Gelesen: Lilith (Christoph Marzi, 2005)
abgelegt unter: MedialesUm es gleich vorneweg auf den Punkt zu bringen: Ich war doch eher enttäuscht von der Fortsetzung der Lycidas Geschichte. Ich weiß nicht so genau, was ich erwartet habe, aber so was auf jeden Fall nicht. Positiv bleibt anzumerken, dass der stille Humor des ersten Teils eigentlich beibehalten wurde, dass der Autor nach wie vor große Fantasie und Kreativität besitzt und es einfach nett ist, all die Figuren wieder zu "treffen" und die Entwicklung dieser Figuren mitzuerleben.
Aber mich hat doch einfach sehr vieles an dieser Geschichte gestört. Für meinen Geschmack waren es viel zu viele neue Orte, Personen, Wesen und vor allem Geschichten aus der Vorzeit, die erzählt werden, um die aktuellen Vorfälle zu erklären. Absoluter Information-Overload und ich hab spätestens ab Mitte der Geschichte abgeschaltet, weil ich einfach nicht mehr den Durchblick hatte, wer wann warum wie und mit wem was gemacht hat. Vielleicht hätte ich die Zusammenhänge besser nachvollziehen können, wenn ich aufmerksamer gelesen hätte, aber da beißt sich jetzt die Katze in den Schwanz. Sozusagen.
Ich hatte auch zwischendurch den Eindruck, dass hier Zusammenhänge konstruiert wurden um einiges aus Teil 1 zu erklären, also es war irgendwie seltsam. Und zum Ende blieben für mich dann wieder viel zu viele Fragen offen... aber vermutlich soll es auch noch einen Teil 3 geben. Der hoffentlich dann weniger verworren und weniger düster ausfällt.
Ein Hauptmanko in dieser Geschichte war für mich nämlich auch, dass es es mir zu Teil zu "splatter"-mäßig war. Im ersten Teil kamen ja auch schon einige zu Tode, aber auf weniger anschauliche und blutige Art. Vermutlich muss das in einer "Vampir" Geschichte blutig sein, aber mir war's einfach zu viel. Und Vampire mag ich selbst in Fantasy Geschichten eh schon nicht so besonders. Wie gesagt: alles in allem leider irgendwie enttäuschend.
So beginnt die Geschichte...
Die Welt ist gierig, und manchmal verschwinden Menschen in ihrem Schlund, ohne jemals wieder gesehen zu werden. Emily Laing war sechzehn, als ihre beste Freundin Aurora Fitzrovia gemeinsam mit Master Micklewhite, dem sie bei Nachforschungen in enier dringlichen Angelegenheit zur Hand gehen musste, vom Angesicht der Erde verschwand. Es gab keinen Brief und auch keinen Hilferuf, keine Zeugen und nicht den geringsten Hinweis. Während ihrer Rückreise aus Konstantinopel widerfuhr den beiden Schreckliches, und als der menschenleere Orient-Express im Bahnhof Elephant & Castle einfuhr, da kündete nurmehr ein verwüstetes Abteil von dem Schicksal, das sie uns entrissen hatte.
...und so beginnt Seite 98.
Mitten im Raum befand sich ein Brunnen.
Und vor dem Brunnen waren Kissen zu einer Sitzgruppe drapiert.
Dort saß der Shah-Saz, den zu befragen wir uns nach der Geschichte im Chesire Cheese vorgenommen hatten.
"Seid gegrüßt, Sahib."
im Moment läuft: Complicated - Avril Lavigne
Aber mich hat doch einfach sehr vieles an dieser Geschichte gestört. Für meinen Geschmack waren es viel zu viele neue Orte, Personen, Wesen und vor allem Geschichten aus der Vorzeit, die erzählt werden, um die aktuellen Vorfälle zu erklären. Absoluter Information-Overload und ich hab spätestens ab Mitte der Geschichte abgeschaltet, weil ich einfach nicht mehr den Durchblick hatte, wer wann warum wie und mit wem was gemacht hat. Vielleicht hätte ich die Zusammenhänge besser nachvollziehen können, wenn ich aufmerksamer gelesen hätte, aber da beißt sich jetzt die Katze in den Schwanz. Sozusagen.
Ich hatte auch zwischendurch den Eindruck, dass hier Zusammenhänge konstruiert wurden um einiges aus Teil 1 zu erklären, also es war irgendwie seltsam. Und zum Ende blieben für mich dann wieder viel zu viele Fragen offen... aber vermutlich soll es auch noch einen Teil 3 geben. Der hoffentlich dann weniger verworren und weniger düster ausfällt.
Ein Hauptmanko in dieser Geschichte war für mich nämlich auch, dass es es mir zu Teil zu "splatter"-mäßig war. Im ersten Teil kamen ja auch schon einige zu Tode, aber auf weniger anschauliche und blutige Art. Vermutlich muss das in einer "Vampir" Geschichte blutig sein, aber mir war's einfach zu viel. Und Vampire mag ich selbst in Fantasy Geschichten eh schon nicht so besonders. Wie gesagt: alles in allem leider irgendwie enttäuschend.
So beginnt die Geschichte...
Die Welt ist gierig, und manchmal verschwinden Menschen in ihrem Schlund, ohne jemals wieder gesehen zu werden. Emily Laing war sechzehn, als ihre beste Freundin Aurora Fitzrovia gemeinsam mit Master Micklewhite, dem sie bei Nachforschungen in enier dringlichen Angelegenheit zur Hand gehen musste, vom Angesicht der Erde verschwand. Es gab keinen Brief und auch keinen Hilferuf, keine Zeugen und nicht den geringsten Hinweis. Während ihrer Rückreise aus Konstantinopel widerfuhr den beiden Schreckliches, und als der menschenleere Orient-Express im Bahnhof Elephant & Castle einfuhr, da kündete nurmehr ein verwüstetes Abteil von dem Schicksal, das sie uns entrissen hatte.
...und so beginnt Seite 98.
Mitten im Raum befand sich ein Brunnen.
Und vor dem Brunnen waren Kissen zu einer Sitzgruppe drapiert.
Dort saß der Shah-Saz, den zu befragen wir uns nach der Geschichte im Chesire Cheese vorgenommen hatten.
"Seid gegrüßt, Sahib."
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So, 08.01.06, 20:58 Uhr
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