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16
Dez
2005

"Wer feiern kann..."

abgelegt unter: Arbeitswelt(en)

"...kann auch arbeiten!"

Das muss meine Oma früher immer zu meinen Onkeln gesagt haben, wenn diese nach einer durchzechten Nacht morgens nicht aus den Federn kamen. Meine Mom hat das früher oft gerne mal zitiert, wobei... so wild haben wir vier es eigentlich nie getrieben. Oder zumindest nicht all zu oft ;-)

Aber dieser Spruch kam mir wieder in den Sinn als heute Morgen nach knapp fünf Stunden der Wecker klingelte. Die Weihnachts-Feier (oder besser gesagt Party) gestern bei meinem Ex-Arbeitgeber war aber auch wieder mal zu genial. Mit leckerem Essen und den traditionellen Ehrungen und Geschenken für den ein oder anderen langjährigen Mitarbeiter oder für die, die aus anderen Gründen in diesem Jahr irgendwie "aufgefallen" sind. Es war auf jeden Fall wirklich nett die ganze Anekdoten zu hören, auch wenn ich mit Bedauern festgestellt hab, dass ich alle die Geschichten aus dem letzten halben Jahr eben gar nicht miterlebt habe. Und dann wurde im Anschluss daran auch wieder richtig schön "abgetanzt", das kann die Belegschaft auch immer gut. Und wenn meine letzte Bahn nicht um 0.30 Uhr gefahren wäre, wäre ich sicher noch länger geblieben. Schlafen kann man schließlich überall und jederzeit. Zum Feiern braucht man aber doch den richtigen Ort, Anlass und Gesellschaft.

Einige der Kollegen mit denen ich mich gerne unterhalten hätte, waren leider gar nicht da und mit vielen anderen hab ich leider auch nur ein paar Worte wechseln können bei dem ganzen Programm und eben der Tanzerei am Ende. Aber schön war's auf jeden Fall und ich hab mich echt gefreut, wie herzlich ich doch von vielen - mit denen ich viel oder manchmal auch nur wenig - zu tun hatte, wieder begrüßt wurde.

Von dem knappen Dutzend, die im Juni mit mir dort aufhören mussten, sind einige auch immer noch ohne (festen) Job, ähnlich wie die gut ausgebildete Praktikantin, mit der ich im Juni viel gearbeitet hatte. Das ist schon echt traurig. Umso bewusster wird mir, wieviel Glück ich mit diesem Job hier hatte. Ich weiß auch nicht, ob ich zur Party gegangen wäre, wenn ich noch arbeitslos gewesen wäre. Ich glaube, mir wäre das peinlich und unangenehm gewesen.Eigentlich die ganz falsche und total alberne Einstellung, aber....
Am Buffet hab ich dann übrigens direkt mal einen Termin für ein zwangloses (Vorstellungs-)Gespräch für einen 400€ Job (10 Stunden/Woche) vereinbart, mit dem, der diesen Job eben zu vergeben hat. Höchstwahrscheinlich kriege ich ihn eh, weil ich (Zitat) "in der engeren Auswahl, also eigentlich DIE Auswahl" bin :-) Mal abwarten, nächsten Dienstag Abend bin ich dann schlauer.

Tja, so viel zum Thema Feiern und Arbeiten: Effektiv gearbeitet hab ich hier heute im Büro jetzt noch nicht so wirklich. Ich bin schon froh, dass ich körperlich und geistig in der Lage war, die Kaffeemaschine und das Telefon zu bedienen. Mehr ist heute, glaube ich, nicht drin.

Und heute Abend wollte ich eigentlich auf eine - vermutlich ziemlich geniale - Ü30 Party. Hoffentlich mache ich vorher nicht schlapp. Am besten lege ich mich nachmittags mal ein paar Stunden ins Bett *g*

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