Meine politische "Karriere"
abgelegt unter: VolksvertreterinWenn ich mal so zurückblicke, hat sich doch so einiges getan in den letzten Jahren. Irgendwie bin ich da echt reingestolpert :-)
seit Sommer 1998: Mitglied bei „Bündnis 90/Die Grünen“
Den Wechsel will ich - wenn schon nicht als aktive Wahlkämpferin, dann doch zumindest als zahlendes Mitglied – unterstützen. Lange Zeit war ich dann „Karteileiche“ in meinem Ortsverband. Währenddessen allerdings immerhin
09/1999: Grüne Direktkandidatin in einem Wahlbezirk bei der Kommunalwahl
Die Grünen müssen immer 21 Direktkandidaten für die Wahlbezirke zusammenkriegen. Da wird JEDER gefragt. Es sind letztendlich nur Zählkandidaten. Ich hab mich dazu bereit erklärt, klar. Bin aber dennoch noch immer nicht aktiv geworden.
Jahr 2002: Erste berufliche Erfahrungen (Praktikum, Honorarvertrag, Aushilfe etc) in verschiedenen Bereichen im Politikgeschäft.
Dabei die Erkenntnis, dass das (auf Dauer) nichts ist, mit dem ich mein Geld verdienen möchte [Anm. So kann man sich täuschen *g*] Daraus wächst aber ebenfalls die Idee, dass gerade die konkrete lokale Ebene vielleicht eher mein Ding ist.
02/2003: Beginn meines aktiven Engagement in meinem Orstverband (OV)
Auslöser ist die Unterstützung der „Hamburger Erklärung“ (Protest gegen den Irak Krieg). Da MUSSTE ich einfach mitmachen
seit 04/2003: Webmasterin des OVs, Vertreterin in der Projektgruppe „Flächennutzungsplan“
09/2004: Grüne Direktkandidatin in einem Wahlbezirk bei der Kommunalwahl, Nr.5 auf der Liste.
Der OV hätte mich gerne auch weiter vorne auf die Liste gesetzt, so dass ich sicher in den Rat komme, weil wir mit 2-3 Mandaten rechnen (drei werden es auch). Ich hab das abgelehnt, weil ich es mir damals noch nicht zugetraut habe und meine berufliche Situation auch so unklar war und ich nicht wusste, ob ich überhaupt hier in der Stadt wohnen bleibe.
Seit 10/2004: Grüne Sachkundige Bürgerin im Planungsausschuss.
Eine von fünf Frauen neben 16 Männern. Einziges Grünes Mitglied. Somit meist die einzige Frau, die überhaupt was sagt. Bei den anderen Fraktionen reden halt immer die Sprecher, das sind immer Männer.
Seit 22.05.2006: Vorstandssprecherin des Ortsverbands
Gestern war unsere Jahreshauptversammlung und dort wurde unter anderem der gesamte vierköpfige Vorstand (2 Sprecher/innen, 1 Beisitzer/in, 1 Kassierer/in) neu gewählt. Der Vorstand war in den letzten zwei Jahren eigentlich nicht präsent, aus unterschiedlichen Gründen, was aber die politische Arbeit und das Miteinander doch erheblich erschwert haben. Ich hab in dieser Zeit gemeinsam mit der Kassierin und dem Fraktionsvorsitzenden viele Dinge organisiert und entschieden. Letzte Woche dachte ich dann so: Du machst eh schon vieles was eigentlich ein Vorstand macht. Dann kannst du das Amt auch offiziell übernehmen, gerade weil der eine Sprecher eh nicht mehr kandidieren wollte.
Gewählt wurde ich – bei einer Enthaltung – einstimmig, während die zweite Kandidatin für den andere Sprecher Posten immerhin eine Gegenstimme erhalten hat. Da sind sie schon direkt wieder, die Animositäten gewisser Leute gegeneinander. Ich hoffe, ich kann da dann in Zukunft als Puffer zwischen diesen Leuten arbeiten, weil ich eigentlich mit allen gut auskomme. Zumindest mit den wichtigen Leuten *g* Das war auf jeden Fall auch einer meiner Beweggründe diesen Posten überhaupt anzustreben.
Jetzt bin ich echt mal gespannt auf die nächsten Monate (und Jahre) Ich glaube es kann schon echt ganz spannend werden. Und bereichernd. Und lohnend. Und lehrreich. Einfach noch aktiver in gewisse Entscheidungsprozesse eingebunden zu sein. Mehr Entscheidungsfreiheit zu haben bei bestimmten Dingen. Mehr Verantwortung übernehmen zu können. Oder auch zu müsen. Mehr Abstimmungsbedarf. Mehr Kompromisse machen und aushalten (müssen). Sich noch mehr und noch verantwortungsvoller mit den Meinungen und Persönlichkeiten der anderen Aktiven in unserem OV auseinandersetzen zu müssen. Diese Meinungen und Persönlichkeiten aber auch miteinander in Einklang zu bringen.
Ich glaube, aus all dem kann ich echt nur jede Menge lernen. Für mich und über mich. Und für und über meinen Umgang mit anderen. Von der eigentlichen politischen Arbeit, die ich inzwischen generell gerne mache, ganz zu schweigen. Ich freue mich drauf...
Herbst 2006 (??): Grünes Ratsmitglied ???
Wie war das noch mit Trennung von Amt und Mandat *g*? Deswegen übrigens auch die eine Enthaltung bei der Wahl...
seit Sommer 1998: Mitglied bei „Bündnis 90/Die Grünen“
Den Wechsel will ich - wenn schon nicht als aktive Wahlkämpferin, dann doch zumindest als zahlendes Mitglied – unterstützen. Lange Zeit war ich dann „Karteileiche“ in meinem Ortsverband. Währenddessen allerdings immerhin
09/1999: Grüne Direktkandidatin in einem Wahlbezirk bei der Kommunalwahl
Die Grünen müssen immer 21 Direktkandidaten für die Wahlbezirke zusammenkriegen. Da wird JEDER gefragt. Es sind letztendlich nur Zählkandidaten. Ich hab mich dazu bereit erklärt, klar. Bin aber dennoch noch immer nicht aktiv geworden.
Jahr 2002: Erste berufliche Erfahrungen (Praktikum, Honorarvertrag, Aushilfe etc) in verschiedenen Bereichen im Politikgeschäft.
Dabei die Erkenntnis, dass das (auf Dauer) nichts ist, mit dem ich mein Geld verdienen möchte [Anm. So kann man sich täuschen *g*] Daraus wächst aber ebenfalls die Idee, dass gerade die konkrete lokale Ebene vielleicht eher mein Ding ist.
02/2003: Beginn meines aktiven Engagement in meinem Orstverband (OV)
Auslöser ist die Unterstützung der „Hamburger Erklärung“ (Protest gegen den Irak Krieg). Da MUSSTE ich einfach mitmachen
seit 04/2003: Webmasterin des OVs, Vertreterin in der Projektgruppe „Flächennutzungsplan“
09/2004: Grüne Direktkandidatin in einem Wahlbezirk bei der Kommunalwahl, Nr.5 auf der Liste.
Der OV hätte mich gerne auch weiter vorne auf die Liste gesetzt, so dass ich sicher in den Rat komme, weil wir mit 2-3 Mandaten rechnen (drei werden es auch). Ich hab das abgelehnt, weil ich es mir damals noch nicht zugetraut habe und meine berufliche Situation auch so unklar war und ich nicht wusste, ob ich überhaupt hier in der Stadt wohnen bleibe.
Seit 10/2004: Grüne Sachkundige Bürgerin im Planungsausschuss.
Eine von fünf Frauen neben 16 Männern. Einziges Grünes Mitglied. Somit meist die einzige Frau, die überhaupt was sagt. Bei den anderen Fraktionen reden halt immer die Sprecher, das sind immer Männer.
Seit 22.05.2006: Vorstandssprecherin des Ortsverbands
Gestern war unsere Jahreshauptversammlung und dort wurde unter anderem der gesamte vierköpfige Vorstand (2 Sprecher/innen, 1 Beisitzer/in, 1 Kassierer/in) neu gewählt. Der Vorstand war in den letzten zwei Jahren eigentlich nicht präsent, aus unterschiedlichen Gründen, was aber die politische Arbeit und das Miteinander doch erheblich erschwert haben. Ich hab in dieser Zeit gemeinsam mit der Kassierin und dem Fraktionsvorsitzenden viele Dinge organisiert und entschieden. Letzte Woche dachte ich dann so: Du machst eh schon vieles was eigentlich ein Vorstand macht. Dann kannst du das Amt auch offiziell übernehmen, gerade weil der eine Sprecher eh nicht mehr kandidieren wollte.
Gewählt wurde ich – bei einer Enthaltung – einstimmig, während die zweite Kandidatin für den andere Sprecher Posten immerhin eine Gegenstimme erhalten hat. Da sind sie schon direkt wieder, die Animositäten gewisser Leute gegeneinander. Ich hoffe, ich kann da dann in Zukunft als Puffer zwischen diesen Leuten arbeiten, weil ich eigentlich mit allen gut auskomme. Zumindest mit den wichtigen Leuten *g* Das war auf jeden Fall auch einer meiner Beweggründe diesen Posten überhaupt anzustreben.
Jetzt bin ich echt mal gespannt auf die nächsten Monate (und Jahre) Ich glaube es kann schon echt ganz spannend werden. Und bereichernd. Und lohnend. Und lehrreich. Einfach noch aktiver in gewisse Entscheidungsprozesse eingebunden zu sein. Mehr Entscheidungsfreiheit zu haben bei bestimmten Dingen. Mehr Verantwortung übernehmen zu können. Oder auch zu müsen. Mehr Abstimmungsbedarf. Mehr Kompromisse machen und aushalten (müssen). Sich noch mehr und noch verantwortungsvoller mit den Meinungen und Persönlichkeiten der anderen Aktiven in unserem OV auseinandersetzen zu müssen. Diese Meinungen und Persönlichkeiten aber auch miteinander in Einklang zu bringen.
Ich glaube, aus all dem kann ich echt nur jede Menge lernen. Für mich und über mich. Und für und über meinen Umgang mit anderen. Von der eigentlichen politischen Arbeit, die ich inzwischen generell gerne mache, ganz zu schweigen. Ich freue mich drauf...
Herbst 2006 (??): Grünes Ratsmitglied ???
Wie war das noch mit Trennung von Amt und Mandat *g*? Deswegen übrigens auch die eine Enthaltung bei der Wahl...
Di, 23.05.06, 23:56 Uhr
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