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2
Jul
2006

Stöckchen

abgelegt unter: Nachgefragt

Toujours-Moi hat gestern ein Stöckchen in meine Richtung geworfen (und dann heimlich still und leise die '98 ergänzt :-) Danke!) Nachdem ich heute beim Radeln etwas drüber nachgegrübelt habe, sind hier meine Antworten:

1.) Welche 5 Städte/Orte möchtest Du in Deinem Leben auf jeden Fall noch sehen?

Prince Edward Island (Kanada)
Seit ich vor 20 Jahren "Anne of Green Gables" gelesen und danach auch diverse Reiseführer aus der Stadtbücherei ausgeliehen hatte, war das lange Zeit das Traumreiseziel meiner frühen Jugend. Und ich glaube, ich würde es mir wirklich gerne mal anschauen.

New England (USA)

Am liebsten im Indian Summer. Cape Cod, Boston, Vermont, Maine... Ich glaube, das ist soooooo schön.

Neuseeland

War schon immer ein Traumreiseziel von mir. Und seit ich Hai_dis Fotos gesehen habe, erst recht.

Schottland
Edinburgh, Glasgow. Die Highlands. Macbeth Country eben. Stelle ich mehr sehr aufregend vor. Irgendwie.

Norwegen
Wegen der Fjorde. Ganz einfach.

2.) Welche technische Entwicklung willst Du in Deinem Leben unbedingt noch erleben?

Ich klaue mal bei Toujours-Moi: Dass die regenerativen Energien so effizient genutzt werden können, dass sie die Atomenergie und die Abhängigkeit vom Öl überflüssig machen.

3.) Welche technische Entwicklung bisher stellt für Dich die Allerwichtigste dar?
Der Buchdruck. Weil er die Weitergabe von Informationen erleichtert und somit die Welt schon sehr verändert hat. Und ganz persönlich, weil ich mir ein Leben ohne Bücher überhaupt nicht vorstellen kann.

4.) Wenn Du eine historische Person sein könntest, welche wäre das wohl?
Ich mag mir gar nicht vorstellen in einer anderen Zeit gelebt zu haben mit all den Unannehmlichkeiten und Problemen und und und.

5.) Wie definierst Du persönlich die "absolute" Liebe?
Hier gibt es ebenfalls eine nicht sehr einfallsreiche Antwort von mir, aber die Frage ist auch schwer: Absolute Liebe ist bedingungslos. Ohne Wenn und Aber. Und vor allem für immer. Ich glaube, gerade diese zeitliche Komponente ist da für mich wichtig. Absolute Liebe hört nie auf und wird auch nie weniger.

Ich werfe das erst mal nicht weiter, denn ich wüßte im Moment gar nicht an wen...

Nachbar XIV: "Wie heißt du eigentlich?"

abgelegt unter: Maschendrahtzaun

...fragte mich mein Nachbar heute Nachmittag mal, als wir beide draußen auf unseren Terrassen saßen. Das fragt er, nachdem wir nun schon seit 2,5 Jahren Terasse an Terrasse wohnen. Unglaublich. Aber es wurde noch besser: Hintergrund der Frage war, dass er mir bei irgendeinem billigen unbekannten Internet-Radio, das er für sich entdeckt hat, ein Lied gewidmet hat, denn zwei Minuten später kam er wieder raus gerannt und meinte nur: "Hör dir das mal an!" Oh Gott, wie furchtbar. Also nicht dass er irgendwelche Absichten hätte, aber alleine sein Gelaber, mit dem er mich irgendwie beeindrucken will, wie cool und toll er ist und wie er sich mit so was auskennt. Spacko! Dann hat er mir noch sonst welches Zeug erzählt zur WM und so. War erträglich, aber eigentlich wollte ich draußen sitzen und lesen. Nur in Ruhe lesen!
Ich weiß schon warum ich immer noch auf der Suche nach einem Pflanzkasten mit Pflanzgitter bin, den ich dann auf die Ecke meiner Terrasse stellen kann, damit ich ihn nicht mehr sehen muss. Vor allem dann nicht, wenn er eben nicht auf seiner Terrasse sondern der Wiese davor sitzt und somit zwangsläufig in meinem Blickfeld und umgekehrt. Das nervt mich eh, dass er mich und meine Balkontür dann immer so im Blick hat. Ich hab gar keine Sorge, dass er irgendwie im voyeuristischen Sinne gestört ist, aber es nervt mich trotzdem.

Talsperren - Tour

abgelegt unter: Gemischte Tüte

- alle Fotos in voller Größe (640x480) gibt’s durchs einfache Anklicken oder bei flickr -

Als ich heute morgen sogar VOR dem Weckerklingeln wach wurde, hab ich den Wecker direkt ausgestellt, mich umgedreht und wollte weiterschlafen. Ging aber irgendwie nicht. Also doch aufstehen, frühstücken, rüber auf die Hacienda (also zu meiner Mom *g*) und dort mein Rad startklar machen.

Um kurz nach 9 Uhr war ich also unterwegs auf "meiner Talsperren-Tour". Das Schöne an dieser Strecke ist, dass ich sie problemlos abkürzen oder verlängern könnte. Beides sogar in zwei Varianten, je nach Lust und v.a. Fitness.

Nach gut 40 Minuten hatte ich die alte stillgelegte und nun zum Fuß- und Radweg ausgebaute Bahnstrecke im Hasperbachtal erreicht, die sich in angenehm leichter Steigung den Berg hinaufschlängelt. Wunderbar schattig (noch ein Vorteil dieser Strecke).

stillgelegte Bahnstrecke I Hasperbach

Weitere 40 Minuten später (ich hatte die erste Abkürzungsmöglichkeit schon hinter mir gelassen) und schon fast am Ende der Bahnstrecke dann eine kurze Pause mit schönem Ausblick auf die Hügel, die ich gerade erklommen hatte. Aber dann ging's auch schnell weiter... immer noch auf der Bahnlinie.

Belohnende Aussicht I stillgelegte Bahnstrecke II

Nur ein paar Minuten später stand ich dann vor der Wahl: nun schon zurück oder doch die geplante Strecke weiter fahren? Der Magen knurrte schon wieder ein bisschen, aber mit dem Wissen, dass sich vor der höchsten Steigung noch eine Tanke findet, bei der eben auch ich auftanken konnte und weil sich meine Beine wirklich noch ganz gut anfühlten (nix mit Muskelverhärtung in den Waden oder so *g*), bin ich also weiter gefahren. Es gab noch die ein oder andere leichte Steigung und bei jeder dachte ich kurzzeitig: Hätte ich besser mal abgekürzt! Zu spät. Immerhin wurde ich dann mit solchen Aussichten und Abfahrten belohnt.

Belohnende Aussicht II Abfahrt

Leider erkennt man gar nicht wie steil's da runter ging. Aber diese Maximal Geschwindkeit (V MAX) spricht wohl für sich. War für mich an dieser Stelle und überhaupt aber auch neuer Rekord.

neuer Geschwindigkeitsrekord

2,5 Stunden nachdem ich morgens auf ca 130 m über NN gestartet war, hatte ich dann den höchsten Punkt hier in der Gegend erreicht.

442 m über NN Belohnende Aussicht III

Und das ließen mich meine Beine dann doch auch allmählich ein bisschen spüren. Also wurde die eine Verlängerungmöglichkeit auch links liegen gelassen und der normalen Route gefolgt. Und auf der ging's dann eigentlich nur noch bergab. Logischerweise.

Extra fürs Blog *g* hab ich dann noch einen kleinen Schlenker eingelegt, um wenigstens an einem Beispiel zu zeigen, warum diese Tour "meine Talsperren-Tour" heißt, auch wenn ich an den beiden bzw. bei eventueller Verlängerung drei Talsperren gar nicht direkt vorbeikomme. Aber das hier ist die Ennepetalsperre, eine der ältesten in NRW, glaube ich.

Die Ennepetalsperre Enneptalsperre -  Staumauer Enneptalsperre - auf der Staumauer

Über die Staumauer und auf der anderen Seite den Berg hoch und dann auf der Höhe weiter wäre die zweite Verlängerungsmöglichkeit gewesen, aber das mache ich dann eben ein anderes Mal. Diesmal ging's für mich im Tal weiter nach Hause, leider über ein von Jahr zu Jahr immer unbefahrbarere Straße. Vermutlich bleibt mir demnächst gar nichts anderes mehr übrig, als die Tour zu verlängern um diesen Schlaglöchern auszuweichen, denn für einen schmalen Fahrradreifen ist das einfach die Hölle.

Im Ennepetal Schlaglöcher

Auf dem Weg nach Hause hab ich dann kurz in 'nem Döner-Laden halt gemacht um mir eine Salat-Tasche mitzunehmen. Prompt wurde ich von dem Typen hinter der Theke angebaggert. Hilfe! Wenn es wenigstens ein netter Typ gewesen wäre, dann würde ich über so plumpe Sprüche ja gerne mal kurzzeitig hinwegsehen. Aber das war auch noch so ein Schmierlapp!

Richtig heftig in die Beine gingen dann auch noch noch mal die letzten 100 Meter der nun insgesamt ca. 50 km. Den Berg rauf zur Hacienda. Uff! Dann nur noch Duschen, Essen, stundenlang in der Hängematte im Schatten liegen und mich drüber freuen, dass ich durchgehalte habe :-)
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