ZEIT Artikel: Christen gegen Wal-Mart
abgelegt unter: FundstueckeLeider auch wieder ein Artikel der online bei der ZEIT nicht verfügbar ist. Schade, ich hätte ihn so gerne verlinkt, weil ich diese Geschichte auch wieder total irre finde. In Kürze: Die gut organisierte religiöse Rechte kämpft im Moment gegen große Einzelhandelskonzerne, weil diese aus Rücksicht auf alle anderen Religionen in den USA eben Weihnachten in erster Linie nicht als christliches Fest sehen, sondern eben "nur" als generelle Feiertage. In dem Artikel ist es relativ gut geschildert, aber ich bin zu faul das jetzt abzutippen.
Nun kann man sicher darüber streiten, ob die Kommerzialisierung des Weihnachtsfest durch den Handel nicht in der Tat dazu führt, dass die ursprüngliche Bedeutung in Vergessenheit gerät, aber das ist gar nicht unbedingt Stein des Anstoss durch diese ultrakonservativen Kritiker. Sondern, dass nun auch im Sprachgebrauch dieser ursprüngliche Sinn verloren geht. So schön anschaulich wie es - gerade im ersten Teil des Artikel geschildert ist, kann man wirklich nur fassungslos den Kopf schütteln.
Amerikas Weihnachts-Krieg beginnt mit einer harmlosen Beschwerde. Eine Kundin des Handelskonzern Wal-Mart ist unzufrieden und schreibt eine E-mail. Sie bemängelt, Angestellte wünschten ihr nicht "Frohe Weihnachten", sondern nur "Schöne Feiertage."
Der Kundendienst antwortet freundlich. Wal-Mart sei eine "weltumspannende Organisation". Vielerorts hätten die Menschen eigene Traditionen und feierten nicht "Weihnachten", dessen Wurzeln übrigens im "sibirischen Schamanismus" zu suchen seien. Es folgt ein historischer Exkurs, der den Weihnachtsmann in den Kaukasus, zu den Kelten und zu den Goten begleitet. Woraus der Wal-Mart-Mitarbeiter folgert: "Es ist eine weite, weite Welt."
Oh, hätte der Mann vom Kundendienst doch innegehalten! Denn seine E-Mail zieht Kreise und erreicht irgendwann Bill Donohue. Der ist Vorsitzender der Katholischen Liga, die sich rühmt, Amerikas "größte katholische Menschenrechts-Organisation" zu sein. Und die entdeckt flugs das Menschenrecht auf Weihnachten. Donohue fühlt sich unterdrückt durch die religiös neutralen Grüße und protestiert bei der Wal-Mart - Zentrale. [....]
Alleine diesen letzten Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, oder?
Nun kann man sicher darüber streiten, ob die Kommerzialisierung des Weihnachtsfest durch den Handel nicht in der Tat dazu führt, dass die ursprüngliche Bedeutung in Vergessenheit gerät, aber das ist gar nicht unbedingt Stein des Anstoss durch diese ultrakonservativen Kritiker. Sondern, dass nun auch im Sprachgebrauch dieser ursprüngliche Sinn verloren geht. So schön anschaulich wie es - gerade im ersten Teil des Artikel geschildert ist, kann man wirklich nur fassungslos den Kopf schütteln.
Amerikas Weihnachts-Krieg beginnt mit einer harmlosen Beschwerde. Eine Kundin des Handelskonzern Wal-Mart ist unzufrieden und schreibt eine E-mail. Sie bemängelt, Angestellte wünschten ihr nicht "Frohe Weihnachten", sondern nur "Schöne Feiertage."
Der Kundendienst antwortet freundlich. Wal-Mart sei eine "weltumspannende Organisation". Vielerorts hätten die Menschen eigene Traditionen und feierten nicht "Weihnachten", dessen Wurzeln übrigens im "sibirischen Schamanismus" zu suchen seien. Es folgt ein historischer Exkurs, der den Weihnachtsmann in den Kaukasus, zu den Kelten und zu den Goten begleitet. Woraus der Wal-Mart-Mitarbeiter folgert: "Es ist eine weite, weite Welt."
Oh, hätte der Mann vom Kundendienst doch innegehalten! Denn seine E-Mail zieht Kreise und erreicht irgendwann Bill Donohue. Der ist Vorsitzender der Katholischen Liga, die sich rühmt, Amerikas "größte katholische Menschenrechts-Organisation" zu sein. Und die entdeckt flugs das Menschenrecht auf Weihnachten. Donohue fühlt sich unterdrückt durch die religiös neutralen Grüße und protestiert bei der Wal-Mart - Zentrale. [....]
Alleine diesen letzten Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, oder?
So, 25.12.05, 19:14 Uhr
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