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11
Mai
2006

Gelesen: Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens (Sarah Kuttner, 2006)

abgelegt unter: Mediales

Ich mag Sarah Kuttner. Ich schaue ihre Show zwar so gut wie nie, aber wenn ich sie in ihrer Show oder sonst irgendwo mal im Fernsehen sehe, bleibe ich meistens hängen und fühle mich gut unterhalten. Nun also mal in Interviews und Kolumnen aus den Jahren 2004/05. Mir haben die Texte eigentlich ganz gut gefallen. Thematisch war es nicht immer mein Fall, aber es gab auch nichts was ich total blöd gefunden hätte. Vieles war schon ganz unterhaltsam und einiges wirklich ganz großartig.

Zum Beispiel damals aktuell über die Tsunami-Berichterstattung...

[....] Braucht ein hanebüchener RTL-Bericht über die Ausmaße der Katastrophe tatsächlich Zeitlupen und unterlegte Synthie-Streicher? Muss eine frisch in den Big-Brother-Container eingelieferte Dampfnudel, die sich um Unglückszeitpunkt vor Ort aufhielt, tatsächlich einen weiteren sinnlosen Augenzeugenbericht abliefern? Ich glaube, in einer Welt, in der die Anteilnahme von Menschen noch durch Zeitlupen und Synthie-Geiger potenziert werden muss, wird gerade nicht allzuviel besser.
... oder ein klasse Text übers Erwachsenwerden mit der schönen Erkenntnis

Ich fang offenbar an, anzuerkennen, dass das Heute eine tolle Sache ist, dass man dem Morgen aber auch nicht absprechen sollte, morgen ein Heute sein zu dürfen.

Peinlichkeiten im Alltag

abgelegt unter: Kranken-Akte

Meine momentane (fein)motorischen Einschränkungen sieht man mir - zum Glück - auf den ersten Blick nicht an. Es reicht mir schon, dass ich mich - für meinen Geschmack - viel zu langsam durch die Welt bewege. Wobei sich das schon wieder normalisiert hat. Soweit das bei dem Wetter geht.
Es gibt aber immer noch Momente und es wird sie vermutlich noch eine ganze Weile geben, in denen mir diese Störungen echt unangenehm sind. Wenn mir die Kassiererin das Wechselgeld nicht in meine ausgestreckte Hand legt, sondern eben (vorschriftsmäßig?) in diese Einbuchtung auf diesem Plastikteil an der Kasse. Und den Bon möglichst noch oben drauf. Und dann stehe ich da und muss mit sehr lahmen Fingern und vor allem komplett gefühllosen Fingerkuppen Cent-Stücke einsammeln und in meinem Portemmonaie verstauen. Klappt nie auf Anhieb. Ich vermeide jeglichen Blick zur Kassiererin oder den Kunden in der Schlange hinter mir und bin heilfroh, wenn ich den Betrieb nicht allzu lange aufhalte. Und dann muss ich erst noch meine Einkäufe einpacken. Das zumindest klappt meist besser. Aber die sind schließlich auch handlicher.
Im Prinzip sollte mir das alles total egal sein. Dann brauch ich an der Kasse halt mal länger. Na und? Ich weiß ja woran es liegt. Die anderen aber nun mal nicht. Und die denken sich vielleicht sonst was. Oder auch gar nix, aber genervt sind sie sicher. So wie ich es an ihrer Stelle auch wäre. Vermutlich ist es mir aus genau diesem Grund immer so unangenehm.

Musik: Sunday, Bloody Sunday - U2

Freie Sitzplatzwahl?

abgelegt unter: Gemischte Tüte

Was geht im Kopf einer jungen Frau vor, die sich morgens früh, wenn hunderte oder besser gesagt tausende von Berufspendlern den Essener Hbf bevölkern, in Seelenruhe unten auf die Stufen der Treppen zu einem der am meisten frequentieren Gleisen setzt. Und eine Zeitschrift liest.

Musik: Aurelie - Wir sind Helden

Online Banking für Linkshänder

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Mein Online-Banking hat seit zwei Tagen eine neue Optik, die mir auch ausgesprochen gut gefällt. Freundlicher. So wie Frühsommer. Schön. Dass sich der Abmelde Button nun aber links oben statt rechts oben befindet, irritiert mich nach wie vor. Und dabei sortiere ich mir auf meinem Desktop alle wichtigen Verknüpfungen auch genau dorthin. Linkshänder Angewohnheit halt. Aber dass mir eine Website so entgegenkommt, bin ich einfach nicht gewohnt...

1822direkt Online Banking - Demo Zugang

Musik: La camisa negra - Juanes

Lipase

abgelegt unter: Kranken-Akte

Hier das Rücksprache-erforderliche Ergebnis meiner Blutwerte: Mein Lipase Wert war/ist erhöht. Ahja. Die Mitarbeiterin, die ich diesmal an der Leitung hatte, wusste immerhin sofort wer ich bin und dass der Neuro sich die Werte inzwischen angeguckt hatte und aber auch gesagt hat, dass das nichts Beunruhigendes ist. Könnte bei einer Cortison Therapie passieren, wäre nicht weiter schlimm. Na, wenigstens etwas. Ansonsten hab ich weiterhin den Eindruck, dass es Schrittchen für Schrittchen besser wird. Hoffentlich bleibt's dabei. Und dass ich am Dienstag direkt noch mal zum Zahnarzt muss, stört mich dann auch nur noch bedingt.

Ich tippe, also denke ich ?

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Im Handgelenk zieht's schon wieder ziemlich, menno. Aber was soll ich denn machen? Wenn ich im Büro 'nen Text schreiben muss, dann muss ich ihn schreiben. Sonst könnte ich ja gleich noch eine Woche krankgeschrieben zu Hause bleiben. Klar könnte ich die linke Hand komplett stilllegen und mühsam im 5 Finger Such System tippen. Aber das wäre nicht nur mühsam, sondern so kann ich einfach nicht arbeiten. Nicht schreiben. Nicht denken und formulieren.

Die letzten zwei Wochen haben es mir so deutlich wie noch nie vor Augen geführt. Eine Tastatur als Eingabe-Gerät und ein PC als Speicher- und/oder Kommunikationsmedium ist für mich ein fast unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens.
Ich schreibe lieber als ich rede. Ich schreibe besser als ich rede. Ich schreibe sicherer als ich rede. Vieles entsteht in meinem Kopf erst während ich es in die Tastatur hacke und die Gedanken sich für mich lesbar auf dem Bildschirm zeigen. Ich überlege nicht erst im Kopf, was ich ausdrücken will und tippe es dann aus meinen Gedanken ab. Ich tippe. Und dadurch denke ich. Ist das noch normal? Keine Ahnung. Für mich auf jeden Fall irgendwie schon.
Und es ist ja nicht so, dass ich nicht denken kann, ohne es direkt irgendwo hinzutippen. Aber im Großen und Ganzen läuft es oftmals genauso. Und es läuft auch nur mit der Tastatur so. Handschriftlich geht das irgendwie gar nicht. Ich schreibe aber am PC auch viel schneller als mit der Hand. Meinem Denk-Tempo entsprechend. Und da nervt es einfach wenn die Hand nicht so will und kann wie sie soll.

Summer in the city

abgelegt unter: Arbeitswelt(en)

Ohje, ohje. Ich hoffe wirklich mich haut im Moment in erster Linie das Cortison noch so um. Denn sonst hab ich in den nächsten Sommermonaten hier in diesen Büro-Räumen nicht viel Spaß. Geschweige denn, könnte ich effektiv arbeiten. Fenster auf Kipp, Straßenlärm, Tür zum Flur geöffnet für ein bisschen Durchzug - wie gut, dass hier oben im 3. Stock wirklich wenig Leute vorbeilaufen *g* - Ventilator läuft auch. Aber ich bin trotzdem fertig mit der Welt. Ich sehe mich demnächst schon einen zweiten Ventilator für den Tisch kaufen bzw. spätestens wenn ich irgendwann mal ein eigenes Büro hab, muss einer her.
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