Aller guten Dinge sind drei. Nachdem ich also die letzten beiden Bücher, die ich lesen wollte, nur angelesen und dann wieder gelangweilt oder genervt weggelegt habe, war dieses nun mal doch sehr nett zu lesen. Die wechselnden Erzählperspektiven haben mich am Anfang etwas irritiert, aber eigentlich waren sie schon notwendig für diese Geschichte.
Eine kleine - schon fast alltägliche - Geschichte über ein paar Menschen, die auf die ein oder andere Art miteinander verbunden sind. Darüber wie ihre Leben aus dem ein oder anderen Grund ein bisschen - oder sehr - aus den Fugen gerät. Aber mit einem doch irgendwie versöhnlichen Ende, was mich für alle Beteiligten gefreut hat. Passte irgendwie zu Weihnachten :-)
Und hab ich schon mal erwähnt, wie schön bequem es sich in meinem
neuen Sessel lesen läßt *g*? Die Entscheidung den zu kaufen, war echt eine der besten in diesem Jahr.
So beginnt die Geschichte...
Einmal in meinen vielen Jahren durfte ich erleben, wie aus einer Erdbebennacht eine Liebesnacht geworden ist, eine Liebesnacht mit Folgen. Mir bedeutet das viel, weil es mich ärgert, dass wir von den Regungen unseres Planeten allein die Zahl der Toten erinnern. Aber Erdbeben sind mehr als Heimsuchen für die Menschheit. Im besten Fall stiften sie Glück, Liebe, eine Ehe.
...und so beginnt Seite 98.
"Sie haben gehungert?"
Er sah, wie sie leicht zuckte und rot wurde, und ihm war sofort klar warum. Sie hatte sich die ganze Zeit angestrengt, den Unterschied zwischen ihnen nicht zu groß sein zu lassen. Während Lorenz die Entfernung zu ihr faszinierte, war sie auf Nähe bedacht. Sie wollte nicht die rückständige Exotin sein, sie wollte zu seinem Planeten gehören. Das Wort "gehungert" zerstörte das. Sie schämte sich.
Musik: I Feel Lonely - Sasha