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23
Mai
2006

Meine politische "Karriere"

abgelegt unter: Volksvertreterin

Wenn ich mal so zurückblicke, hat sich doch so einiges getan in den letzten Jahren. Irgendwie bin ich da echt reingestolpert :-)

seit Sommer 1998: Mitglied bei „Bündnis 90/Die Grünen“
Den Wechsel will ich - wenn schon nicht als aktive Wahlkämpferin, dann doch zumindest als zahlendes Mitglied – unterstützen. Lange Zeit war ich dann „Karteileiche“ in meinem Ortsverband. Währenddessen allerdings immerhin

09/1999: Grüne Direktkandidatin in einem Wahlbezirk bei der Kommunalwahl
Die Grünen müssen immer 21 Direktkandidaten für die Wahlbezirke zusammenkriegen. Da wird JEDER gefragt. Es sind letztendlich nur Zählkandidaten. Ich hab mich dazu bereit erklärt, klar. Bin aber dennoch noch immer nicht aktiv geworden.

Jahr 2002: Erste berufliche Erfahrungen (Praktikum, Honorarvertrag, Aushilfe etc) in verschiedenen Bereichen im Politikgeschäft.

Dabei die Erkenntnis, dass das (auf Dauer) nichts ist, mit dem ich mein Geld verdienen möchte [Anm. So kann man sich täuschen *g*] Daraus wächst aber ebenfalls die Idee, dass gerade die konkrete lokale Ebene vielleicht eher mein Ding ist.

02/2003: Beginn meines aktiven Engagement in meinem Orstverband (OV)

Auslöser ist die Unterstützung der „Hamburger Erklärung“ (Protest gegen den Irak Krieg). Da MUSSTE ich einfach mitmachen

seit 04/2003: Webmasterin des OVs, Vertreterin in der Projektgruppe „Flächennutzungsplan“


09/2004: Grüne Direktkandidatin in einem Wahlbezirk bei der Kommunalwahl, Nr.5 auf der Liste.

Der OV hätte mich gerne auch weiter vorne auf die Liste gesetzt, so dass ich sicher in den Rat komme, weil wir mit 2-3 Mandaten rechnen (drei werden es auch). Ich hab das abgelehnt, weil ich es mir damals noch nicht zugetraut habe und meine berufliche Situation auch so unklar war und ich nicht wusste, ob ich überhaupt hier in der Stadt wohnen bleibe.

Seit 10/2004: Grüne Sachkundige Bürgerin im Planungsausschuss.
Eine von fünf Frauen neben 16 Männern. Einziges Grünes Mitglied. Somit meist die einzige Frau, die überhaupt was sagt. Bei den anderen Fraktionen reden halt immer die Sprecher, das sind immer Männer.

Seit 22.05.2006: Vorstandssprecherin des Ortsverbands
Gestern war unsere Jahreshauptversammlung und dort wurde unter anderem der gesamte vierköpfige Vorstand (2 Sprecher/innen, 1 Beisitzer/in, 1 Kassierer/in) neu gewählt. Der Vorstand war in den letzten zwei Jahren eigentlich nicht präsent, aus unterschiedlichen Gründen, was aber die politische Arbeit und das Miteinander doch erheblich erschwert haben. Ich hab in dieser Zeit gemeinsam mit der Kassierin und dem Fraktionsvorsitzenden viele Dinge organisiert und entschieden. Letzte Woche dachte ich dann so: Du machst eh schon vieles was eigentlich ein Vorstand macht. Dann kannst du das Amt auch offiziell übernehmen, gerade weil der eine Sprecher eh nicht mehr kandidieren wollte.
Gewählt wurde ich – bei einer Enthaltung – einstimmig, während die zweite Kandidatin für den andere Sprecher Posten immerhin eine Gegenstimme erhalten hat. Da sind sie schon direkt wieder, die Animositäten gewisser Leute gegeneinander. Ich hoffe, ich kann da dann in Zukunft als Puffer zwischen diesen Leuten arbeiten, weil ich eigentlich mit allen gut auskomme. Zumindest mit den wichtigen Leuten *g* Das war auf jeden Fall auch einer meiner Beweggründe diesen Posten überhaupt anzustreben.

Jetzt bin ich echt mal gespannt auf die nächsten Monate (und Jahre) Ich glaube es kann schon echt ganz spannend werden. Und bereichernd. Und lohnend. Und lehrreich. Einfach noch aktiver in gewisse Entscheidungsprozesse eingebunden zu sein. Mehr Entscheidungsfreiheit zu haben bei bestimmten Dingen. Mehr Verantwortung übernehmen zu können. Oder auch zu müsen. Mehr Abstimmungsbedarf. Mehr Kompromisse machen und aushalten (müssen). Sich noch mehr und noch verantwortungsvoller mit den Meinungen und Persönlichkeiten der anderen Aktiven in unserem OV auseinandersetzen zu müssen. Diese Meinungen und Persönlichkeiten aber auch miteinander in Einklang zu bringen.
Ich glaube, aus all dem kann ich echt nur jede Menge lernen. Für mich und über mich. Und für und über meinen Umgang mit anderen. Von der eigentlichen politischen Arbeit, die ich inzwischen generell gerne mache, ganz zu schweigen. Ich freue mich drauf...

Herbst 2006 (??): Grünes Ratsmitglied ???
Wie war das noch mit Trennung von Amt und Mandat *g*? Deswegen übrigens auch die eine Enthaltung bei der Wahl...

Shop till you drop

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Normalerweise bin ich gar nicht so. Ich gehe selten Klamotten kaufen. Oder zumindest nicht regelmäßig und dann auch noch ausdauernd. Mag daran liegen dass es mit meiner Kleidergröße (X)XL generell nicht so einfach ist, die "richtigen" (schön und bezahlbar) Klamotten zu finden. Es gibt ein paar Läden, darunter eben auch die entsprechenden Abteilungen in den Standard-Kaufhäusern, C&A und so. Dort gibt es so was nämlich auch seit einigen Jahren. Und gestern hab ich dann also schon das erste Mal seit langer Zeit mal wieder zugeschlagen. Drei Tops, eine Bluse, eine Jeans, eine Hose. Wenn schon, denn schon.

Heute war ich nach der Arbeit in Essen bei H&M. Da wollte ich eigentlich nur mal gucken... *g* Ich konnte ja nicht ahnen dass die gerade ziemlich viel reduziert haben oder bei den Leinen-Klamotten eine "2 für 1" Aktion. Erfolgreiches Einkaufen, aber leider hab ich auch mal wieder deutlich vor Augen geführt bekommen, dass dringend ein paar Kilo runter müssen. Ok, ich hätte mit dem Kauf natürlich auch warten können bis mir die Größe wieder passt, die mir vor einiger (längerer) Zeit mal gepasst hat *g*. Aber wer weiß, ob ich da bald wieder hin komme... und ein paar neue Klamotten für den Sommer brauchte ich nun mal. Die Ausbeute heute übrigens: zwei Hosen und eine Bluse. Die Gesamtsumme der Klamottenkäufe der letzten 30 Stunden behalte ich besser mal für mich *schäm*

Musik: Original Sin - INXS

Zwischen den Stühlen

abgelegt unter: Arbeitswelt(en)

So schön und wegen der Synergie-Effekte eigentlich auch sehr sinnvoll es für beide Seiten - sprich zwei verschiedene Arbeitgeber, die aber viel miteinander zu tun haben - auch ist, dass sie sich eine Mitarbeiterin - sprich mich - teilen. So unangenehm ist es für mich dann aber immer, wenn es zwischen den beiden Chefs Meinungsverschiedenheiten gibt.
Wenn z.B. Chef #2 der Meinung ist, dass er bei bestimmten Themen und Projekten mehr in die Entscheidungen von Chef #1 einbezogen werden müsste. Denn ICH höre Chef #2 dann am Telefon "So geht's ja nicht "etc schimpfen. Irgendwie hat er auch ein bisschen Recht damit.
Um des lieben Friedens willen kann ich dann immer direkt Chef #1 anrufen und - mehr oder weniger durch die Blume- sagen, dass er doch am besten bald mal Chef #2 anrufen sollte um dieses oder jenes Thema zu besprechen. Während ich andereseits Chef #2 aber natürlich sagen muss, dass er natürlich Recht hat mit seinem Unmut. Was er auch hat, kein Frage.
Angenehm ist dann allerdings immer, dass Chef #1 das alles relativ entspannt und gelassen sieht und auch kein Problem damit hat, dass bald mal mit Chef #2 zu klären und ihn auch mehr mit einzubinden. Hoffe ich zumindest :-)

Warum dann aber nicht gleich so? Warum muss ich solche Nachrichten überbringen? Irgendwie ist das echt immer wieder eine bescheuerte Situation. Total zwischen den Stühlen eben.
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