Gestern hab ich bei meiner Mom kurz durch die Bild am Sonntag geblättert, direkt auf Seite 2 gibt es ein kurzes Interview mit Christian Wulff anläßlich seiner (Auto-?) Biografie. Als er 15 war, wurde bei seiner Mutter Multiple Sklerose diagnostiziert, die Eltern waren geschieden, es ging um Sorgerechte und Vormundschaften, was weiß ich. So genau hat's mich nicht interessiert. Christian Wulff ist - wohl auch aus diesem Grund - Schirmherr der
Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Ehrt ihn. Als ich aber diese Krankheit - von ihm selbst so gesagt oder von der BamS so verkürzt und von ihm unwidersprochen - auf Folgendes reduziert sah (die genaue Formulierung weiß ich nun nicht mehr), ging mir echt die Hutschnur hoch.
MS ist eine chronische Entzündung des Nervensytems, die zu schwerer Pflegebedürftigkeit führt.
Da ist es wieder, das große schwarze an die Wand gemalte Gespenst. Natürlich KANN es so laufen und es tut mir leid für ihn und seine Familie, wenn es in seinem Fall der Fall war. Aber es gibt so unglaublich viel mehr Fälle in denen es bei weitem nicht so schlimm verläuft und diese Pauschalisierung nervt mich einfach extrem.
Erinnert sich übrigens noch jemand dran, dass Howard Carpendale vor 2-3 Jahren auch mal als "todgeweihter" MS Patient durch die Gazetten geisterte? Aber der erfuhr dann wohl eine Wunderheilung. Aber genug davon, ich merke, ich fang an, mich mehr aufzuregen als mir gut tut. Außerdem ruft die Arbeit. Noch nicht laut, aber doch irgendwie hörbar.