Nach einem
kühlen Bad in der Wanne einigermaßen erfrischt, halte ich es dann wohl hier in meiner Wohnung doch wieder ganz gut aus. Vorausgesetzt die Fenster bleiben geschlossen und die Hitze draußen. Ich hab den restlichen Nachmittag damit verbracht mich durch das Blog
"Grey Matter" zu lesen und find es echt so genial. Allen
Grey's Anatomy Zuschauern, die die 2. Staffel schon kennen, kann ich es also nur ans Herz legen. Natürlich auch allen anderen, wenn es ihnen nichts ausmacht, vorab einiges – vieles eigentlich - von der Handlung schon zu erfahren.
Wie auch immer... Die Einträge sind alle informativ, aber mit großen Vergnügen lese ich vor allem die von
Shonda Rhimes, der wir diese grandiose Serie überhaupt erst verdanken, denn sie ist eben "Creator and Writer" und von den Autorinnen
Krista Vernoff und
Stacy McKee. Denn alle drei erzählen so schön anschaulich, was es heißt ein Drehbuch für eine Serie schreiben zu müssen oder warum manche Dinge in der Serie so passieren, wie sie nun mal passieren.
Stacy McKee zum Beispiel über ihr erstes Drehbuch für die Serie:
I have never been as ridiculously nervous as the moment I handed in my first official draft of "Raindrops Keep Falling On My Head." [....] I was the youngest, least experienced writer on staff at Grey's Anatomy - and this was my very first professional script EVER.
Yeah. I'd group it right up there with that time in third grade when - convinced the math test I was about to take might very well ruin my life - I managed to vomit all over my teacher, my test, AND the cute boy with dimples sitting at the desk right in front of me… (Andrew Montgomery, if you're reading this, I sincerely apologize.)
Oder Krista Vernoff über die schwierige Aufgabe aus einem "Image" dann eine Geschichte zu entwickeln:
When I left the writer's room and went to my office to flesh out that story, my notes said "pregnant burn victim, baby on face." That's it. So the whole best friends having babies together came from many dark hours slamming my head against my keyboard, muttering "heeeeeelp" and "I'm sooo tiiiiired" and "whyyyy meeee" to the bear figurine I keep on my desk which, at three am one particularly horrible night, started to look a lot like it was mocking me and this pathetic notion that I could be a writer for a living…
Und beide sind wirklich gut darin, den Zuschauern, denen die Entwicklung in eine bestimmte Richtung nicht gefällt, klar zu machen, dass es aber genau das ist, was diese Serie ausmacht. Dass die Hauptfiguren, die man alle sehr mag manchmal wirklich Mist bauen. Wie die Menschen im richtigen Leben auch (fast) unverzeihlichen Mist bauen. Große Fehler machen. Die Gefühle anderer verletzen. Oder selbst verletzt werden. So ist es nun mal im Leben. Seriously.
Stacy noch mal dazu:
People hurt their friends. People make decisions they regret the morning after. People do terrible things. Because in the end, we’re all just people. Flawed, confused, irrational, hopeful, looking-for-happiness-and-hoping-we’ll-find-it people trying to figure out our lives one day at a time.
Aber wirklich absolut grandios sind die Einträge von Shonda. Zum einen, weil sie immer wieder erklärt, was selbst ich als Fanfiction Autorin auch erlebt habe: Man kann die Figuren nicht einfach das machen lassen, was man möchte, auch wenn das vielleicht schöner, romantischer oder sonst was wäre.
But it was the truth and I had no choice. [....] People will tell you I had a choice but I didn’t. Really. I promise. I’m sorry. The characters made me do it! I’M SORRY ALREADY!
So ist es leider, auch wenn ich es am Anfang der 2. Staffel nicht so ganz eingesehen hab, denn da war ich auf McDreamy nicht ganz so gut zu sprechen. Aber wie erklärt auch Shonda dazu so schön?
ACHTUNG SPOILER
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I also really wanted to use this episode to give McDreamy a chance to explain why he's waited so long to sign those divorce papers. Here's the thing: Meredith may not understand why he's waited but Derek is a married man and he's a good guy - so he can't sign those papers without really thinking about it first. That was important. In order for McDreamy to be McDreamy, he has to be the kind of man who takes the end of his marriage seriously.
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SPOILER ENDE
*seufz* Und zum anderen finde ich es einfach soooooo süß, wie sehr auch sie selbst als "Creator" an diesem Paar hängt und wie sehr sie möchte, dass sie zueinander finden. Zumindest schildert sie es so. Ob das nun wirklich alles auch so stimmt, mag dahin gestellt sein. Ich möchte es einfach glauben. Und sei's nur, weil ich so Sätze liebe, wie den letzten in diesem Absatz:
And, oh yes, the Mer/Der of it all. I love this couple. LOVE. LOOOOOOVE. I love watching them together. I love imagining what they will say to one another. I love watching McDreamy be McDreamier than I ever McDreamed he could be.
Aber wie oben schon erklärt, selbst sie kann sie nicht einfach so zusammenkommen lassen. Noch nicht zumindest. Im September geht’s mit der 3. Staffel weiter und ich bin wirklich sehr gespannt. Und freue mich schon sehr drauf.
Musik: Try Again - Keane