Nach 60 Seiten schon hin und weg...
abgelegt unter: Mediales... bin ich von dem Roman, den ich zur Zeit lese. "Nachtzug nach Lissabon" (Pascal Mercier). Ich hab lange gezögert, ob ich mir das Buch kaufen soll. Dann stand es noch monatelang im Regal, weil ich wusste, dass das eine Geschichte ist, für die ich "den Kopf frei" haben musste und das war in den letzten Wochen des Jahres nun wirklich nicht der Fall. Nun aber. Und ich find's so klasse. Eins der ersten Bücher seit langer Zeit, bei denen ich nach kurzem Zögern dann doch die schönsten Stellen mit Bleistift markiert hab, damit ich sie schneller wiederfinde. So wie ich es früher mal in anderen Büchern gemacht habe. Schon echt irre. Aber mir gefällt's einfach. Zum Beispiel:
Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht dann mit dem Rest?
oder
Wenn ich Zeitung lese, Radio höre oder im Café darauf achte, was die Leute sagen, empfinde ich immer öfter Überdruss, ja Ekel ob der immer gleichen Worte, die geschrieben und gesprochen werden - ob der immer gleichen Wendungen, Floskeln und Metaphern. Und am schlimmsten ist es, wenn ich mir selbst zuhöre und feststellen muss, dass auch ich die ewig gleichen Dinge sage. Sie sind abgenutzt von millionenfachenr Verwendung. Haben sie überhaupt noch eine Bedeutung? Natürlich, der Austausch der Wörter funktioniert, die Leute handeln danach, sie lachen und weinen, sie gehen nach links oder rechts, der Kellner bringt den Kaffee oder Tee. Doch das ist es nicht, was ich fragen will. Die Frage ist: Sind sie noch Ausdruck von Gedanken? Oder nur wirkungsvolle Lautgebilde, welche die Menschen dahin und dorthin treiben, weil die eingravierten Spuren des Geplappers unablässig aufleuchten?
oder
Die Sicherheit, die er vermisst hatte, war nicht etwas, das einer in der Hand hatte, so dass man ihm das Fehlen vorwerfen konnte wie eine Verfehlung. Es musste einer Glück haben mit sich selbst, um ein sicherer Mensch zu werden. Viel Glück hatte der Vater nicht gehabt, weder mit sich selbst noch mit anderen.
und und und.... Es wäre schon echt irre, falls das nun 400 Seiten so weitergeht. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Reise nach Lissabon :-)
Musik: Isobel - Dido
Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht dann mit dem Rest?
oder
Wenn ich Zeitung lese, Radio höre oder im Café darauf achte, was die Leute sagen, empfinde ich immer öfter Überdruss, ja Ekel ob der immer gleichen Worte, die geschrieben und gesprochen werden - ob der immer gleichen Wendungen, Floskeln und Metaphern. Und am schlimmsten ist es, wenn ich mir selbst zuhöre und feststellen muss, dass auch ich die ewig gleichen Dinge sage. Sie sind abgenutzt von millionenfachenr Verwendung. Haben sie überhaupt noch eine Bedeutung? Natürlich, der Austausch der Wörter funktioniert, die Leute handeln danach, sie lachen und weinen, sie gehen nach links oder rechts, der Kellner bringt den Kaffee oder Tee. Doch das ist es nicht, was ich fragen will. Die Frage ist: Sind sie noch Ausdruck von Gedanken? Oder nur wirkungsvolle Lautgebilde, welche die Menschen dahin und dorthin treiben, weil die eingravierten Spuren des Geplappers unablässig aufleuchten?
oder
Die Sicherheit, die er vermisst hatte, war nicht etwas, das einer in der Hand hatte, so dass man ihm das Fehlen vorwerfen konnte wie eine Verfehlung. Es musste einer Glück haben mit sich selbst, um ein sicherer Mensch zu werden. Viel Glück hatte der Vater nicht gehabt, weder mit sich selbst noch mit anderen.
und und und.... Es wäre schon echt irre, falls das nun 400 Seiten so weitergeht. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Reise nach Lissabon :-)
Musik: Isobel - Dido
Do, 04.01.07, 22:10 Uhr
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