Nachporto bringt mich um den Schlaf
abgelegt unter: Arbeitswelt(en)Ich hätte ahnen sollen, dass es mit der Versand-Aktion für Job #2 alles nicht so glatt läuft. Wobei ich noch gar nicht weiß, ob es nicht glatt läuft, aber es ist zu vermuten. Ich könnte mir sonst wo hintreten! Vor einer guten Stunde ist mir nämlich beim Wegdämmern in den wohlverdienten Schlaf die Frage in den Sinn gekommen, wie schwer ein normaler 55c Brief eigentlich sein darf? Denn die über 300 Umschläge, die ich heute Nachmittag gefüllt habe, hab ich gut gefüllt.
Eine ganze Weile lang hab ich versucht mich zu beruhigen und den Gedanken zumindest für heute Nacht zu vergessen. Erfolglos. Dann hab ich also aus den Tiefen meiner Schubladen das Leistungsverzeichnis der Post gekramt und leider leider sehen müssen, dass meine Briefe auf keine Fall mit 55c ausreichend frankiert sind. Scheiße! Dann hab ich mir weitere geschlagene 20 Minuten panisch die schlimmsten Szenarien ausgemalt, was passiert, wenn die Post nun alle 300 Briefe gar nicht erst zustellt, sondern zurück an den Absender transportiert. Wir sind aber nur pro forma Untermieter in diesen Büro-Räumen, weil wir natürlich eine Post-Anschrift brauchen und wir die Räume auch für Besprechungen nutzen. Aber ich arbeite halt von zu Hause oder dem Job #1 Büro aus. Und der "Vermieter" ist jetzt auch über Ostern gar nicht da, und ich weiß nicht, ob irgendwer dort den Briefkasten leert. Mal ganz davon abgesehen, dass die 300 Briefe eh nicht in den Briefkasten passen würden. HILFE!
Ich hab mir schon ausgemalt, wen ich wohl wie bei der Post anrufen muss, um sicherzustellen, dass die Briefe alle irgendwo gesammelt werden, wo ich sie nachfrankieren kann. Und dabei fahre ich doch am Mittwoch für eine Woche in Urlaub! Panik, nachts um kurz vor 3 Uhr! Mensch, warum muss mir der Gedanke auch ausgerechnet vorm Einschlafen kommen?
Was macht man also, wenn man erst mal gar nicht weiter weiß, aber zur eigenen Beruhigung irgendwie was herausfinden will? Richtig, man schmeißt wieder den Rechner an und geht online und googelt. Rechner anwerfen dauerte dann auch noch länger, weil diverse System-Einstellungen, die ich vorher geändert hatte, nun nicht so klappen und es nur mit abgesichertem Modus, System-Wiederherstellung und so weiter ging. Passt ja auch mal gut. Wenn es nur im wahren Leben mal so einfach wäre.... irgendwas klappt nicht? Mist gebaut? Nicht so tragisch, einfach den letzten Wiederherstellungspunkt aufrufen, neu starten und die letzten Tage noch mal leben. Und sich dann rechtzeitig die richtigen Gedanken zu Versand-Bedingungen machen. Während sich der Rechner also wiederbelebte, hab ich mir auf den Schreck hin erst mal was von dem Schoko-Sahne-Likör gegönnt, den ich noch im Kühlschrank habe.
Google verrät mir nun, dass Briefe mit zu wenig Porto nicht direkt wieder zurück gesendet werden, sondern ganz normal zugestellt und dann vom Empfänger Nachporto kassiert wird. Herrje, auch ganz schön peinlich, wenn wir Einladungen verschicken und die Gäste auch erst noch mal 50c bis 1 € nachzahlen dürfen. HILFE! Ich möchte in eine Mauseloch. Oder zurück zum letzten "Wiederherstellungspunkt".
Nur falls der Empfänger sich weigert oder nicht erreichbar ist, kommt der Brief dann zum Absender zurück. Das dürften immer noch einige sein, vermute ich mal, denn wer weiß, ob die alle so zu Hause sind, wenn der Briefträger kommt. Oder werden die dann benachrichtigt, dass für sie was auf dem Postamt bereit liegt, sie dafür aber Nachporto zahlen müssen? Vermutlich schon... Oh Gott, oh Gott, wie peinlich.
Am Montag muss ich dann erst mal meinen Kollegen anrufen, zu Kreuze kriechen, weil ich das mit dem Porto so vermasselt hab und ihn bitten, in den nächsten Tagen vielleicht mal in unserem "Briefkasten-Büro" vorbeizuschauen, ob dort Post für uns liegt. Und mit ihm zusammen überlegen, ob man vielleicht doch direkt noch eine Entschuldigungsmail an alle Empfänger schickt und drauf hinweist, dass sie da evtl. Nachporto zahlen müssen? HILFE! Ist mir das peinlich.
Wieso passiert so was immer nur mir? Und wieso merke ich es auch noch so früh? Manchmal wäre eine strunzdoofe Ignoranz vielleicht doch entspannter. Dann würde ich von dem ganzen Drama erst was mitkriegen, wenn die ersten Briefe retour kommen, was wohl eh ein paar Tage dauern wird und wenn das Büro nicht besetzt ist, würde es noch länger dauern, bis ich überhaupt davon erfahre. Und bis dahin müsste und würde ich mir keine Sorgen machen und keine Vorwürfe und schon gar nicht den Kopf zerbrechen, wie ich das noch möglichst geschickt retten kann. Mit strunzdoofer Ignoranz würde ich mir morgen einen schönen Sonntag machen und dann den normalen Alltag leben bis ich am Mittwoch in Urlaub fliege und dort im Urlaub erst Recht keinen Gedanken an meinen Job verschwenden. So werde ich gleich wohl schlecht einschlafen, morgen unruhig überlegen, was noch alles schief gehen kann, wie sehr ich mich damit in den Augen meiner Vorgesetzten blamiert habe und wie ich am Montag am geschicktesten vorgehe.
Aber bevor es morgen wird muss ich nun gleich erst mal einschlafen und ich fürchte das könnte schon am "sich über die eigene Dummheit ärgern" scheitern. :-(
Eine ganze Weile lang hab ich versucht mich zu beruhigen und den Gedanken zumindest für heute Nacht zu vergessen. Erfolglos. Dann hab ich also aus den Tiefen meiner Schubladen das Leistungsverzeichnis der Post gekramt und leider leider sehen müssen, dass meine Briefe auf keine Fall mit 55c ausreichend frankiert sind. Scheiße! Dann hab ich mir weitere geschlagene 20 Minuten panisch die schlimmsten Szenarien ausgemalt, was passiert, wenn die Post nun alle 300 Briefe gar nicht erst zustellt, sondern zurück an den Absender transportiert. Wir sind aber nur pro forma Untermieter in diesen Büro-Räumen, weil wir natürlich eine Post-Anschrift brauchen und wir die Räume auch für Besprechungen nutzen. Aber ich arbeite halt von zu Hause oder dem Job #1 Büro aus. Und der "Vermieter" ist jetzt auch über Ostern gar nicht da, und ich weiß nicht, ob irgendwer dort den Briefkasten leert. Mal ganz davon abgesehen, dass die 300 Briefe eh nicht in den Briefkasten passen würden. HILFE!
Ich hab mir schon ausgemalt, wen ich wohl wie bei der Post anrufen muss, um sicherzustellen, dass die Briefe alle irgendwo gesammelt werden, wo ich sie nachfrankieren kann. Und dabei fahre ich doch am Mittwoch für eine Woche in Urlaub! Panik, nachts um kurz vor 3 Uhr! Mensch, warum muss mir der Gedanke auch ausgerechnet vorm Einschlafen kommen?
Was macht man also, wenn man erst mal gar nicht weiter weiß, aber zur eigenen Beruhigung irgendwie was herausfinden will? Richtig, man schmeißt wieder den Rechner an und geht online und googelt. Rechner anwerfen dauerte dann auch noch länger, weil diverse System-Einstellungen, die ich vorher geändert hatte, nun nicht so klappen und es nur mit abgesichertem Modus, System-Wiederherstellung und so weiter ging. Passt ja auch mal gut. Wenn es nur im wahren Leben mal so einfach wäre.... irgendwas klappt nicht? Mist gebaut? Nicht so tragisch, einfach den letzten Wiederherstellungspunkt aufrufen, neu starten und die letzten Tage noch mal leben. Und sich dann rechtzeitig die richtigen Gedanken zu Versand-Bedingungen machen. Während sich der Rechner also wiederbelebte, hab ich mir auf den Schreck hin erst mal was von dem Schoko-Sahne-Likör gegönnt, den ich noch im Kühlschrank habe.
Google verrät mir nun, dass Briefe mit zu wenig Porto nicht direkt wieder zurück gesendet werden, sondern ganz normal zugestellt und dann vom Empfänger Nachporto kassiert wird. Herrje, auch ganz schön peinlich, wenn wir Einladungen verschicken und die Gäste auch erst noch mal 50c bis 1 € nachzahlen dürfen. HILFE! Ich möchte in eine Mauseloch. Oder zurück zum letzten "Wiederherstellungspunkt".
Nur falls der Empfänger sich weigert oder nicht erreichbar ist, kommt der Brief dann zum Absender zurück. Das dürften immer noch einige sein, vermute ich mal, denn wer weiß, ob die alle so zu Hause sind, wenn der Briefträger kommt. Oder werden die dann benachrichtigt, dass für sie was auf dem Postamt bereit liegt, sie dafür aber Nachporto zahlen müssen? Vermutlich schon... Oh Gott, oh Gott, wie peinlich.
Am Montag muss ich dann erst mal meinen Kollegen anrufen, zu Kreuze kriechen, weil ich das mit dem Porto so vermasselt hab und ihn bitten, in den nächsten Tagen vielleicht mal in unserem "Briefkasten-Büro" vorbeizuschauen, ob dort Post für uns liegt. Und mit ihm zusammen überlegen, ob man vielleicht doch direkt noch eine Entschuldigungsmail an alle Empfänger schickt und drauf hinweist, dass sie da evtl. Nachporto zahlen müssen? HILFE! Ist mir das peinlich.
Wieso passiert so was immer nur mir? Und wieso merke ich es auch noch so früh? Manchmal wäre eine strunzdoofe Ignoranz vielleicht doch entspannter. Dann würde ich von dem ganzen Drama erst was mitkriegen, wenn die ersten Briefe retour kommen, was wohl eh ein paar Tage dauern wird und wenn das Büro nicht besetzt ist, würde es noch länger dauern, bis ich überhaupt davon erfahre. Und bis dahin müsste und würde ich mir keine Sorgen machen und keine Vorwürfe und schon gar nicht den Kopf zerbrechen, wie ich das noch möglichst geschickt retten kann. Mit strunzdoofer Ignoranz würde ich mir morgen einen schönen Sonntag machen und dann den normalen Alltag leben bis ich am Mittwoch in Urlaub fliege und dort im Urlaub erst Recht keinen Gedanken an meinen Job verschwenden. So werde ich gleich wohl schlecht einschlafen, morgen unruhig überlegen, was noch alles schief gehen kann, wie sehr ich mich damit in den Augen meiner Vorgesetzten blamiert habe und wie ich am Montag am geschicktesten vorgehe.
Aber bevor es morgen wird muss ich nun gleich erst mal einschlafen und ich fürchte das könnte schon am "sich über die eigene Dummheit ärgern" scheitern. :-(
So, 01.04.07, 03:06 Uhr
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