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8
Mai
2006

Kryptik XVIII

abgelegt unter: Kryptik

Es gibt viele viele viele Möglichkeiten, Zeit totzuschlagen. Die, mit der ich gerade die letzte Stunde gekillt hab, gehört sicher zu den bescheuersten. Könnte schon längst im Bett liegen. Typisch!

Chris Martin

abgelegt unter: Mediales

Es mag sein, dass er tolle Texte schreibt und den Sound der Band finde ich eigentlich auch noch ganz ok. Aber wenn ich diesen Typen singen höre - und dann noch so eine ruhige Ballade wie "Fix You" (die lief gerade kurz bei last.fm)- zieht's mir jedes Mal die Schuhe aus. Wie können Millionen von Menschen dieses Genöle ertragen? Mehr als das... auch noch gut finden?!?!? HILFE :-)

Erschreckende Medienmacht der BILD

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Ich geb zu, auch ich habe - nicht unbedingt in der BILD Zeitung, aber - in allen anderen möglichen Medien das Thema "Ströbele fordert eine türkische Version der Nationalhymne" verfolgt. Fand diesen Vorschlag von ihm auch ziemlich bescheuert aus vielen Gründen und hab ihn als sehr linken Spinner abgetan. Asche auf mein Haupt! Denn wenn ich als Parteifreundin schon so über ihn denke, dann kann man vielleicht erahnen, wie negativ ihm andere wegen dieser Geschichte gegenübertreten.

Via Bildblog hab ich nun die Hintergründe erfahren und ich bin erschrocken. Wieder ein mal. Darüber wie wenig die BILD Zeitung und andere Boulevard Medien recherchieren. Welche Kampagnen sie fahren. Wer sich alles vor ihren Karren spannen läßt. Und wie sehr auch ich noch immer drauf reinfalle.

Die Fakten bitte, bitte, bitte alle bei Hans-Christian Ströbele nachlesen.

Zurück in den Alltag

abgelegt unter: Kranken-Akte

Letzte Nacht habe ich wohl endlich mal mein Schlafdefizit der letzten zwei Wochen etwas ausgeglichen. Höchste Zeit. Ich war am frühen Abend schon total fertig und lag ungelogen um 21.30 Uhr im Bett und hab - und das war ja das Wunderbare - relativ problemlos bis morgens um 7 Uhr durchgepennt. Allerhöchste Zeit.
Jetzt hat mich seit heute auch der Alltag allmählich wieder. Die Finger sind noch unverändert lahm, das Kompensieren klappt bzw. manches muss oder sollte ich echt noch sehr einschränken. Hab heute schon wieder zu viel getippt, ich merk's. Die ersten beruflichen Telefonate hab ich auch schon geführt, ein klein bisschen was gemacht, morgen fahre ich dann auch zum ersten Mal seit zwei Wochen wieder ins Büro. In Job #2 steht auch einiges an. Alltag eben.
Die OV Sitzung heute Abend schwänze ich aber guten Gewissens auch noch. Werde mich stattdessen wohl vor den Fernseher knallen. In den letzten zwei Wochen war ich viel zu hibbelig um mich 90 Minuten auf einen Film konzentrieren zu können. Wäre keine Entspannung gewesen. Entspannen kann ich wirklich doch am besten beim Lesen und das hab ich in dieser Zeit ja exzessiv getan *seufz* :-)

Gelesen: Jane Eyre (Charlotte Bronte, 1847)

abgelegt unter: Mediales

Hach! Und noch mal "Hach!" So ein toller Roman. Auch wenn ich zugeben muss, dass 150 Jahre altes Englisch sich manchmal schon arg anstrengend liest. Aber über gewisse Detailbeschreibungen konnte ich dann auch problemlos hinweglesen :-). Komischerweise liest es sich - fande ich - viel leichter als Jane Austen und die lebte auch nicht so wahnsinnig viel früher. Egal. Ich hatte vor 20 Jahren mal eine sehr vereinfachte deutsche Übersetzung von Jane Eyre gelesen und wusste noch so dunkel um was es geht und wie es endet. Das hat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, im Gegenteil.
Gerade wenn man auch den historischen und biografischen Hintergrund kennt, kann man nur voller Bewunderung den Hut ziehen vor Charlotte Bronte, die so eine emanzipierte, intelligente, liebenswerte, leidenschaftliche Heldin geschaffen hat, mit der man mitlebt leidet, fiebert, freut und vor allem liebt. Gerade dieses Gefühlschaos, das Jane Eyre durchlebt, aber auch mit welcher Deutlichkeit sie das so empfindet und ihre Entscheidungen trifft und auch darunter leidet, haben mich einfach total überrascht.
Natürlich ist das alles eine große unrealistische Romanze, aber ich empfand es nie als zuckersüß oder kitschig oder so, mich hat dieses "Sich Verlieben" auf beiden Seiten und auch die Wortgefechte, die sich die beiden diesbezüglich liefern, einfach nur unglaublich gerührt. Und ich war echt traurig, dass ich mich am Ende von dem doch so glücklichen Paar verabschieden musste. Wirklich, ganz ganz große Klasse!
So beginnt die Geschichte...

There was no possibility of taking a walk that day. We had been wandering, indeed, in the leafless shrubbery an hour in the morning; but since dinner (Mrs Reed, when there was no company dined early) the cold winter wind had brought with it clouds so sombre, and a rain so penetrating, that further outdoor excercise was now out of question.
...und so beginnt Seite 98.

"I'll see it carried into your room," she said and bustled out.
"She treats mie like a visitor", thought I. "I little expected such a reception; I anticipated only coldness and stiffness: this is not like what I have heard of the treatment of governesses; but I must not excult too soon."

Musik - via Last.fm: It's A Shame - Anouk

Gesehen (Kino): Das geheime Leben der Worte

abgelegt unter: Mediales

Ich könnte jetzt - wieder mal - sagen: Ich bin einfach ein Mainstream-Kino - Typ und kein Programmfilm - Gucker. Aber das wäre zu einfach. Ich hätte den Film auch komisch gefunden, wenn er kein "Programmfilm" Film gewesen wäre. Es passierte einfach zu wenig. Die handelnden Figuren standen alle so vereinzelt für sich und es lief alles so nebeneinander her. War vielleicht so beabsichtigt, hat mir aber so oder so mißfallen.
Hannas "Geheimnis" kam mir dann auch zu unvermittelt und war mir auch einfach zu krass, zu gewaltig, zu schockierend, weil der Film in keinster Weise darauf vorbereitet. Vermutlich war auch das beabsichtigt, aber bei mir löst so etwas eher eine ablehnende Anti-Haltung aus.
Mir war das alles am Ende - vor allem die Szenen in Kopenhagen - zu sehr auf "wichtige Botschaft" angelegt und zu sehr der erhobene mahnende Zeigefinger. Ich weiß nicht ob es an diesem Film lag oder einfach daran, dass Film vielleicht für mich persönlich nicht das bevorzugte Medium für eine solche Botschaft ist. Dabei können Bilder und gesprochene Sprache eigentlich ja unglaublich viel bewegen und erzählen. Aber Geschriebenes berüht mich - warum auch immer - meist doch noch mehr. Also irgendwie war das nicht mein Film. Auch wenn er gut gespielt war und beim "Ich lerne schwimmen, ich versprech's" war auch ich natürlich hin und weg, ich geb's zu :-)

Musik - via Last.fm: The Last Laugh - Mark Knopfler

Kryptik XVII

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