Gelesen: Jane Eyre (Charlotte Bronte, 1847)
abgelegt unter: MedialesHach! Und noch mal "Hach!" So ein toller Roman. Auch wenn ich zugeben muss, dass 150 Jahre altes Englisch sich manchmal schon arg anstrengend liest. Aber über gewisse Detailbeschreibungen konnte ich dann auch problemlos hinweglesen :-). Komischerweise liest es sich - fande ich - viel leichter als Jane Austen und die lebte auch nicht so wahnsinnig viel früher. Egal. Ich hatte vor 20 Jahren mal eine sehr vereinfachte deutsche Übersetzung von Jane Eyre gelesen und wusste noch so dunkel um was es geht und wie es endet. Das hat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, im Gegenteil.
Gerade wenn man auch den historischen und biografischen Hintergrund kennt, kann man nur voller Bewunderung den Hut ziehen vor Charlotte Bronte, die so eine emanzipierte, intelligente, liebenswerte, leidenschaftliche Heldin geschaffen hat, mit der man mitlebt leidet, fiebert, freut und vor allem liebt. Gerade dieses Gefühlschaos, das Jane Eyre durchlebt, aber auch mit welcher Deutlichkeit sie das so empfindet und ihre Entscheidungen trifft und auch darunter leidet, haben mich einfach total überrascht.
Natürlich ist das alles eine große unrealistische Romanze, aber ich empfand es nie als zuckersüß oder kitschig oder so, mich hat dieses "Sich Verlieben" auf beiden Seiten und auch die Wortgefechte, die sich die beiden diesbezüglich liefern, einfach nur unglaublich gerührt. Und ich war echt traurig, dass ich mich am Ende von dem doch so glücklichen Paar verabschieden musste. Wirklich, ganz ganz große Klasse!
So beginnt die Geschichte...
There was no possibility of taking a walk that day. We had been wandering, indeed, in the leafless shrubbery an hour in the morning; but since dinner (Mrs Reed, when there was no company dined early) the cold winter wind had brought with it clouds so sombre, and a rain so penetrating, that further outdoor excercise was now out of question.
...und so beginnt Seite 98.
"I'll see it carried into your room," she said and bustled out.
"She treats mie like a visitor", thought I. "I little expected such a reception; I anticipated only coldness and stiffness: this is not like what I have heard of the treatment of governesses; but I must not excult too soon."
Musik - via Last.fm: It's A Shame - Anouk
Gerade wenn man auch den historischen und biografischen Hintergrund kennt, kann man nur voller Bewunderung den Hut ziehen vor Charlotte Bronte, die so eine emanzipierte, intelligente, liebenswerte, leidenschaftliche Heldin geschaffen hat, mit der man mitlebt leidet, fiebert, freut und vor allem liebt. Gerade dieses Gefühlschaos, das Jane Eyre durchlebt, aber auch mit welcher Deutlichkeit sie das so empfindet und ihre Entscheidungen trifft und auch darunter leidet, haben mich einfach total überrascht.
Natürlich ist das alles eine große unrealistische Romanze, aber ich empfand es nie als zuckersüß oder kitschig oder so, mich hat dieses "Sich Verlieben" auf beiden Seiten und auch die Wortgefechte, die sich die beiden diesbezüglich liefern, einfach nur unglaublich gerührt. Und ich war echt traurig, dass ich mich am Ende von dem doch so glücklichen Paar verabschieden musste. Wirklich, ganz ganz große Klasse!
So beginnt die Geschichte...
There was no possibility of taking a walk that day. We had been wandering, indeed, in the leafless shrubbery an hour in the morning; but since dinner (Mrs Reed, when there was no company dined early) the cold winter wind had brought with it clouds so sombre, and a rain so penetrating, that further outdoor excercise was now out of question.
...und so beginnt Seite 98.
"I'll see it carried into your room," she said and bustled out.
"She treats mie like a visitor", thought I. "I little expected such a reception; I anticipated only coldness and stiffness: this is not like what I have heard of the treatment of governesses; but I must not excult too soon."
Musik - via Last.fm: It's A Shame - Anouk
Mo, 08.05.06, 19:54 Uhr

