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21
Jul
2006

Sprachpanscher per excellence

abgelegt unter: Sprachpanscher

Schon seit Tagen klebt der Stickie auf meinem Desktop. Kein richtiger Stickie natürlich, einer der virtuellen. Der vielen, vielen :-)

Ich fürchte es liegt nicht (nur) am Alter der Leute in diesem speziellen Internet-Forum, dass ich dort Sachen gelesen habe wie:

kreatif

oder noch viel schöner:

die zeit verging wie im pflug

Das wurde nur noch getoppt von einem kleinen Werbeposter an einem Computerspiel-Laden im Cinemaxx in Essen. Dort stand folgendes:

Beim Kauf eines Gaming-Bags oder eines PC Spiels gibt es – Gratis! - 2h Gaming dazu.

Da muss man sich eigentlich auch nicht mehr wundern, wenn die Jugend von heute nicht mehr anständig reden und schreiben kann.

Gesehen (Kino): Das Haus am See

abgelegt unter: Mediales

Ich mach's kurz: Flop! Irgendwie. Dabei fing der Film eigentlich ganz nett an. Ich mochte sogar Keanu Reeves in seiner Rolle, was für mich schon viel heißt. Es war ganz süß, witzig und einiges war einfach auch raffiniert inszeniert. Aber irgendwann driften die die Dialoge oder Monologe ab in eine sehr aufgesetzt wirkenden kitschige Ecke. Und dann wurde auch die Story sehr verworren. Und am Ende... Hallo? Das hab ich dann gar nicht mehr verstanden. Und blöd fand ich's außerdem. Alles in allem also... Flop. Eindeutig.

Grey Matter: Das Beste aus dem Writers' Blog

abgelegt unter: Addicted to Grey's

Nach einem kühlen Bad in der Wanne einigermaßen erfrischt, halte ich es dann wohl hier in meiner Wohnung doch wieder ganz gut aus. Vorausgesetzt die Fenster bleiben geschlossen und die Hitze draußen. Ich hab den restlichen Nachmittag damit verbracht mich durch das Blog "Grey Matter" zu lesen und find es echt so genial. Allen Grey's Anatomy Zuschauern, die die 2. Staffel schon kennen, kann ich es also nur ans Herz legen. Natürlich auch allen anderen, wenn es ihnen nichts ausmacht, vorab einiges – vieles eigentlich - von der Handlung schon zu erfahren.
Wie auch immer... Die Einträge sind alle informativ, aber mit großen Vergnügen lese ich vor allem die von Shonda Rhimes, der wir diese grandiose Serie überhaupt erst verdanken, denn sie ist eben "Creator and Writer" und von den Autorinnen Krista Vernoff und Stacy McKee. Denn alle drei erzählen so schön anschaulich, was es heißt ein Drehbuch für eine Serie schreiben zu müssen oder warum manche Dinge in der Serie so passieren, wie sie nun mal passieren.

Stacy McKee zum Beispiel über ihr erstes Drehbuch für die Serie:

I have never been as ridiculously nervous as the moment I handed in my first official draft of "Raindrops Keep Falling On My Head." [....] I was the youngest, least experienced writer on staff at Grey's Anatomy - and this was my very first professional script EVER.
Yeah. I'd group it right up there with that time in third grade when - convinced the math test I was about to take might very well ruin my life - I managed to vomit all over my teacher, my test, AND the cute boy with dimples sitting at the desk right in front of me… (Andrew Montgomery, if you're reading this, I sincerely apologize.)

Oder Krista Vernoff über die schwierige Aufgabe aus einem "Image" dann eine Geschichte zu entwickeln:

When I left the writer's room and went to my office to flesh out that story, my notes said "pregnant burn victim, baby on face." That's it. So the whole best friends having babies together came from many dark hours slamming my head against my keyboard, muttering "heeeeeelp" and "I'm sooo tiiiiired" and "whyyyy meeee" to the bear figurine I keep on my desk which, at three am one particularly horrible night, started to look a lot like it was mocking me and this pathetic notion that I could be a writer for a living…
Und beide sind wirklich gut darin, den Zuschauern, denen die Entwicklung in eine bestimmte Richtung nicht gefällt, klar zu machen, dass es aber genau das ist, was diese Serie ausmacht. Dass die Hauptfiguren, die man alle sehr mag manchmal wirklich Mist bauen. Wie die Menschen im richtigen Leben auch (fast) unverzeihlichen Mist bauen. Große Fehler machen. Die Gefühle anderer verletzen. Oder selbst verletzt werden. So ist es nun mal im Leben. Seriously.

Stacy noch mal dazu:

People hurt their friends. People make decisions they regret the morning after. People do terrible things. Because in the end, we’re all just people. Flawed, confused, irrational, hopeful, looking-for-happiness-and-hoping-we’ll-find-it people trying to figure out our lives one day at a time.
Aber wirklich absolut grandios sind die Einträge von Shonda. Zum einen, weil sie immer wieder erklärt, was selbst ich als Fanfiction Autorin auch erlebt habe: Man kann die Figuren nicht einfach das machen lassen, was man möchte, auch wenn das vielleicht schöner, romantischer oder sonst was wäre.

But it was the truth and I had no choice. [....] People will tell you I had a choice but I didn’t. Really. I promise. I’m sorry. The characters made me do it! I’M SORRY ALREADY!
So ist es leider, auch wenn ich es am Anfang der 2. Staffel nicht so ganz eingesehen hab, denn da war ich auf McDreamy nicht ganz so gut zu sprechen. Aber wie erklärt auch Shonda dazu so schön?

ACHTUNG SPOILER

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I also really wanted to use this episode to give McDreamy a chance to explain why he's waited so long to sign those divorce papers. Here's the thing: Meredith may not understand why he's waited but Derek is a married man and he's a good guy - so he can't sign those papers without really thinking about it first. That was important. In order for McDreamy to be McDreamy, he has to be the kind of man who takes the end of his marriage seriously.
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SPOILER ENDE

*seufz* Und zum anderen finde ich es einfach soooooo süß, wie sehr auch sie selbst als "Creator" an diesem Paar hängt und wie sehr sie möchte, dass sie zueinander finden. Zumindest schildert sie es so. Ob das nun wirklich alles auch so stimmt, mag dahin gestellt sein. Ich möchte es einfach glauben. Und sei's nur, weil ich so Sätze liebe, wie den letzten in diesem Absatz:

And, oh yes, the Mer/Der of it all. I love this couple. LOVE. LOOOOOOVE. I love watching them together. I love imagining what they will say to one another. I love watching McDreamy be McDreamier than I ever McDreamed he could be.
Aber wie oben schon erklärt, selbst sie kann sie nicht einfach so zusammenkommen lassen. Noch nicht zumindest. Im September geht’s mit der 3. Staffel weiter und ich bin wirklich sehr gespannt. Und freue mich schon sehr drauf.

Musik: Try Again - Keane

Hitzewelle

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Titel und Inhalt dieses Beitrags sind inspiriert von Toujours-Moi. Man könnte auch sagen billig abgekupfert, aber zu eigenen geistigen Höhenflügen bin ich momentan auch nicht in der Lage. Ich hoffe sie verzeiht mir. Die Lage hier im Moment:

schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz schwitz*

* Da hilft jetzt nur noch Abkühlung von innen und außen: mit Wassereis in der Hand in eine Wanne mit lauwarmen bis kalten Wasser legen. Und auf Besserung hoffen...

Grey Matter: From the writers of "Grey's Anatomy"

abgelegt unter: Addicted to Grey's

Wenn man gerade keine DVDs gucken kann, weil man im Büro sitzt, verbringt man seine Zeit auf der "Stallwache" *g* halt nicht nur damit zu überlegen, ob der Fotoladen zu Hause auch Schrift auf bunte T-Shirts druckt oder doch nur Grafiken. Was für ein "Seriously." Shirt irgendwo blöd wäre. Dann muss ich mir das wohl doch in einfachem Weiß produzieren lassen. Aber ein Selbstproduziertes muss ich haben. Denn im ABC Shop kaufen ist a) zu teuer und b) haben die meine Größe eh nicht.

Oder man verbringt seine Zeit damit, das Blog der Grey's Autoren zu lesen, in dem seit November - also Beginn der 2. Staffel in den USA - zu jeder neuen Folge ein langer Kommentar des jeweiligen Autors zu finden ist. Und das ist sooo witzig. Und informativ. Und spannend. Und unterhaltsam. Für mich zumindest, die sich eben immer auch ein bisschen für das Geschehen "Hinter der Kamera" interessiert und für Dramaturgisches. Absolut lesenswert und ich werde es jetzt gleich erst mal in meine Blogroll aufnehmen. Und dann die ersten paar Monate ausdrucken, damit ich gleich im Zug was Nettes zu lesen habe.

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich ein Serien-Junkie bin? Ok, hatte ich :-)

Gelesen: The Amateur Marriage (Anne Tyler, 2003)

abgelegt unter: Mediales

Das war mal wieder einer der Romane, wo ich zwischendurch nur gedacht habe: "Wow!" Dabei ist es eigentlich eine ganz alltägliche Geschichte, die in dieser oder ähnlicher Form sicher millionenfach auf der Welt schon passiert ist. Zwei Menschen heiraten überstürzt, merken eigentlich schon bald, dass sie nicht zusammen passen, bleiben aber dennoch zusammen. Wegen der Kinder, wegen der ganzen äußeren Umstände und und und. Als Leser wundert man sich, dass sie es so lange miteinander aushalten, man sieht, was alles schief geht, wie es die ganze Familie beeinflusst. Eine ganz normale alltägliche Geschichte eben. Was dieses Buch aus der Normalität der Bücherwelt herausstehen läßt, ist in meinen Augen einfach, dass es ganz wunderbar erzählt ist. So als wäre man wirklich dabei. Zwischen den einzelnen Kapiteln liegen immer mehrere Jahre und sie werden auch immer aus unterschiedlichen Erzähl-Perspektiven erzählt, was ich eine klasse Idee fand, denn so merkt man erst mal, wen dieses Drama in welcher Weise beeinflusst. Wirklich großartiges Buch. Ich war begeistert.
So beginnt die Geschichte ...

Anyone in the neighborhood could tell you how Michael and Pauline first met.
It happened on a Monday afternoon early in December of 1941. St. Cassian was its usual poky self that day – a street of narrow East Baltimore row houses, carefully kept little homes intermingled with shops no bigger than small parlors. The Golka twins, identically kerchiefed, compared cake rouges through the window of Sweda's Drugs. Mrs Pozniak stepped out of the hardware store with a tiny brown paper bag that jingled. Mr. Kostka's Model-B Ford puttered past, followed by a stranger's sleekly swishing Chrysler Airstream and then bei Ernie Moskowicz on the butcher's battered delivery bike.

... und so beginnt Seite 98.

Lindy said, "This is not the way to go home!"
Pauline didn't answer. (She was constantly surprised by Lindy's disconcerting awareness. Neither of the other two gave her that sense she was under a microscope.)
"Why are we taking this street, Mama?"
"I thought you might like the change of scenery," Pauline told her.
"I don't care about the scenery! I want to go home. I want my lunch."

die freitäglichen fünf - Empfindlich?

abgelegt unter: Nachgefragt

Wie epfindlich reagierst du auf …

1. ... Geräuschbelästigung?
Unterschiedlich. Generell stört es mich gar nicht so, bzw. wenn ich es nicht abstellen kann (Baustellen-Lärm auf der Straße oder so) dann nehme ich es ganz pragmatisch hin. Die laute Musik von meinem Nachbarn stört mich allerdings doch desöfteren mal.

2. ... Geruchsbelästigung
Ziemlich. Wobei es auch da wieder Unterschiede gibt. Manches nervt eben einfach nur, manches verursacht sehr schnell Übelkeit. Oder zumindest ein Gefühl von Übelkeit.

3. ... extremen Temperaturschwankungen?
Wenig. Glaube ich. Mit Wetterumschwüngen komme ich eigentlich ganz gut zurecht. Und zwischen Bullenhitze und auf 20 Grad klimatisierte Räume auch. Probleme hab ich nicht mit den unterschiedlichen Temperaturen oder dem Temperaturwechsel, sondern wirklich eher mit sehr hohen Temperaturen.

4. ... von Werbeunterbrechungen zerstückelte Lieblingsfilme im TV?
Gar nicht. Hab ich mich wohl schon dran gewöhnt. Ist aber vielleicht einfach ein Generationsproblem?

5. ... überfüllte Busse und Züge?
Im Sommer, wenn ich selbst schon schwitze und die Luft dort eh schon warm und stickig ist, mehr als zu anderen Jahreszeiten. Da ich aber nun mal schon seit über 10 Jahren viel mit Bus und Bahn fahre, und es eigentlich auch gerne tue, bin ich da generell sicher "schmerzfreier" als andere Leute.

Nachgefragt von den "freitäglichen fünf"
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