Gelesen: Halbnackte Bauarbeiter (Martina Brandl, 2006)
abgelegt unter: MedialesWas sagt es wohl eigentlich über mich aus, wenn in der Mayerschen ein Buch mit dem Titel "Halbnackte Bauarbeiter" meine Aufmerksamkeit auf sich zieht :-)? Es ist die zwar natürlich irgendwie sehr seichte, aber unglaublich lustig erzählte Geschichte einer Frau Ende 30 auf der Suche nach ihrem Traumprinzen. Wobei der noch nicht mal Traumprinz sein müsste... sie würde sich auch mit viel weniger zufrieden geben und tut das zeitweise auch. Was sie nicht daran hindert sich wilden Tagträumen und Spekulationen über 26-jährige Medizinstudenten und vor allem nicht über den Fremdenführerin-suchenden Johnny Depp - Doppelgänger hinzugeben. Garniert wird das alles mit den Fettnäpfchen die sich ihr in den Weg stellen und in die sie zielsicher jedes Mal auch trifft.
Es war für mich eins von den Büchern, hinter denen ich mich beim Lesen in der Bahn immer verstecken musste, weil es mir zu peinlich war, sichtbar für alle Mitreisenden aus heiterem Himmel in ein breites Grinsen oder lautes Lachen auszubrechen.
So beginnt die Geschichte..
Er ist mir schon aufgefallen, als ich aus der Haustür auf die menschenleere Straße trat. Lasziv lehnte er an einem parkenden Auto in der kalten Mainacht, und ich fragte mich: Was macht so ein attraktiver junger Mann mitten im Frühling ausgerechnet vor meiner Haustür? Sollte er nicht bei seiner 18-jährigen süßen kleinen Freundin sein oder cool in irgendeiner Lounge herumhängen, um sich eine zu suchen? Während ich das dachte, hatte ich plötzlich das Gefühl, er hätte in eben diesem Moment meine Gedanken gelesen, denn er blickte mich unverwandt an und verzog den linken Mundwinkel zu einem ganz kleinen spöttischen Lächeln.
...und so beginnt Seite 98:
Zwei Tage später stand Millie vor der Tür. Ich kann unangemeldete Besucher nicht leiden. In ihrer überfallartigen Penetranz werden sie nur noch übertroffen von Wegelagerern, die einem, wenn man nichts ahnend in der Kneipe sitzt, ein abgegriffenes Pappkärtchen auf den Tisch legen mit der Aufschrift: "Ich bin gehörlos, ich bin kein Bettler. Ich bitte Sie nur um eine Hilfe, damit ich in dieser Gesellschaft leben kann. Ich biete Ihnen ein Andenken für 3,50 Euro an. Wenn Sie mir mehr geben möchten, bedeutet es, dass Sie Ihr gutes Herz zeigen." Und dazu legen sie ein rosa Plüschherz mit der Aufschrift: "I love you".
Last.fm spielt: Yes U Can - Jewel
Es war für mich eins von den Büchern, hinter denen ich mich beim Lesen in der Bahn immer verstecken musste, weil es mir zu peinlich war, sichtbar für alle Mitreisenden aus heiterem Himmel in ein breites Grinsen oder lautes Lachen auszubrechen.
So beginnt die Geschichte..
Er ist mir schon aufgefallen, als ich aus der Haustür auf die menschenleere Straße trat. Lasziv lehnte er an einem parkenden Auto in der kalten Mainacht, und ich fragte mich: Was macht so ein attraktiver junger Mann mitten im Frühling ausgerechnet vor meiner Haustür? Sollte er nicht bei seiner 18-jährigen süßen kleinen Freundin sein oder cool in irgendeiner Lounge herumhängen, um sich eine zu suchen? Während ich das dachte, hatte ich plötzlich das Gefühl, er hätte in eben diesem Moment meine Gedanken gelesen, denn er blickte mich unverwandt an und verzog den linken Mundwinkel zu einem ganz kleinen spöttischen Lächeln.
...und so beginnt Seite 98:
Zwei Tage später stand Millie vor der Tür. Ich kann unangemeldete Besucher nicht leiden. In ihrer überfallartigen Penetranz werden sie nur noch übertroffen von Wegelagerern, die einem, wenn man nichts ahnend in der Kneipe sitzt, ein abgegriffenes Pappkärtchen auf den Tisch legen mit der Aufschrift: "Ich bin gehörlos, ich bin kein Bettler. Ich bitte Sie nur um eine Hilfe, damit ich in dieser Gesellschaft leben kann. Ich biete Ihnen ein Andenken für 3,50 Euro an. Wenn Sie mir mehr geben möchten, bedeutet es, dass Sie Ihr gutes Herz zeigen." Und dazu legen sie ein rosa Plüschherz mit der Aufschrift: "I love you".
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Fr, 23.03.07, 22:40 Uhr
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