Mein gestriges Date mit Robbie Williams
abgelegt unter: MedialesMmmmh. Also der gestrige Abend mit Robbie...
Als hai_di und ich auf der Rückfahrt überlegt haben, wie uns dieses Ereignis nun gefallen hat, kam mir als erstes ein so wunderbarer Satz in den Sinn, den Mariele Millowitsch vor einigen Jahren mal in einem Interview gesagt hat. Zwar sagte sie es anders gemeint in einem ganz anderen Zusammenhang, aber der Satz ist einfach klasse, weil er auf so viele Gelegenheiten passt.
"War nett, machen wir nicht noch mal."
Und das ist wirklich mein Fazit des Abends. Also entweder hatte Herr Williams 'nen schlechten Tag. Oder ich/wir, weil wir zu überkritisch waren. Oder vielleicht sind wir mit zu hohen oder eben falschen Erwartungen / Vorstellungen hingefahren. Letztendlich war ich auf jeden Fall doch sehr froh, nicht schon vor Monaten so viel Geld für ein Ticket ausgegeben zu haben um mich dann über ein halbes Jahr auf mein erstes Robbie Konzert zu freuen. Denn DANN wäre ich gestern Abend doch sehr enttäuscht gewesen.
Mein Hauptkritikpunkt ist einfach, dass ich seine Performance zwischendurch (Ansagen etc) einfach ziemlich abgedroschen fand. Natürlich sagt jeder Star bei jedem Konzert einer Tour eigentlich immer das Gleiche, das weiß ich nun aus alter Roxette Erfahrung. Aber gestern Abend kam es mir halt besonders "vorher überlegt und auswendig gelernt" vor. Oder eben einfach wie ein "Floskeln ins Publikum schmeißen". Es kann ihm letztlich auch egal sein, was er sagt oder tut, denn die Menge jubelt ja bei jedem Satz. Jedem Wort. Jeder Geste.
Aber wie oft kann man denn bitte schön so was wie "Ich liebe euch!" sagen? Seine weiteren Deutschkenntnisse beschränkten sich dann auf "Deutschland" und "Scheiße". Nicht in dieser Kombi wohlgemerkt *g* Aber auch so was wie "I feel scheiße" ist nur beim ersten oder zweiten Mal witzig, wenn das Wort dann später noch permanent auftaucht wird's einfach öde. Und auch der Rest seines Auftritts war irgendwie... ich weiß nicht. Wie gesagt, falsche Erwartungen oder schlechter Tag.
Vielleicht liegt meine Enttäuschung auch einfach an der Größe der Veranstaltung. Wir hatten schon sehr gute (teure) Sitzplätze auf der Seite und haben die Menschen auf der Bühne trotzdem kaum gesehen, weil wir so weit weg waren. Klar gab's große Leinwände, aber das ist halt nicht dasselbe.

- ein paar mehr Fotos in voller Göße (640x480) gibt’s durch Klick aufs Bild -
Auch mit einem Opernglas gucken zu müssen um das Geschehen auf der Bühne beobachten zu können, ist für mich dann einfach kein Rock-Konzert mehr. Und aus der Phase, Stunden oder halbe oder ganze Tage vor Einlassbeginn vor Ort zu sein, um dann die Plätze im Gedränge vorne vor der Bühne ergattern zu können, bin ich auch schon lange raus. So ein Spektakel mit 80.000 Zuschauern ist wohl irgendwie nicht (mehr) meine Welt.
Der Sound war eigentlich echt super, also die Band und Robbie selbst auch, nur hab ich auch vom Publikum leider kaum was gehört. Bzw. ich hab mich selbst gehört und die Leute um mich rum, aber dass da 80.000 Leute "Angels" singen kam bei mir nicht an, was ich auch wirklich sehr schade fand, weil ich gerade das bei Konzerten (auf CD, DVD oder im TV) immer so gigantisch finde. Aber das ist vermutlich einfach so, wenn dort der Gesamtsound aufgenommen wird, den man als Teilnehmer vor Ort dann gar nicht so wahrnimmt. Wie gesagt: Nicht mein Ding.
Vielleicht lag's aber auch ein bisschen an der Song-Auswahl, aber wenn man schon so viele super gute Songs gemacht hat, kann man halt nicht alle spielen. Bzw. man könnte schon, aber dann müsste man halt länger auf der Bühne stehen als knapp zwei Stunden. Was ich für den Preis schon auch arg kurz finde. Aber Robbie kann es sich halt leisten, die Leute kommen so oder so. Klar will die Riesenbühne, das Feuerwerk, die Flammenwerfer und alles andere finanziert werden. Aber ich hätte diesen ganzen Schnickschnack nicht gebraucht, wenn er stattdessen einfach eine halbe Stunde länger gespielt hätte. Oder die Karten billiger gewesen wären. Aber natürlich will und muss man dem Publikum ganz hinten auch ein bisschen was Optisches bieten und das geht nun mal doch nur durch so Effekte.
Ach, ich weiß auch nicht... vielleicht bin ich wirklich zu kritisch. Aber einmal muss man es halt wohl auch erlebt haben, um dann auch zu wissen, was man in Zukunft nicht mehr erleben will :-) In einer kleineren Location würde ich einem Robbie Konzert vielleicht noch mal eine Chance geben, aber da der nie wieder in kleineren Locations spielen wird, wird er wohl in Zukunft ohne mich als Konzertbesucherin auskommen müssen. Nicht, dass ihm das auffallen wird *g*
So und jetzt höre ich noch mal ein bisschen "Live at Knebworth". Die Stimmung dort kommt irgendwie besser rüber als gestern auf den Jahnwiesen.
Als hai_di und ich auf der Rückfahrt überlegt haben, wie uns dieses Ereignis nun gefallen hat, kam mir als erstes ein so wunderbarer Satz in den Sinn, den Mariele Millowitsch vor einigen Jahren mal in einem Interview gesagt hat. Zwar sagte sie es anders gemeint in einem ganz anderen Zusammenhang, aber der Satz ist einfach klasse, weil er auf so viele Gelegenheiten passt.
"War nett, machen wir nicht noch mal."
Und das ist wirklich mein Fazit des Abends. Also entweder hatte Herr Williams 'nen schlechten Tag. Oder ich/wir, weil wir zu überkritisch waren. Oder vielleicht sind wir mit zu hohen oder eben falschen Erwartungen / Vorstellungen hingefahren. Letztendlich war ich auf jeden Fall doch sehr froh, nicht schon vor Monaten so viel Geld für ein Ticket ausgegeben zu haben um mich dann über ein halbes Jahr auf mein erstes Robbie Konzert zu freuen. Denn DANN wäre ich gestern Abend doch sehr enttäuscht gewesen.
Mein Hauptkritikpunkt ist einfach, dass ich seine Performance zwischendurch (Ansagen etc) einfach ziemlich abgedroschen fand. Natürlich sagt jeder Star bei jedem Konzert einer Tour eigentlich immer das Gleiche, das weiß ich nun aus alter Roxette Erfahrung. Aber gestern Abend kam es mir halt besonders "vorher überlegt und auswendig gelernt" vor. Oder eben einfach wie ein "Floskeln ins Publikum schmeißen". Es kann ihm letztlich auch egal sein, was er sagt oder tut, denn die Menge jubelt ja bei jedem Satz. Jedem Wort. Jeder Geste.
Aber wie oft kann man denn bitte schön so was wie "Ich liebe euch!" sagen? Seine weiteren Deutschkenntnisse beschränkten sich dann auf "Deutschland" und "Scheiße". Nicht in dieser Kombi wohlgemerkt *g* Aber auch so was wie "I feel scheiße" ist nur beim ersten oder zweiten Mal witzig, wenn das Wort dann später noch permanent auftaucht wird's einfach öde. Und auch der Rest seines Auftritts war irgendwie... ich weiß nicht. Wie gesagt, falsche Erwartungen oder schlechter Tag.
Vielleicht liegt meine Enttäuschung auch einfach an der Größe der Veranstaltung. Wir hatten schon sehr gute (teure) Sitzplätze auf der Seite und haben die Menschen auf der Bühne trotzdem kaum gesehen, weil wir so weit weg waren. Klar gab's große Leinwände, aber das ist halt nicht dasselbe.

- ein paar mehr Fotos in voller Göße (640x480) gibt’s durch Klick aufs Bild -
Auch mit einem Opernglas gucken zu müssen um das Geschehen auf der Bühne beobachten zu können, ist für mich dann einfach kein Rock-Konzert mehr. Und aus der Phase, Stunden oder halbe oder ganze Tage vor Einlassbeginn vor Ort zu sein, um dann die Plätze im Gedränge vorne vor der Bühne ergattern zu können, bin ich auch schon lange raus. So ein Spektakel mit 80.000 Zuschauern ist wohl irgendwie nicht (mehr) meine Welt.
Der Sound war eigentlich echt super, also die Band und Robbie selbst auch, nur hab ich auch vom Publikum leider kaum was gehört. Bzw. ich hab mich selbst gehört und die Leute um mich rum, aber dass da 80.000 Leute "Angels" singen kam bei mir nicht an, was ich auch wirklich sehr schade fand, weil ich gerade das bei Konzerten (auf CD, DVD oder im TV) immer so gigantisch finde. Aber das ist vermutlich einfach so, wenn dort der Gesamtsound aufgenommen wird, den man als Teilnehmer vor Ort dann gar nicht so wahrnimmt. Wie gesagt: Nicht mein Ding.
Vielleicht lag's aber auch ein bisschen an der Song-Auswahl, aber wenn man schon so viele super gute Songs gemacht hat, kann man halt nicht alle spielen. Bzw. man könnte schon, aber dann müsste man halt länger auf der Bühne stehen als knapp zwei Stunden. Was ich für den Preis schon auch arg kurz finde. Aber Robbie kann es sich halt leisten, die Leute kommen so oder so. Klar will die Riesenbühne, das Feuerwerk, die Flammenwerfer und alles andere finanziert werden. Aber ich hätte diesen ganzen Schnickschnack nicht gebraucht, wenn er stattdessen einfach eine halbe Stunde länger gespielt hätte. Oder die Karten billiger gewesen wären. Aber natürlich will und muss man dem Publikum ganz hinten auch ein bisschen was Optisches bieten und das geht nun mal doch nur durch so Effekte.
Ach, ich weiß auch nicht... vielleicht bin ich wirklich zu kritisch. Aber einmal muss man es halt wohl auch erlebt haben, um dann auch zu wissen, was man in Zukunft nicht mehr erleben will :-) In einer kleineren Location würde ich einem Robbie Konzert vielleicht noch mal eine Chance geben, aber da der nie wieder in kleineren Locations spielen wird, wird er wohl in Zukunft ohne mich als Konzertbesucherin auskommen müssen. Nicht, dass ihm das auffallen wird *g*
So und jetzt höre ich noch mal ein bisschen "Live at Knebworth". Die Stimmung dort kommt irgendwie besser rüber als gestern auf den Jahnwiesen.
Mi, 09.08.06, 17:44 Uhr
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Kommentare zu diesem Eintrag:
joerg (anonym) - Mi, 09.08.06, 20:52
Same here: http://joerg.antville.org/stories/1431457/
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tschapperl - Mi, 09.08.06, 21:53
Vielleicht hat Robbie ja jemand eingeflüstert auf welcher Wiese er da herumhüpft. Das Gedenken an den alten Turnvati ist nicht jedermanns Sache. Ob der Briten mochte ???
matt (anonym) - Sa, 19.08.06, 22:55
also ich höre gerade im radio das "weltweit übertragene" konzert von robbie aus wien (ich bin aus wien, aber nicht dort) - und ich muss sagen, meine eindrücke decken sich mit deinen total. der typ kann nicht singen (konnte er noch nie), aber er ist zudem noch "krank" und "hat fieber". schlechte performances werden heutzutage eben leichtfertig entschuldigt. die plattenkäufer werdens schon entschuldigen. er singt grad angels - also ist das konzert schon aus. nun ja, robbie sollte man sich lieber auf cd kaufen...
QueSt (anonym) - Do, 24.08.06, 14:44
Das Problem beim Singen ist, dass viele Menschen nicht in der Lage sind falsche töne zu hören. Robbie konnte noch nie singen. So lange er nur in den unteren Lagen seinen Sprachgesang brabbelt, geht es noch, aber dann ist fertig lustig. Ich mag seine Songs aus dem Studio, wurden ja auch von einem äusserst begabten Ex-Dura-Duran Songwriter geschrieben, nur schade, dass diese Clown das tolle Talent eines begnadeten Songwriters verschwendet. Robbie ist kein Musiker, er ist wie Madonna nur noch ein Werbeartikel. Es muss für viele Musiker purer Hohn sein, dass ein Mann der weder Songs schreiben noch singen kann, Preise dafür bekommt. Er ist der Hampelmann einer Industrie, sie schreiben die Drehbücher und er muss sich möglichst primitiv auf der Bühne geben.
In NY sah ich Madonna life, die gleiche Katastrophe, sie kann icht singen, es tat richtig weh, aber auch sei bekam Preise!!! Wobei ich Madonna ihre wertvollen Beiträge für die Musikszene eingestehen muss, Robbie hingegen hat, ausser mit Take That, nix für die Musikkultur getan, ausser sie noch lächerlicher zu machen, als sie ohnehin schon ist. Schni-Schna-Schnappi, sag ich nur.
In NY sah ich Madonna life, die gleiche Katastrophe, sie kann icht singen, es tat richtig weh, aber auch sei bekam Preise!!! Wobei ich Madonna ihre wertvollen Beiträge für die Musikszene eingestehen muss, Robbie hingegen hat, ausser mit Take That, nix für die Musikkultur getan, ausser sie noch lächerlicher zu machen, als sie ohnehin schon ist. Schni-Schna-Schnappi, sag ich nur.
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