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22
Jun
2006

Gelesen: Der Traumhüter (Ronald Reng, 2002)

abgelegt unter: Mediales

Passend zur WM eine Fußballer Biografie. Allerdings eine der ungewöhnlichen Art. Ein Sportjournalist - und zum Teil der Fußballer selbst – erzählt sehr unterhaltsam die Geschichte eines Kölner Torhüters, der über den Umweg einer Kreisliga Mannschaft und der Reserve-Mannschaft von Bayer Leverkusen 1997 auf einmal den Sprung in die englische Premier League schafft. Und nur knapp zwei Jahre später ohne Vertrag in der deutschen Arbeitslosigkeit landet.
Ein wunderbares Buch über das wahrgewordenes Märchen und den scheinbaren Absturz zurück in die "Realität". Es ist mit viel Respekt und Sympathie für Lars Leese, den besagten Torhüter, und alle Beteiligten geschrieben. Es zeigt die vielen vielen Schattenseiten des Traumberufs Profi-Fußballer, aber auch wie ein Mensch doch ganz gut damit und auch mit dem "Absturz" zurecht kommt, wenn man der Realität einfach auch so verhaftet bleibt, wie Lars Leese es auf sehr sympathische Art immer geblieben ist.
Besonders gut gefallen haben mir immer wieder die Schilderungen der so typischen Momente im Sport, bei den Fans, mit den Medien und und und. Und absolutes Gänsehaut-Feeling war die Schilderung des Spiels in Liverpool. Aber vielleicht kann man das nur so nachempfinden, wenn man selbst auch Fan eines Fußball oder Eishockey oder sonst einer Mannschaft ist. Irre!
So beginnt die Geschichte...

18.661 Zuschauer im ausverkauften Oakwell-Stadion in Barnsley warteten darauf, dass es endlich weiterging. Dass Lars Leese endlich seine Schuhe zubekam.
Zum vierten Mal setzte er draußen auf der Ersatzbank nun schon an, zog die Schnürsenkel fest, machte einen Knoten, wickelte die langen Enden einmal um den ganzen Schuh herum und unter der Sohle hindurch, wie das Fußballprofis schon immer, ohne erkennbaren Grund, machen. Dann noch einen Knoten und die Schleife. Daran scheiterten seine zittrigen Hände schon wieder. "Hey, hey! Nimm dir verdammt noch mal Zeit. Ohne dich werden sie schon nicht weiterspielen", rief Danny Wilson, der junge Trainer des FC Barnsley, seinem Ersatztorwart zu. Er wollte beruhigend klingen. Er klang angespannt.

... und so beginnt Seite 98.

[.... als er nach] Middlesbrough reiste. Wenn er die Chance bekäme, würde er nach England wechseln. Es war nicht abzusehen, ob er in Leverkusen viel weiter kommen würde, vielleicht könnte er sich vor Vollborn drängeln, aber an Heinen, der nach eine exzellenten Saison als kommender Nationaltorhüter gehandelt wurde, war kein Vorbeikommen. Daniela hatte ihm gesagt, sie würde überallhin mitgehen.
Als Nächstes lese ich "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" (Francois Lelord, 2002)

ÖBB Online Tickets

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Hab ich was übersehen oder was falsch verstanden? Was genau ist denn nun eigentlich der Vorteil der Online-Tickets? Außer dass man sie eben direkt selbst ausdrucken und per Kreditkarte bezahlen kann. Spare ich damit was im Vergleich zum Ticketkauf am Bahnhof oder im Reisebüro? Das war für mich bis jetzt nicht ersichtlich, weil die Preise, die ich bei der Fahrplan-Auskunft erfahre, eben die fürs Online-Ticket sind.
Erst als ich das Ticket ausgedruckt hatte, hab ich dann gesehen dass unten "Kein Umtausch, keine Fahrpreiserstattung" steht. Und das ist in meinen Augen generell eigentlich erstmal ein gravierender Nachteil, der eigentlich nur dadurch ausgeglichen wird, dass das Ticket eben besonders günstig ist. So wie es z.B. bei der Deutschen Bahn mit den Sparpreisen ist.

Mein erster Auftritt als Ratsfrau

abgelegt unter: Volksvertreterin

Heute war die letzte Ratssitzung vor der Sommerpause. Was also hieß, dass unsere Mandatsträger, die den Rat verlassen, offiziell verabschiedet wurden. Vorher hatten wir alle zusammen einen Pressetermin mit Foto und so. Ich bin echt mal gespannt, wie das dann in der Zeitung zu lesen und zu sehen sein wird. Wehe, der Typ hat was falsch verstanden hatten, denn direkt mit irgendwelchen falschen Infos ins öffentliche Leben einer Ratsfrau zu starten, finde ich, glaube ich, nicht so prickelnd. Aber mal abwarten.

Der erste Satz des Bürgermeisters bei der Ratssitzung galt dann auch noch direkt mir! Ok und meinem Kollegen *g*, der mit mir auf der Besucher-Tribüne saß. Wir wurden aber einfach nur kurz begrüßt und als zukünftige Ratsmitglieder vorgestellt. Und erst dann wurden die anderen beiden verabschiedet. Jetzt ist es echt ernst :-)

Musik: Kein Alkohol (ist auch keine Lösung) - Die Toten Hosen

Ich hab mich verliebt...

abgelegt unter: Mein Leben & ich

...in ein Hotel.

Richtig gelesen, nicht in einem Hotel. Einfach nur in ein Hotel.

Und dann ausgerechnet in so ein schickes, stylishes Design-Hotel. Um die habe ich bisher immer einen so großen Bogen gemacht wie ein Elefant um den besagten Porzellanladen, weil ich immer befürchtet hab, dort genauso zu wirken. Aus dem gleichen Grund mache ich wohl auch meist um schicke nette Männer einen Bogen. So gesehen ist das hier also mal wieder ganz typisch für mich.
Dabei haben mein Hotel und ich uns noch gar nicht kennengelernt. Ich hab durch den Katalog geblättert und dann auch kurz im Netz geschaut und wusste irgendwie: Das ist es! Ok, so machen manche Männer das auch mit ihren Ehefrauen, aber... *g*

Falls ich also wirklich im Spätsommer oder Herbst in diese Urlaubsregion fahre, dann werde ich alles dran setzen, dort unter zu kommen, auch wenn es sicher nicht die preiswerteste Unterkunft ist. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Und damit mir keiner mein Zimmer dort wegschnappt, verrate ich jetzt (auch) erst mal keine Details. Sondern hoffe jetzt erstmal, dass ich Hai_di überzeugen (oder -reden) kann mit mir genau dort hin zu fahren, falls wir den Plan zusammen ein paar Tage weg zu fahren, denn wirklich in die Tat umsetzen.

Auf jeden Fall hat mich diese anfängliche Urlaubsplanung schon wieder dermaßen beschäftigt - alleine schon die Vorfreude und das Ausmalen und und und - dass ich natürlich nur ein paar der Punkte von der "Zu Tun" Liste abgearbeitet habe. Den Rest erledige ich dann halt morgen bzw. am Wochenende.

Musik: Der Tag - Die Ärzte

Unmotiviert

abgelegt unter: Arbeitswelt(en)

Meine "Zu Tun" Liste für Job #2 umfasst immerhin für heute 4-5 Punkte. Damit könnte (und v.a. sollte!) ich dann doch auch irgendwann mal anfangen. Aber ich hab keine Luuuhuuust! So was von keine Lust.

Jetzt gehe ich erst mal kurz ein paar Sachen einkaufen und dann ein bisschen zu meiner Mom quatschen. Vielleich ist meine Motivation heute Nachmittag größer. Hah, wer's glaubt. Aber dann steigt immerhin der Zeitdruck. Den brauche ich wohl leider. Das war schon im Studium damals so.

Lange nicht gesehen ?

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Auf dem Nach-Hause-Weg kam mir vorhin (um 22.15 Uhr) eine "Sandkasten-Freundin" entgegen. Wie man die Kinder von Bekannten der Eltern halt so nennt, mit denen man damals viel zu tun hatte und sich aber seit fast 20 Jahren nur noch auf großen Geburtstagfeiern, Hochzeiten oder der Kirmes begegnet.

Als ich ihre Frage: "Wohin gehst du denn noch so spät abends?" mit einem leicht irritierten "Nach Hause!" beantwortete, fiel ihr dann doch fast die Kinnlade runter. "Seit wann wohnst du denn nicht mehr bei deiner Mutter?" Ach, sind ja nun erst 2,5 Jahre :-)
Wir sind uns in der Zwischenzeit sicher diverse Male begegnet, aber normalerweise reden wir dann eben auch nicht über die eigene Wohnsituation. Wobei sie, glaube ich, sogar zur gleichen Zeit damals umgezogen ist wie ich, weil Bruder #3 und ich ihrem Mann auf einem unsere vielen Besuche in den Baumarkt dort mal begegnet sind. Aber vielleicht haben sie damals auch nur was renoviert.

Schon echt witzig, dass sie das mit meiner eigenen Wohnung gar nicht mitbekommen hat. Einer ihrer Brüder wohnte eine Zeitlang zwischen mir und meiner Mom und dem bin ich dort auf der Straße auch mal begegnet und der hätte das von meinem Auszug also auch wissen können/müssen. Aber vermutlich hat er ihr das nie erzählt. Warum sollte er auch?
Wie ich dann gerade von ihr erfahren hab, wohnt dieser Bruder witzigerweise aber nun auch schon nicht mehr dort. Er wohnt jetzt eine Straße weiter. Kleinstadt eben.
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