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Dass ich das noch erleben darf. 21 Monate nachdem ich hier angefangen zu arbeiten und immerhin 18 Monate später als von der Verwaltung angekündigt, hab ich endlich mein eigenes Büro! Ok, eigentlich haben wir schon seit gut 4 Monaten unseren zweiten Raum neben dem eigentlichen Haupt-Büro. Aber es hat dann doch noch eine ganze Weile gedauert, bis die Möbel geliefert und die Technik etc eingerichtet wurden. Seit gut zwei Wochen haben wir auch einen zweiten PC und somit ist das zweite Büro auch erst richtig nutzbar. Heute haben wir endlich mal alles Mögliche aus dem ersten Büro ins zweite geschafft, dabei jede Menge aussortiert und in Altpapier verwandelt. Und dann hier in dem (ersten) Büro, das ich nun für mich übernehme einige Möbel gerückt, Kabel neu verlegt, diverse Steckerleisten entdeckt, die eigentlich gar nicht nötig sind und alles in allem hab ich nun ein riesiges Reich. Höchste Zeit es mir nun auch etwas gemütlicher zu machen mit Pflanzen und Bildern an der Wand oder so...
Do, 06.09.07, 16:00 Uhr
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Als ich gestern Abend im Autoradio die Nachrichten-Berichte zu den gefassten Terror-Verdächtigen gehört habe, hab ich mich zwischendrin mal gefragt, wer eigentlich diesen schwachsinningen Begriff des "internationalen Terrorismus" erfunden hat. Was genau soll das eigentlich sein? Und kann man all das was nun in den letzten sechs Jahren Schreckliches passiert ist wirklich unter einem Oberbegriff zusammenfassen? Und vor allem: Ist dieser Begriff der passende? Oder ist, wenn heutzutage von "internationalem Terrorismus" die Rede ist, nicht immer nur die eine Art von Terror-Anschlägen gemeint, die von einer ganz bestimmten politisch-religiösen-kulturell Denkweise geprägt sind. Vermutlich sollte ich mich bei dem Ernst der Lage nicht an so Kleinigkeiten wie Begrifflichkeiten festbeißen, aber irgendwie ist das doch wirklich ein selten dämlicher Begriff für das globale Problem, das wir haben.
Terrorismus ist laut Duden "die Ausübung von politisch motivierten Gewaltakten". International heißt laut Dudn "zwischenstaatlich, nicht auf Staaten begrenzt". Wenn nun ein zum Islam konvertierter Deutscher mit einem Bombenanschlag andere deutsche Staatsbürger ermorden will, dürfte das also z.B. gar nicht darunter fallen, denn das ist genaugenommen eine innerstaatliche Angelegenheit. Und wenn in Zentral-Afrika die Milizen der einen ethnischen Volksgruppe außerhalb ihres eigentlichen Staatsgebiets die Mitglieder einer anderen ethnischen Volksgruppe massakrieren, ist das sehr ein zwischenstaatlich politsch motivierter Gewaltakt. Interessiert aber im Rahmen der Terrorismus Bekämpfung hierzulande (oder in der gesamten westlichen Welt) keinen.
Ich will hier gar nicht verharmlosen oder relativieren und ich hab auch keine Lösung für dieses semantische Problem, aber mich nervt dieser unklare alles umfassende Brei an Begrifflichkeiten einfach. Und zu "Enduring Freedom" will ich mich lieber gar nicht mal äußern. Und warum die Nachrichten-Redaktion es gestern auch für meldenswert hielt, dass einer der zum Islam konvertierten Verdächtigen in Ulm jahrelang in Nähe einer evangelischen Kirche und eines katholischen Kindergartens gewohnt hat, hab ich auch nicht verstanden....
Do, 06.09.07, 12:10 Uhr
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