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3
Mrz
2007

Leben auf links...

abgelegt unter: Mein Leben & ich

Ich gehöre zu den 10 - 15% der Bevölkerung, mit einer "rechtshemisphärische Hirnhemisphärendominanz" :-) Sprich: ich bin Linkshänderin. Ich gehöre auch noch zu der Generation, die dennoch auf Schreiben mit der rechten Hand getrimmt wurden, was bei mir aber keine - zumindest spürbaren und darauf zurückzuführenden*g* - seelischen Schäden verursacht hat. Ich könnte auch mit links schreiben, ich müsste es vermutlich nur länger üben. Aber warum sollte ich?
Mein Leben als Linkshänderin wurde um einiges leichter, als ich vor über 10 Jahren auf Linkshänder-Produkte aufmerksam wurde. Scheren, mit denen auch ich endlich mal ordentlich längs an geraden Linien etwas ausschneiden konnte. Ein Dosenöffner, mit dem ich problemlos eine Konservendose öffnen konnte. Anspitzer, bei denen ich den Stift nicht wider meiner Natur drehen musste. Kleinigkeiten, vielleicht, aber erst mit diesen Dingen hab ich gemerkt, in wievielen Bereichen ich mich einfach ein klein wenig schwerer tue als die übrigen 85-90% der Bevölkerung.
Da meine Scheren und mein Dosenöffner nun allerdings doch schon arg lange be- und abgenutzt wurden, hab ich also über einen Versandhandel Ersatz bestellt. Damals hat meine Mom die Dinge, glaube ich, noch bezahlt - ich war schließlich eine arme Studentin und wohnte noch zu Hause. Ich war auf jeden Fall erschrocken über die Preise, aber immerhin ist es Solinger Stahl und die Dinge halten nun hoffentlich wieder einige Jahr(zehnt)e. Und wer nicht glauben kann, dass die Standard-Version solcher Alltagsgegenstände wie Scheren und Dosenöffner für Linkshänder nicht so praktikabel sind, darf meine Linkshänderversionen gerne mal mit der rechten Hand benutzen und wird den Unterschied spüren.

Komischerweise benutze ich die aber z.B. Computermaus auch immer nur rechts, das kann ich mit links bzw. auf der linken Seite gar nicht. Im Gegensatz zu meinem Linkshänder Bruder #2, der die Maus IMMER nach links verlegt, woran man dann auch immer merkt, dass er am PC war :-) Aber ansonsten bin ich schon sehr auf links gepolt. Ich stell mein Glas oder Tasse im Restaurant oder Café immer auf die linke Seite. Löffel und Gabel benutze ich immer nur links, das geht mit rechts so gut wie gar nicht. Ich bin sehr froh, dass ich vor einiger Zeit ein Portemonnaie entdeckt hab bei dem nicht permanent das Geld herausfällt, weil ich es anders als vorgesehen nach links hin aufklappe. Ich trage meine Baby G am rechten Arm, weil ich sie mit den Fingern der linken Hand einfacher bedienen kann als umgekehrt.
Ich ärgere mich manchmal immer noch über Kleidungsstücke die die kleine Handytaschen natürlich immer nur auf der rechten Seite aufgenäht haben. Oder über Geld- oder sonstigen Automaten, bei denen man die Karten immer rechts einstecken muss und deren wichtigsten Auswahlknöpfe sich auch immer rechts befinden, was für mich bedeutet, dass ich jedes Mal von links nach rechts quer über den Automaten hantieren muss.
Mir würden sicher noch einige Beispiele aus dem erschwerten Linkshänder Alltag einfallen, wenn ich noch ein bisschen länger nachdenken würde. Aber ich schließe das hier einfach mal mit einem netten Zitat, das ich mal irgendwo entdeckt habe...

God created a few perfect people. The rest are right-handed.

:-)

Musik: Points Of Authority - Linkin Park

Wetten Dass.. *gähn*

abgelegt unter: Mediales

Nur wegen "Hebbert" quäle ich mich gerade mit Wetten Dass. Genauergesagt hab ich es im Hintergrund laufen, während ich CDs digitalisiere, mir was zu essen mache, spüle und all so Zeug, was man an einem Samstag Abend halt so macht, wenn man zu Hause hockt. Aber Gottschalk ist doch wirklich unter aller Kanone, oder? Zum Glück hatte er irgendwann diesen bescheuerten Hut abgenommen. Und wehe Hebbert kommt jetzt nicht bald, ich möchte in die Wanne. Wenn ich samstags schon zu Hause hocke, möchte ich es mir wenigstens gut gehen lassen. Aber den Fernseher kann ich halt schlecht mit ins Bad nehmen :-)

Auf einmal sind sie alle grün..

abgelegt unter: Politik & Gesellschaft

Ich bin eigentlich sehr erfreut, dass allmählich alle Parteien einsehen, dass Klimaschutz Maßnahmen notwendig sind. Aber wenn ich nun jeden Tag lese, wie sich Politiker von SPD und CDU und vor allem der CSU darin überbieten Klimaschutz Vorschläge zu unterbreiten, für die wir Grüne von genau diesen Politikern in den letzten Jahren immer wieder als verbohrte Umweltschützer oder Arbeitsplatz-Vernichter gegeißelt wurden, dann regt mich das doch hin und wieder etwas auf.
Andererseits ist es natürlich im Interesse der Sache, wenn sich auch die großen Parteien unseren Vorschlägen und Forderungen anschließen. Aber irgendwie ärgerlich ist es schon. ich wüsste gerne mal, wie die ihre Ablehnung genau dieser Forderungen in den letzten Jahren nun rechtfertigen. Aber danach fragt ja leider niemand...
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