Es waren keine
24 Stunden in Köln, sondern nur knapp sechs und deswegen gibt es auch nur 1/4 so viel zu erzählen. Äh, ja, irgendwie so halt. Eine gerade noch rechtzeitig gelesene Mail hat eine ziemliche Veränderung der Zeitplanung erfordert, aber so war es sogar fast noch besser. Erlebnisse und Erkenntnisse des Tages?
Ich war schon ewig nicht mehr einfach nur so zum Bummeln in der Kölner Innenstadt.
Ich mag den kölschen Dialekt wirklich. Aber wenn ich in der Wäsche-Abteilung im Kaufhof fünf Minuten lang mitanhören muss, wie die Verkäuferin im breitesten Dialekt einer Kundin erklärt, dass sie sich auf gar keinen Fall nach den Angaben in den Etiketten richten soll, sondern nur mit max. 30 Grad und auf jeden Fall mit Feinwaschmittel waschen muss, dann bin ich kurz davor mich mit
"Iss ja joot jetzt, mir hann et doch verstonde" einzumischen.
Außerdem wünsche ich mir ein großes
"Bitte nicht ansprechen! Wenn ich Ihre Beratung möchte, werde ich mich an Sie wenden" Schild, das ich in den leider meist
menschenkundenleeren Filialen des Kölner Einzelhandels hochhalten kann.
"Kann ich Ihnen helfen?" - "Nein, danke, ich möchte erst mal nur schauen." Als ich gerade halbnackt in der Anprobe-Kabine stehe höre ich von irgendwo am anderen Ende des Ladens ein lautes
"Kommen Sie klar?" Niemand antwort irgendwas.
"Sie in der Kabine?" Huch? Häh? Hilfe! Hat die arme Frau wirklich so wenig zu tun? Ist wirklich schon alles aufgeräumt?
"Ja, kein Problem, danke." Ich war froh als ich dann doch schnell wieder draußen war. Und ich hab ja sogar was gekauft.
Auf der Suche nach einem neuen Sommerduft (und weil ich noch Zeit totschlagen musste) bin ich dann in die riesige Douglas Filiale auf der Schildergasse. Noch gefühlten fünf Sekunden stand die erste breit lächelnde, bunt geschminkte Dame in hellblau vor mir.
"Kann ich Ihnen helfen?" Meine Antwort.. siehe oben. Die Parfum Abteilung dort ist ziemlich groß. Ich war dennoch nur knapp 5 Minuten drin, denn nachdem mir innerhalb dieser paar Minuten noch drei (DREI!) verschiedene Damen ihre Hilfe angeboten hatte, hab ich beschlossen mich zu einem anderen Zeitpunkt und an einem anderen Ort nach einem neuen Duft umzuschauen.
Ein Besuch in der Kölner Innenstadt bringt in meinem Fall immer den Besuch meines Einkaufs-Himmels mit sich, wo ich stundenlang über alle Etagen und durch alle Regale stöbern kann, ohne von einer
aufdringlichen hilfsbereiten Verkäuferin angesprochen zu werden. Die Mayersche am Neumarkt. Natürlich bin ich mit drei neuen Büchern schwer beladen zur Kasse.
Wie viele Kalorien hat wohl ein Subway Tuna Sandwich ? Na, dafür hab ich den ganzen Tag über bis jetzt noch nix anderes gegessen. Und ich hab dabei noch nicht mal gehungert, also satt machen die Subs schon. Auf den Starbucks Kaffee hab ich dann aber vor allem aus Zeitgründen verzichtet und mich dann wie geplant auf den Weg zu Finkens Garten gemacht. Trotz Regen war das ein sehr netter Besuch. Kurz, aber nett, so wie so was sein muss. Und vielleicht komme ich bei schönem Wetter auch irgendwann noch mal wieder und gucke mir dann auch wirklich den Garten an *g*
Auf dem Weg zurück in die Innenstadt war mir dann klar, dass ich den Zug nach Hause knapp verpassen würde, also konnte ich noch mal eine Runde shoppen. Bei Saturn mal gucken, was die Damien Rice CDs eigentlich so kosten würden. Die eine nur 8 Euro, die neue 18 Euro. Ist im Schnitt für zwei dann doch wieder in Ordnung. Musste ich die 50er Spindel Rohlinge aber wirklich auch dort kaufen? Scheinbar. Ich war ja noch nicht schwer genug bepackt... Letzter Stop Bodyshop, Shampoo Nachschub. Die Parfums dort waren aber auch alle nix. Und außerdem fuhr der Zug dann doch auch bald.
Alles in allem doch wirklich ein gut gefüllter, gut genutzter und trotz des schäbigen Wetters netter Nachmittag. Mal gucken, wann ich den bald mal wiederhole. Und dann haue ich das Geld hoffentlich nicht wieder so raus. Aber jetzt bin ich doch irgendwie ein bisschen groggy. Muss an den schweren Einkaufstüten liegen :-)