Gelesen: Zusammen ist man weniger allein (Anna Gavalda, 2004)
abgelegt unter: MedialesDer Oktober war ja für mich literarisch nicht so der Knaller. Um so schöner ist es aber, dass ich im November mit meiner ersten Lektüre - Auswahl ein glückliches Händchen bewiesen habe. Mein Gott, war das eine schöne Geschichte. Zu Beginn hatte ich ein ganz klein wenig Probleme mich auf die Charaktere und die wechselnden Erzähl-Perspektiven einzulassen, aber als ich mich dann eingelassen hatte, fand ich es einfach nur wirklich toll. Eine wunderschöne, ruhige, nachdenklich stimmende Geschichte über vier so ganz verschiedene Menschen, mit ganz unterschiedlichen Schicksalen und Problemen (mit sich selbst und ihrer Umwelt), die der Zufall - oder das Schicksal? - in einer Wohn - Gemeinschaft zusammen bringt. Die vier haben sich nicht gesucht, aber sie sind füreinander genau die richtigen. Und wie sich das zwischen ihnen entwickelt und auch wie sie sich jeder für sich dadurch verändern, ist wirklich einfach ganz großartig erzählt!
So beginnt die Geschichte...
Paulette Lestafier war nicht verrückt, wie die Leute behaupteten. Natürlich wusste sie, wann welcher Tag war, sie hätte ja sonst nichts zu tun, als die Tage zu zählen, auf sie zu warten und wieder zu vergessen. Sie wusste sehr wohl, dass heute Mittwoch war. Außerdem war sie fertig! Hatte ihren Mantel übergezogen, ihren Korb gegriffen und ihre Rabattmärkchen zusammengesucht. Sie hatte sogar schon von weitem das Auto der Yvonne gehört. Aber dann stand die Katze vor der Tür, hatte Hunger, und als sie sich bückte, um ihr den Napf wieder hinzustellen, war sie gestürzt und mit dem Kopf auf der untersten Treppenstufe aufgeschlagen.
...und so beginnt Seite 98.
"Ich wollte dir nur sagen, dass kein warmes Wasser mehr da ist", meinte Franck.
"Oh, das ist ärgerlich. Ich bedauere das sehr."
"Scheiße Mann, hör auf, dich zu entschuldigen! Ich hab den Boiler leer gemacht, okay? Ich war es. Also entschuldige du dich nicht!"
"Bedauere, ich dachte..."
"He, und außerdem gehst du einem wirklich auf die Eier, wenn du immer den Bettvorleger spielen musst, da hast du echt ein Problem."
So beginnt die Geschichte...
Paulette Lestafier war nicht verrückt, wie die Leute behaupteten. Natürlich wusste sie, wann welcher Tag war, sie hätte ja sonst nichts zu tun, als die Tage zu zählen, auf sie zu warten und wieder zu vergessen. Sie wusste sehr wohl, dass heute Mittwoch war. Außerdem war sie fertig! Hatte ihren Mantel übergezogen, ihren Korb gegriffen und ihre Rabattmärkchen zusammengesucht. Sie hatte sogar schon von weitem das Auto der Yvonne gehört. Aber dann stand die Katze vor der Tür, hatte Hunger, und als sie sich bückte, um ihr den Napf wieder hinzustellen, war sie gestürzt und mit dem Kopf auf der untersten Treppenstufe aufgeschlagen.
...und so beginnt Seite 98.
"Ich wollte dir nur sagen, dass kein warmes Wasser mehr da ist", meinte Franck.
"Oh, das ist ärgerlich. Ich bedauere das sehr."
"Scheiße Mann, hör auf, dich zu entschuldigen! Ich hab den Boiler leer gemacht, okay? Ich war es. Also entschuldige du dich nicht!"
"Bedauere, ich dachte..."
"He, und außerdem gehst du einem wirklich auf die Eier, wenn du immer den Bettvorleger spielen musst, da hast du echt ein Problem."
Fr, 10.11.06, 21:47 Uhr
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