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1
Jun
2006

Gelesen: Gebrauchsanweisung für das Ruhrgebiet (Peter Erik Hilchenbach, 2005)

abgelegt unter: Mediales

Von der "Gebrauchsanweisung für Hamburg" war ich damals etwas enttäuscht, was aber vielleicht auch einfach daran lag, dass mir der Stil des Autors nicht so lag. Denn an und für sich finde ich die Idee und das Konzept der "Gebrauchsanweisung für..." Reihe wirklich gut. Und diese fürs Ruhrgebiet hat mir dann auch in der Tat sehr gut gefallen, weil ich mich in den Geschichten über die Leute und die Region und die Geschichte schon sehr wiedergefunden habe. Und ich meine nicht nur die Nennung der Orte hier direkt in meiner Gegend. Sondern einfach alles. Ein empfehlenswerter "Reiseführer" der anderen Art.
So beginnt die Geschichte...

Tach. Toll, dass Sie sich für das Ruhrgebiet interessieren. Eine gute Wahl. Es ist schließlich schöner als Zürich und Venedig zusammen, und auch wenn Sie noch Wien, Palma und Barcelona draufpacken, wird das höchsten ein Ausgleich in der Nachspielzeit. Die Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und da Sie mich gerade zu Ihrem Auge auserkoren haben - wahlweise auch als Ihre Stimme, Ihr Ort oder was Sie sonst noch so am Körper tragen -, zeige ich Ihnen gern, warum das Ruhrgebiet etwas Besonderes ist.
...und so beginnt Seite 98.

"[Kai] gehse noch im Sonnenstudio oder machse Effekte inne Haare zum Saisonabschluss?"
"Kai geht poppen", meint ein anderer trocken.

Gesehen (Kino): Die Wolke

abgelegt unter: Mediales

Ich war lange Zeit der festen Überzeugung, dass ich das Buch damals auch gelesen hatte und war während des Films ziemlich irritiert, dass ich mich an gar nichts mehr erinnern konnte. So sehr abgeändert konnte sie die Geschichte doch auch nicht haben. Erst heute im Gespräch mit jemandem wurde mir klar, dass ich nicht „Die Wolke“ sondern "Die letzten Kinder von Schewenborn" gelesen hatte. Und das war wirklich heftig für eine 12- oder 13-jährige. Wie auch immer: Der Film "Die Wolke" war nicht weniger heftig, auch wenn einem die wirklich schlimmen Dinge – wie jemand langsam an den Folgen krepiert oder ähnliches - gar nicht gezeigt wurden. Aber es war auch so schon bewegend und berührend und aufrüttelnd genug. Für mich zumindest. Grandiose Darsteller und wirklich auch klasse in Szene gesetzt. Toller Film!
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