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28
Sep
2006

Grey's Musik Geheimtipp: Mat Kearney

abgelegt unter: Mediales

Und das ist nun wirklich keine Grey's Sucht., denn ich finde die Musik ja nicht nur gut, weil sie bei Grey's zu hören ist, sondern generell. Aber ich hab gerade die dritte CD geordert, deren Künstler ich durch den Grey's Soundtrack kennengelernt hab. Schon verrückt, aber die Musikauswahl dort ist einfach der Hammer! Sehr schöne, perfekt zur Stimmung und Handlung passende Songs und vor allem meist von eher unbekannten Bands oder Künstlern. Von Jem lief einiges, so dass ich per Amazon mal in die CD reingehört und sie bestellt habe. Das gleiche bei Anna Nalick. "Wreck of the day"... *seufz* So schön.

In den letzten beiden Folgen liefen nun zwei Songs von Mat Kearney. Der Name sagte mir nun auch mal wieder gar nichts und im Netz war dann aber schon einiges zu finden. Der ist noch gar nicht so lange im Geschäft und natürlich gibt's die CD über Amazon nur als Import aus den USA. 26 Euro, 4-6 Wochen Lieferzeit. Ganz toll!
Dann hab ich lustigerweise gelesen, dass er eigentlich in die Sparte "Contemporarian Christian Music" fällt und bin dann ganz zufällig prompt auf einen christlichen Buch-und Musikversand gestoßen. Ich hoffe mal, die haben die CD vorrätig, denn bestellen konnte ich sie direkt. Inklusive Versand: 17 Euro. Sooo cool!

Und dann bin ich auch noch auf Mat Kearney. seine eigene Website gestoßen und dort läuft die komplette CD in einem Plugin. Noch viel cooler! Aber die CD möchte ich trotzdem gerne in meinem Regal stehen haben, ich finde die Songs - ALLE Songs, nicht nur die beiden von Grey's - ziemlich ziemlich genial. Geheimtipp. Danke Grey's.

Musik: What's A Boy To Do - Mat Kearney

I feel lonely, lololololonely *sing* :-)

abgelegt unter: Volksvertreterin

Manchmal hat man frau es wirklich nicht leicht. Wenn mich zum Beispiel die beiden männlichen Parteifreunden "im Stich lassen" (dringender beruflicher Termin / Stau) und ich mich unvermittelt alleine in der Ratssitzung wieder finde. Zum Glück stand nichts Dringendes oder Kontroverses auf der Tagesordnung, denn auf Redebeiträge zu irgendwelchen Themen wäre ich so unvermittelt nicht vorbereitet gewesen. Aber das war schon wieder was in der Kategorie "Alleine unter Männern". Und dabei sitzen ja im Rat auch noch ein paar andere Frauen. Auf den hinteren Plätzen der großen Fraktionen :-) Ich hingegen bin dann doch gleich wieder doppelt aufgefallen. Einzige Grüne UND Frau in der ersten Reihe.
Was für mich daran so interessant und faszinierend ist, ist dass diese Erfahrungen immer mehr mein scheinbar tiefverschüttetes, aber doch irgendwo vorhandenes Selbstbewusstsein an den Tag holen. Noch vor ein paar Jahren hätte mich so eine exponierte Sonderrolle ziemlich in Panik versetzt und ich wäre geflohen. Oder zumindest hätte ich mehr extrem unwohl gefühlt. Aber man kann sich wirklich an alles gewöhnen und je länger man das mitmacht, desto weniger ungewöhnlich wird es. Ok, es ist immer noch ungewöhnlich und eigentlich ein Armutszeugnis, dass wir in allen Parteien so wenige aktive Frauen haben. Aber ich möchte das Feld auch nicht ungefragt den Männern überlassen. Vor allem nicht denen, die ich dort so vor mir sehe. Und somit hab ich inzwischen auch meist gar keine Hemmungen mehr, berechtigte Nachfragen (z.B. wenn ich etwas noch nicht weiß, weil ich noch nicht so lange dabei bin) zu stellen oder eine andere abweichende Meinung zu vertreten, wenn wir als Fraktion eben zu einer anderen Auffassung gekommen sind. Das so äußern zu können und zu dürfen ist schließlich Grundbestandteil der Demokratie. Und außerdem hab ich da immer den schönen Schluss-Satz in Albrights Biografie im Kopf:

Perhaps some will also say, that I helped teach a generation of older women to stand tall and young women not to be afraid to interrupt.

Wenn man sich erst mal traut, merkt man nämlich auch schnell, dass das alles schon genau richtig so ist. Und nichtssagendere Wortmeldungen wie einige der SPD Fraktion kann ich selbst im schlimmsten Fall nicht liefern, denn das ist einfach nicht mehr zu unterbieten. Wie sagte Dieter Nuhr mal so schön:

Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten!

Aber dann wären die Ratssitzungen ja NOCH schneller vorbei :-)

Gelesen: Madam Secretary - A Memoir (Madeleine Albright, 2003)

abgelegt unter: Mediales

Irgendjemand hatte mir vor zwei Jahren dieser Autobiografie schon mal empfohlen und ich wollte sie dann immer mal kaufen, aber wie's halt so ist... Im Juli habe ich sie endlich mal gekauft und dann auch relativ bald gelesen. Und ich war wirklich schwer beeindruckt. Klasse Frau, spannendes Leben, unterhaltsam erzählt. Auf Englisch erforderten zwar gerade die Kapitel ihrer Zeit als Außenministerin manchmal ziemliche Konzentration, weil die Krise auf dem Balkan oder der Nahost-Konflikt schon ziemlich komplexe Fragenstellungen sind.
Aber es ist dann alles in allem doch sehr nachvollziehbar und anschaulich und verständlich erklärt und erzählt. Natürlich nehmen die persönlichen privaten Erlebnisse in diesen Kapiteln weniger Raum ein als in den früheren. Immerhin geht's hier um große Weltpolitik. Was es dennoch so interessant zu lesen macht, sind die vielen kleinen Anekdoten. Sehr nett, sehr persönlich und manchmal einfach unglaublich. Und dass sie dem Leser - mir zumindest - das Gefühl vermittelt, dabei zu sein bei den wichtigen Gipfeltreffen, den wichtigen Entscheidungen und aber auch den schönen rührenden Momenten. Sehr sehr sympathisch. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich diese Autobiografie gelesen habe.
So beginnt die Geschichte...

I didn't want it to end.
Hoping to freeze time, I thought back to the phone ringing one December morning and the words "I want you to be my Secretary of State," and to the swearing-in ceremony where my eagle pin came unstuck. I thought of little girls seeking autographs on a triumphant train trip from Washington to the United Nations in New York; of Václav Havel's face, warm and wise, as he placed a red sash on my shoulder and a kiss on my cheek; and of names enshrined on the wall of a synagogue in Prague. I thought of buildings in Kenya and Tanzania reduced to rubble; of coffins draped with the American flag; and of President Clinton in a rumpled shirt, with glasses perched on his nose, pleading the cause of Middle East peace.

...und so beginnt Seite 98.

[....I] had contributed some gems of my own when talking about what he had done and about the "other woman."
Meanwhile the world had not stopped. I had to make an oral presentation of my work and the Woodrow Wilson Center. Once back from Poland, I had been looking forward to continuing my research, hoping to produce a book by the time I left the center that summer. I hadn't, however, factored into my plans the possibility of becoming unhinged, not to mention receiving phone calls every day from a husband undecided about whether to leave me or not. I tried to pretend everything was fine; with a mind unable to concentrate in any language, I struggeled to make sense of Polish newspapers. Day after day I stared out of the windows of my office at the Smithonian and took walks on the Mall.

Musik: One Wish - Roxette
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