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9
Okt
2005

"Arbeitslos und kein Geld im Portemonnaie..."

abgelegt unter: Mein Leben & ich

... ist - soweit ich weiß - eigentlich ein Fußball-Song, den man gegen die andere Mannschaft bzw. deren Fans singt. Zumindest kenne ich es aus diesem Zusammenhang. Diese Zeile kam mir aber gerade auf dem Heimweg auch in den Sinn. Und irgendwie ist so ein Zustand nicht sehr angenehm. Passte aber somit zum leicht verkorksten heutigen Abend.

Bruder #3 hatte mich gefragt, ob ich nicht ihm und seinem Kumpel in seine Stammkneipe mitkommen wollte, da gäbe es heute extra (Party-)Rock Musik. Für Musik (und Abtanzen) bin ich ja an einem Samstag IMMER zu haben. Die Musik war aber leider grottenschlecht. Keine Rockmusik. Und erst recht keine Partyrockmusik. Sondern komischer Metal in allen Variationen. Das fand sogar mein Bruder etwas komisch, auch wenn er so Musik eigentlich gerne hört, nur passte es halt nicht zur Ankündigung. Abtanzen fiel also schon mal aus.
Und so unterhaltsam es auch ist, Bruder #3 und #2 (der tauchte dann auch noch auf) und ihren Kumpeln beim Darten zuzusehen... einen ganzen Abend lang ist es halt doch dann nicht so der Bringer. Und bei den Getränken hab ich mich dann auch eher zurückgehalten. Aber wenn man morgens im Supermarkt schon die Hälfte des Tagesbudget ausgegeben hat, dann verkneift man sich eben abends doch das ein oder andere Getränk, das man sonst vielleicht an so einem Abend normalerweise automatisch bestellt hätte. Und reagiert auf die Frage "Warum trinkst du denn nix?" mit einem nicht ganz aufrichtigen "Ich hatte doch gerade erst was."
Ich trinke jetzt sonst normalerweise auch nicht so viel (Alkoholisches), aber sich den ganzen Abend lang an einem Wasser festzuhalten - im übertragenen Sinne jetzt - ist schon einfach "ungemütlich" irgendwie. Aber Samstag abends wegen Geldmangel zuhause hocken ist eben auch nicht viel "gemütlicher".

Und das besonders Frustrierende - neben der Scheiß Mucke - war dann, dass mein Bruder #3 mir, als ich meine beiden Getränke zahlen wollte, gesagt hat, dass meine Getränke eh auf seinem Deckel stünden. Und ihn das nun wirklich nicht umbringt. Und er doch gerade deswegen gefragt hätte, warum ich nicht mehr trinke. Super! Hätte er diese Einladung nicht vielleicht vorher mal signalisieren können :-)? Nicht, dass ich mir dann die Kante gegeben hätte, aber.... es ist einfach ein bisschen frustrierend, dass es überhaupt schon soweit ist, dass meine Brüder meinen mich einladen zu müssen. Also nicht "müssen" im Sinne von "sich verpflichtet fühlen", sie meinen es dann schon ehrlich und lieb und überhaupt. Genau wie der gleiche Bruder heute Nachmittag selbstverständlich die paar Euro Zuzahlung zur Aral Schultertasche (die ich mir auf Kosten seiner vielen gesammelten Punkte aussuchen konnte) übernommen hat.
Aber mich frustriert halt, dass mein chronischer Geldmangel schon so offensichtlich ist. Ok, ich erwähne es natürlich ihnen gegenüber auch, wenn sie mich fragen, ob ich da oder dort mit hinkomme oder dies und das mache. Nee, sorry, kein Geld. Aber irgendwie ist es.... einfach nicht schön. Dass ich anderen so "auf der Tasche liege" ist mir einfach unangenehm. Müsste und sollte es vermutlich gar nicht sein, aber... ist nun mal leider im Moment mein Gefühlszustand. Wirklich nicht schön!

phonostar sendet 106!8 rock'n pop: Keep the Faith - Bon Jovi

Kommentare zu diesem Eintrag:

herold - So, 09.10.05, 00:47
haben Sie sich schon mal überlegt, dass Ihre brüder Sie wahrscheinlich sogar gerne einladen? lassen Sie ihnen doch den spaß!
liljan98 - So, 09.10.05, 00:55
Ich lass ihnen ja den Spaß und freue mich drüber, vor allem weil ich so was von ihnen nicht gewohnt bin. Aber gerade genau DAS erinnert mich eben dann immer wieder daran, dass meine finanzielle Situation im Moment eben so extrem bescheiden ist. Und vielleicht - nee, vermutlich sogar sehr wahrscheinlich - beneide ich sie einfach auch um die Unbekümmertheit mit der sie ihr Geld ausgeben können.
herold - So, 09.10.05, 00:59
geld ist nur wichtig, wenn man keines hat ;-)
liljan98 - So, 09.10.05, 01:17
Wohl wahr. Und je weniger man hat, desto mehr denkt man aber dann leider auch drüber nach. Bei mir zumindest ist es im Moment (noch?) so.

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