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31
Mrz
2006

"Geschwisterliebe" ?

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Sich bis nach Mitternacht wachhalten um dann um 0.15 Uhr ins Auto zu steigen, nach Essen zu fahren, Bruder #2 und #3 vom Konzert abzuholen, nach Hause zu fahren, frühestens gegen 2 Uhr im Bett zu liegen, obwohl man weiß, dass man knapp 5,5 Stunden später aufstehen muss, weil man um 10 Uhr in Düsseldorf auf einem Seminar sein möchte: Das muss wohl wirklich Geschwisterliebe sein :-) Aber sie machen's für mich ja auch...

Tops & Flops Ende März (21.03.06 - 31.03.06)

abgelegt unter: Tops & Flops

Hab ich wirklich so viel Schönes erlebt oder hab ich es mir nur einfach besser gemerkt?

Top
  • öfter mal mit dem nettesten Haustechniker im Aufzug fahren

  • T. damit neidisch machen, dass ich 1993 auf dem Guns'N'Roses Konzert war, er aber nicht, weil er dazu noch zu jung war

  • dass Hai_di mir auf die Wien-Foto CD auch noch jede Menge mp3s gepackt hat

  • die #8 und #9 der Nürnberg Icetigers, denn die saßen beide so schön oft auf der Strafbank

  • der Einzug ins Halbfinale

  • so viel positives Feedback für meine Arbeit

  • Volker Pispers im "Scheibenwischer"

  • Zum ersten Mal im Jahr draußen sitzen können

  • Montag, der 27.3. - irgendwie trotz allem

  • schon am Freitag Nachmittag eine aktuelle LOST Folge schauen zu können

Flop
  • die #80 der Nürnberg Icetigers - der unfairste Spieler, den ich in der letzten Zeit erlebt habe

  • Niederlage im ersten Halbfinal-Spiel... gegen die DEG :-(

Gelesen: Einmal Hans mit scharfer Soße (Hatice Aküyn, 2005)

abgelegt unter: Mediales

Ich hab die Autorin und ihr Buch Anfang des Jahres beim Neujahrsempfang unserer Gleichstellungsbeauftragten kennengelernt und war so schwer beeindruckt, dass ich mir das Buch dort gleich gekauft habe. Wenn die Autorin schon mal da ist um es zu signieren :-) Jetzt hab ich's endlich auch gelesen und fühlte mich sehr gut unterhalten. Hatice Akyün schreibt wunderbar leicht und lustig über das Leben, das sie als Deutsche türkischer Herkunft in den zwei Welten führt. Natürlich klingt vieles manchmal nach Klischee, aber andererseits geht sie damit auch spielerisch um. Die Geschichte ist überhaupt nicht problembeladen, was ihr von Kritikern auch desöfteren vorgeworfen wird, aber sie selbst empfindet ihre Lebensituation eben auch nicht als problematisch. Sie verschließt nicht die Augen vor den Problemen, das zeigt auch das Kapitel über den Brandanschlag in Solingen, der mich wirklich fast zu Tränen gerührt hat. Aber sie möchte einfach mit ihrem Buch zeigen, dass es innerhalb der türkischen Bevölkerung in Deutschland unendlich viele verschiedene Lebensmodelle gibt und dass die große Mehrheit eigentlich relativ gut integriert ist. Wie gesagt: sehr unterhaltsam und von einer sympathischen Autorin, von der ich gerne noch mehr lesen möchte.
So beginnt die Geschichte...

Mein Name ist Hatice. Ich bin Türkin mit deutschem Pass, für Politiker ein Paradebeispiel einer gelungenen Integration, für deutsche Männer die verbotene, exotische Frucht und für deutsche Frauen der Grund, ihre Haare zu hassen. In einer Kontaktanzeige könnte ich mich als "rassige Südländerin mit feurigem Temperament und einem äußerst gebärfreudigen Becken" beschreiben. Und nein, mein Name bedeutet übersetzt nicht die "unter der Morgendämmerung aufgehende, mit Tau benetzte Sonnenblume von den Hügeln Anatoliens". Mein Name hat keine Bedeutung. Oder er bedeutet zumindest auch nicht mehr als Helga oder Nicole.
... und so beginnt Seite 98.

Es gibt Dinge, die sich nicht nur im Kopf abspielen.Wie die Liebe, Religion oder - die Hingabe zu Schuhen. Schuhe haben eine große Bedeutung in meinem Leben, doch bis dahin war es ein weiter Weg. Niemals hätte meine Mutter uns Kinder erlaubt, mit Schuhen das Haus zu betreten. Noch heute bücke ich mich manchmal instinktiv vor der Haustür meiner deutschen Freunde und sage: "Ich kann die Schuhe auch ausziehen." Es hat Jahre gekostet, diese türkische Angewohnheit abzulegen.

Internet: Zeitvertreib oder -verschwendung?

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Im Chitime Blog läuft gerade eine Diskussion in deren Texten ich mich erschreckend gut wieder finde. Verbringen wir (also diejenigen die dort kommentieren und ich eben auch) nicht eigentlich viel zu viel Zeit im WWW, eigentlich ganz sinn- und zwecklos? Nur um die Zeit totzuschlagen? Zu Hause oder wie jetzt gerade mal wieder im Büro? Dieses obligatorische Abklappern von gewissen Seiten in regelmäßigen Abständen, kenne ich von mir selbst. Eigentlich ist es echt totaler Quatsch, denn da steht innerhalb eines halben Tages in 99% der Fälle noch immer nichts Neues.
Ich bin sicher auch viel mehr online als mir manchmal gut täte (und ein WAP Handy unterstützt das natürlich auch noch) und diese Diskussion dort macht mich ja dann doch etwas nachdenklich. Bin ich auch zu viel online? Verzichte ich dadurch auf andere, bessere Dinge? Seit ich blogge, hat mein Internet-Konsum nicht unbedingt zugenommen (der war vorher schon hoch *g*) sondern es hat sich eben dahin verlagert, dass ich viel Zeit damit verbringe zu bloggen. Wobei ich schon noch den Eindruck hab, dass es keine total sinnlosen Einträge sind, die ich hier mache. Also dass ich mich schon auf das Wichtigste und wirklich Erzählenswerte beschränke. Das war früher auch schon mal anders. Glaube ich ;-)

Mit dem Podcasten gar nicht erst richtig anzufangen war aber sicher auch eine richtige Entscheidung, denn das ist so zeitaufwändig und das hätte sogar ich als Verschwendung empfunden. Warum ich aber meine Langeweile manchmal (zu oft?) damit vertreibe mich im Internet herumzutreiben ist nach wie vor die Frage. Ich könnte ja auch ein gutes Buch lesen. Ich lese viel wenn ich im Zug sitze und zu Hause abends dann manchmal eben gar nichts mehr, sondern hocke vorm PC. Auch bescheuert. Dafür schaue ich aber nur ganz ganz wenig TV, was ja auch für viele nur ein Mittel ist um Zeit totzuschlagen. Was aber natürlich noch immer kein Argument dafür ist, die Zeit selbst im WWW totzuschlagen.

Herrje, da hat die Chikatze mit ihrem Text ja was angerichtet...
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