Naja, von diesen
aktuellen Beschwerden mal abgesehen. Aber nachdem ich am
Sonntag nach einer Begegnung mit einer ganz entfernten Bekannten, die seit Jahren an Parkinson erkrankt ist, schon gedacht hab, wie gut's mir geht, hatte ich diesen Gedanken am Montag direkt noch mal. Bin aber bisher nicht dazu gekommen, es zu bloggen.
Mit meiner Mom, der es gesundheitlich auch nicht so besonders gut geht (Rheuma, Herz-Probleme und Diverses andere was einen in höherem Alter eben so plagen kann), war ich zum Kaffee Trinken eingeladen, bei der Mutter eines Kumpels von Bruder #3. Diese hatte vor gut zwei Jahren einen Schlaganfall und hat sich wohl wieder ganz gut berappelt (ich möchte nicht wissen, wie es ihr dann früher ging) und lebt halt immer noch in ihrem alten Haus und ist aber eben von den Pflege-Besuchen abgesehen doch die meiste Zeit allein. Ok, nachdem sie uns also wohl schon öfter eingeladen hatte, sind wir dann auch mal hin. Eine andere Nachbarin von ihr, mit deren Tochter ich zu Schulzeiten gut befreundet war, war auch dabei. Diese Frau ist inzwischen schon ziemlich schwerhörig, was ich immer wieder vergessen hab und ich somit also jeden zweiten Satz von mir wiederholen musste, weil sie es nicht verstanden hat. Anstrengend!
Das fand ich diesen Besuch aber generell. In erster Linie, weil mir die Gastgeberin sehr leid tat, denn sie war früher wirklich eine ganz aktive, agile ältere Dame und sie ist auch jetzt geistig noch total fit und kommt mit der Situation auch sehr gut klar, also hat nicht gejammert oder so, sieht das alles eher sportlich irgendwie. Aber sie ist eben doch schon sehr in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, kann sich nur mit Gehhilfe bewegen und es fällt ihr schon alles eher schwer. So gesehen, war ich wirklich positiv beeindruckt, wie sie mit der Situation klar kommt. Und von ihrem Sohn, den Kumpel meines Bruders, der auch immer noch im Haus seiner Mutter wohnt und sich eben auch sehr kümmert, war ich um so mehr beeindruckt. Es muss schon einfach furchtbar sein, seine vorher doch so wirklich fitte Mutter, so zu erleben. Und dann nicht eben die einfachste Lösung zu wählen und die Mutter in eine Seniorenwohnung mit Betreuung oder eben ein Altersheim oder Pflegeheim "abzuschieben".
Wie gesagt, auch meine Mom hat ihre Beschwerden und ihr geht's manchmal wirklich nicht gut, aber das ist dann nur kurzzeitig und sie kann und will auch sonst alles alleine machen und regeln und rumkruschteln. Wenn man aber so zum Nichtstun verdammt ist... ganz furchtbar. Wie gesagt: Mir, meiner Familie und meiner Mom geht's echt SO gut, das weiß man immer erst in solchen Momenten zu schätzen.
Naja, dass sich die drei Frauen dann ausgiebig über Leute aus der Nachbarschaft, Kirchengemeinde oder sonst welchen Bekanntenkreisen unterhalten haben, über Todesfälle, Krankheiten und sonstige Schicksalschläge muss wohl dann doch auch am Alter gelegen haben. Ich konnte mich also nicht so wirklich am Gespräch beteiligen, aber musste ich auch nicht. Ich war dann aber doch irgendwann froh, als wir uns wieder verabschiedet haben. Und da nicht nur, weil mir es an
dem Tag ja auch nicht so besonders ging...
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