Samstag 21.30 Uhr, Oktober, Kleinstadt
abgelegt unter: Mein Leben & ichEs gibt manchmal schon leicht irritierende Moment im Leben. Wenn man zum Beispiel an einem Samstag Abend um halb zehn in der Innenstadt wirklich wenig Leute trifft. Ok, das ein oder andere Auto fährt über die regennaßen Straßen. Eine defekte Straßenlaterne blinkt Morsezeichen. Drei Jugendliche verdrücken sich in einen Hauseingang um dort windgeschützt ihre Zigaretten anzuzünden. Eine ältere Frau führt ihren Pudel Gassi. An der Bushaltestelle wartet ein fast vollbesetztes Auto auf den letzten Mitfahrer, damit der Trip losgehen kann zur Disco oder wohin auch immer. Hauptsache weg! Und an der andere Ecke hängen zwei junge Leute über einer geöffneten Motorhaube. Deren Trip irgend wohin könnte heute wohl ins Wasser fallen.
Ich weiß noch immer nicht so genau, was mich an dieser ganzen Situation gerade etwas deprimiert hat. Das Wetter? Die Dunkelheit? Dass ich in einer Stadt wohne, in der an einem Samstag Abend schon um 21 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden? Oder dass ich an einem Samstag Abend nix Spannenderes zu tun hab als einen Spaziergang zur Post um dort einen dringenden Brief zum einzigen Briefkasten zu bringen, der morgen früh um 9 Uhr dann noch geleert wird?
Ich weiß noch immer nicht so genau, was mich an dieser ganzen Situation gerade etwas deprimiert hat. Das Wetter? Die Dunkelheit? Dass ich in einer Stadt wohne, in der an einem Samstag Abend schon um 21 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden? Oder dass ich an einem Samstag Abend nix Spannenderes zu tun hab als einen Spaziergang zur Post um dort einen dringenden Brief zum einzigen Briefkasten zu bringen, der morgen früh um 9 Uhr dann noch geleert wird?
Sa, 22.10.05, 23:02 Uhr
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