. Dennoch... sehr stupide Arbeit. Andererseits wäre ich so grippig wie ich immer noch bin, zu nichts hochgeistigem in der Lage gewesen, das hab ich gestern im Erstjob schon gemerkt. Zum Glück erledige ich die Sachen für den Zweitjob ja im Moment noch von zu Hause, deswegen war das nicht ganz so schlimm. Immerhin hatte ich hier nette Musik, leckeren Cappuccino und alles andere, was einem die Arbeit zu Hause halt versüßt :-)

Und wieso heißen eigentlich so viele Männer im Ruhrgebiet Manfred oder Axel? Oder ist das bei diesen Kontaktlisten nur Zufall?