Gelesen: Tannöd (Andrea Maria Schenkel, 2006)
abgelegt unter: MedialesVon vielen Seiten wurde dieser Krimi hochgelobt und er stand auch lange in der Bestseller-Liste, glaube ich. Ich muss gestehen, dass ich diese große Begeisterung nicht so ganz nachvollziehen kann. Den minimalistischen Erzähl-Stil auf den ersten paar Seiten fand ich sogar eher abschreckend, aber ich hab mir gedacht: Das Buch ist eh nicht so lang, das hast du ja schnell durch, auch wenn du es nicht so doll findest. Die Idee, eine Geschichte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen, ist auch gar nicht schlecht, und man erhielt ganz interessante Einblicke in das Innenleben dieses Dorfes, aber in alles in allem habe ich die ganze Geschichte daher eher teilnahmslos verfolgt. Sie hat mich einfach nicht so richtig gepackt. Schade.
So beginnt die Geschichte...
Den ersten Sommer nach Kriegsende verbrachte ich bei entfernten Verwandten auf dem Land.
In jenen Wochen erschien mir dieses Dorf als eine Insel des Friedens. Einer der letzten heil gebliebenen Orte nach dem großen Sturm, den wir soeben überstanden hatten.
Jahre später, das Leben hatte sich wieder normalisiert und jener Sommer war nur noch eine glückliche Erinnerung, las ich von eben jenem Dorf in der Zeitung.
Mein Dorf war zum "Morddorf" geworden und die Tat ließ mir keine Ruhe mehr.
...und so beginnt Seite 98:
Als ihm Barbara schließlich ihre Schwangerschaft eingestand, war er glücklich über diesen Zustand. Erst allmählich wuchs in ihm der Zweifel.
Ihr Verhalten zu ihm änderte sich. Sie verweigerte sich ihm immer öfter. Ihre Leidenscaft für ihn wich einer immer unverhohlerenen Verachtung. Kam er auf den Hof, um sich mit ihr auszusprechen, ließ sie sich verleugnen.
Er jedoch konnte nicht mehr zurück, hatte sich verändert. Hatte sich in eine nie zuvor gekannte Abhängigkeit begeben, in einen Rausch.
So beginnt die Geschichte...
Den ersten Sommer nach Kriegsende verbrachte ich bei entfernten Verwandten auf dem Land.
In jenen Wochen erschien mir dieses Dorf als eine Insel des Friedens. Einer der letzten heil gebliebenen Orte nach dem großen Sturm, den wir soeben überstanden hatten.
Jahre später, das Leben hatte sich wieder normalisiert und jener Sommer war nur noch eine glückliche Erinnerung, las ich von eben jenem Dorf in der Zeitung.
Mein Dorf war zum "Morddorf" geworden und die Tat ließ mir keine Ruhe mehr.
...und so beginnt Seite 98:
Als ihm Barbara schließlich ihre Schwangerschaft eingestand, war er glücklich über diesen Zustand. Erst allmählich wuchs in ihm der Zweifel.
Ihr Verhalten zu ihm änderte sich. Sie verweigerte sich ihm immer öfter. Ihre Leidenscaft für ihn wich einer immer unverhohlerenen Verachtung. Kam er auf den Hof, um sich mit ihr auszusprechen, ließ sie sich verleugnen.
Er jedoch konnte nicht mehr zurück, hatte sich verändert. Hatte sich in eine nie zuvor gekannte Abhängigkeit begeben, in einen Rausch.
Fr, 28.03.08, 22:59 Uhr

