abgelegt unter: Maschendrahtzaun
Gut drei Wochen lang war von ihm nichts zu hören oder zu sehen. Ich war begeistert. Bei jedem anderen Menschen hätte ich vielleicht angefangen mir Sorgen zu machen, wenn er/sie so ohne Ankündigung für drei Wochen "verschwindet". In diesem Fall war ich einfach nur froh über meine Ruhe.
Ruhig ist es im Moment auch noch. Aber wenn auf einmal auf der Wiese vor seiner Terasse seine Plastik-Gartenmöbel im Regen stehen, dann ist das für mich ein sicheres Zeichen dass er wieder zurück ist. Mal abwarten, wie lange es dauert, bis wieder ein dumpfer Rhythmus durch die Wände wummert.
Fr, 26.05.06, 22:00 Uhr
abgelegt unter: Nachgefragt
Das Schöne an den DFF ist das Publikum aus verschiedenen Bereichen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, es würden zu einem großen Teil Anhänger der eher technischen und internetworkenden Fraktion mitmachen. Aber wie Kommentare und Referer zeigen, sieht die Entwicklung Gott sein Dank anders aus.
So erlaube ich mir einfach mal ein paar Schlagworte aus dem vergangenen Jahr in die Menge zu werfen um mal zu sehen, welche Themen es aus den Laboren bis in die richtige Welt schaffen.
1. Was verstehst du unter WEB2.0?
Ich wollte schon immer mal irgendwo nachschauen, was DAS eigentlich sein soll ;-) Ich persönlich definiere es wohl als die neueren Möglichkeiten im Web, Blog, Podcast, Videos etc. Aber vermutlich ist es was ganz anderes...
2. Was sagt dir der Begriff “Folksonomy”?
Gar nix.
3. Sind dir im vergangenen Jahr Veränderungen in Internet aufgefallen? Welche? Vielleicht ein paar Beispiele?
Blogs sind das eine, sehr positive. Negativ aufgefallen ist mir vor allem die vermehrte Werbung überall und der vermehrte Einsatz von Flash-Plugins oder Videos oder so Zeugs. Ich gehöre zu den Nutzern für die das Internet in erster Linie auch ohne bewegte Elemente auskommt..
4.Was verstehst du unter einer barrierefreien Internetseite?
Eine Internetseite die für alle Menschen gleichermaßen nutzbar ist, d..h. Auch für Menschen mit Sehstörungen, Blinde, Hörgeschädigte usw.
5.Weißt du was Webstandards sind?
Dunkel. Aber an eine Definition wag ich mich mal lieber nicht.
Jetzt gehe ich bei Wikipedia erst mal die Begriffe nachschlagen :-)
Nachgefragt von den freitäglichen fünf
Fr, 26.05.06, 20:11 Uhr
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abgelegt unter: Mein Leben & ich
Bis auf das Versenden einer Pressemitteilung für Job #2 heute früh und bis auf eine Ladung Wäsche, hab ich den heutigen (Urlaubs-)Tag ziemlich vertrödelt. Und irgendwie ärgert mich das. Ein bisschen in der Blogosphäre unterwegs gewesen, das LOST Finale geschaut und dann bei Bruder #3 diverse mir noch fehlende Folgen zum Download eingestellt. Eine Reihe von Dateien von dem einem PC auf den anderen kopiert. Bruder #3 dazu angetrieben endlich mal die notwendigen Treiber und Programme auf seinem 2. Rechner zu installieren, damit ich endlich wieder DVDs brennen kann. Das dann aber doch nciht angefangen, weil es auf einmal schon so spät war. Wie kam das denn?
Ein bisschen ärgere ich mich schon über diese nutzlos verstrichene Zeit. Obwohl so was an einem Urlaubstag schließlich gar nicht weiter schlimm ist. und was soll man bei DEM Wetter auch sonst machen. Lebensmittel einkaufen wollte ich eigentlich, aber bei dem Wetter hab ich auch gerne drauf verzichtet. Und normalerweise hab ich auch gar kein Problem damit einen Tag zu vertrödeln. Aber irgendwie nicht SO :-) Jetzt werde ich mich erstmal mit Zeitung, Buch und Schoko-Cappuccino gemütlich in meinen Sessel zurückzuiehen. Das nenne ich dann mal sinnvoll "genutzte" Zeit.
Musik: No Bravery - James Blunt
Fr, 26.05.06, 19:07 Uhr
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abgelegt unter: Mein Leben & ich
1. Ich lese keine der sogenannten A-Blogger. Zumindest nicht regelmäßig. Wenn überhaupt, dann nur zufällig, wenn ich mal irgendwie über einen Link hin finde oder sonst wie über einen interessanten Artikel stoße. Es ist gar nicht mal so, dass ich diese "A-Blogger" bewusst boykottiere. Ein Verhalten, was ich noch viel albernerer finden würde. Denn wer bitteschön legt überhaupt fest, wer A-, B- oder C-Blogger ist? Und es wird schließlich niemand gezwungen irgendwen oder -was zu lesen.
Ich lese, was mir inhaltlich und sprachlich gefällt. A-Blogger gehören scheinbar nicht dazu. Keine Ahnung warum. Somit laufen wohl auch einige der "wichtigen" (wobei ja alles relativ ist *g*) Diskussionen an mir vorbei. Ich krieg's einfach nicht mit, weil ich mich nicht in den "richtigen Kreisen" bewege. Wie auch so manchmal im wahren Leben.
Finde ich das nun tragisch? Hab ich was verpasst? Nee. Im Gegenteil. Jetzt rückblickend und mit dem nur sehr unvollständigen Blick auf's große Ganze finde ich es zwar ganz amüsant. Ich bin aber auch ganz froh, dass ich meine Zeit nicht mit dem Lesen oder Kommentare schreiben verschwendet habe. Es geht mir alles echt so am A***** vorbei.
2. Ich lese prinzipiell keine Blogs, in denen alles klein geschrieben wird. Da können die Texte noch so interessant sein oder beim ersten Überfliegen interessant erscheinen. Ich finde es einfach viel zu mühsam zu lesen. Ich verstehe auch nicht, warum man als Autor/in seinen Lesern so eine Unleserlichkeit zumutet. Aber vermutlich bin ich in der Hinsicht einfach zu anspruchsvoll. Oder ich hab schon wieder einen Trend verpasst. Vielleicht ist das Kleinschreiben ganz hip und cool und man zeigt damit, dass man... ja, was ist man? Keine Ahnung. Ich will es weder wissen noch will ich es sein. Mir ist Sprache viel zu "heilig", um sie durch einen solchen Schreibstil dermaßen zu verhunzen.
3. Besonders lustig finde ich es, wenn sich in den Kommentaren von Blog A fast ausschließlich Blogger B zu Wort meldet um A zuzustimmen und zu unterstützen. Und umgekehrt das gleiche Spielchen in Blog B. Eine neue Definition von Selbstreferenz. Aber lustig.
Fr, 26.05.06, 12:24 Uhr
abgelegt unter: Mediales
Eins der wenigen Bücher, die Elke Heidenreich so hoch gelobt hat - immerhin gehört es zur Brigitte Edition - und die mich total enttäuscht haben. Ich fand es sehr anstregend zu lesen, zum einen was den Stil und die Sprache und zum anderen die Geschichte an sich angeht. Ich hab zu keiner Zeit größere Sympathien für eine der beiden Hauptfiguren entwickelt. Ich fand's einfach mühsam und verstehe inzwischen auch gar nicht mehr, warum ich es nicht doch nach dem ersten Drittel oder spätestens der Hälfte einfach aufgegeben hab. Stattdessen habe ich es oft tagelang einfach liegen lassen, was ich sonst auch nie mache. Deswegen hat das zu Ende lesen auch so lange gedauert. Das war das erste Buch, das ich von Updike gelesen hab und ich glaube, es wird für lange Zeit auch erst mal das letzte sein.
So begint die Geschichte...
Der König war erzürnt. Seine Tochter Gerutha, kindlichrundliche sechszehn Jahre alt, hatte Widerwillen bekundet gegen die Vermählung mit dem Edelmann seiner Wahl, Horwendil dem Jüten, einem bulligen Recken, der in jeder Weise geeignet war, wenn Jüten je geeignet sein konnten für die Ehe mit einer seeländischen Jungfrau, die geboren und erzogen worden war im königlichen Schloss zu Helsingör. "Ungehorsam gegen den König ist Verrat", ermahnte Rorik seine Tochter, auf deren zarthäutigen Wangen die Rosen des Trotzes und der Bedrängnis glüten. "Wenn die Schuldige die einzige Prinzessin des Königreichs ist", fuhr er fort, "wird der Frevel zum Vergehen am eigenen Blut."
...und so beginnt Seite 98.
[Das belustigte Spiel ihres Mun]des und ihrer Augen, die unbeschwerte Musik ihrer artigen Stimme, der flüchtige Anblick ihrer bloßen Füße und rosigen Morgenträgheit waren im Liebesnahrung genug; in diesem empfindlichen Stadium an mehr zu denken hätte ihn mit Widerwillen erfüllt. Mit der Liebe war es wie mit den Falken: am besten man ließ sie hungrig.
Fr, 26.05.06, 00:41 Uhr
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