Gelesen: Harry Potter and the Deathly Hallows (J.K. Rowling, 2007)
abgelegt unter: Mediales - Ganz ohne Spoiler (außer denen, die schon seit Jahren überall kursieren) - hoffe ich zumindest -
Vorneweg: Ich hätte wirklich besser vorher noch mal durch Band 6 blättern sollen *g* Es ging auch ganz gut so, aber es ist dann schon ein bisschen peinlich, wenn einem klar wird, wieviel man aus dem vorherigen Band schon wieder vergessen hat :-) Aber egal...
Zweieinhalb Tage - unterbrochen von diversen Verwandtschaftsbesuchen, Essen gehen, Erinnerungsorte aufsuchen und sich bei einer Radtour im Wald verirren - hab ich gebraucht um Harry Potter auf seinem letzten und wichtigsten Abenteuer zu begleiten. Und ich möchte hier natürlich niemanden spoilern, deswegen werde ich nicht allzuviel zur Handlung schreiben.
Alles in allem fand ich Band 7 aber auf jeden Fall einen würdigen Abschluss dieser grandiosen Erzählung, auch wenn ich mich an die sehr düstere Grundstimmung doch erst mal gewöhnen musste. Natürlich gibt es hin und wieder witzige und lustige Momente, aber generell ist die Situation einfach viel zu ernst, als dass man dies heitere Leichtigkeit, die gerade die ersten Bände ausgezeichnet hat, erwarten dürfte. Das passte schon alles so zusammen und überraschenderweise hab ich erst durch einen Zeitungs-Kommentar, den ich später gelesen hab, wirklich gemerkt, dass das komplette typische Hogwarts-Internats-Leben mit Unterricht und Ausflügen nach Hogsmeade etc fehlt. Das ist nun kein Spoiler, damit war nach Ende von Band 6 schließlich zu rechnen, aber witzigerweise ist mir das während des Lesens gar nicht so aufgefallen. Es passieren einfach viele andere und viel wichtigere Dinge.
Bei der Geschichte der "Deathly Hallows" hab ich mich zwischendurch allerdings schon mal gefragt, ob die wirklich für die eigentliche Geschichte notwendig sei, weil es wieder so viel Neues ist und ich es zuerst nicht mit der Suche nach den Horcruxes in Verbindung bringen konnte und mir das dann eben schon fast eine Handlungsstrang zu viel war. Aber das wird am Ende doch alles wieder sehr gut zusammengeführt.
Man erfährt Überraschendes über einige Figuren, was rückblickend eigentlich doch gar nicht so überraschend ist und ich werde beim geplanten Harry 1 - 7 Marathon (Start Mitte September im Jersey Urlaub) mal genau drauf achten, ob einiges davon wirklich schon von Anfang an so angelegt ist, also ob man es mit diesem Wissen nun doch noch mal ganz anders liest.
Ich hab im Laufe der Geschichte so einige Tränen vergossen, zum Ende hin natürlich am meisten, denn es kommen schon einige liebgewonnene Figuren ums Leben. Leider. Mein absoluter Heul - Moment war allerdings das "Stay close to me!" im Wald gen Ende der Geschichte. Allein beim Gedanken dran.,... *schluchz* Bei so was hab ich halt doch immer nah am Wasser gebaut. Und nach Band 7 überlege ich schon, ob ich nicht doch noch mal alle Filme schauen sollte, von denen ich nur die ersten beiden kenne, weil ich in diesem Fall die Romane und meine persönliche Vorstellung davon immer der Verfilmung der Vorstellung eines Regisseurs vorziehe. Aber alleine wegen des großartigen Alan Rickman, der in Film 7 sicher noch mal zu Höchstform auflaufen wird, sollte ich mir das vielleicht doch alles mal anschauen. 6 und 7 auf jeden Fall :-)
Dass ich mich über die Zeitung im Urlaubsort geärgert hab, hatte ich schon getwittert, oder? Mann, mann, drucken die auf der Titelseite doch wirklich die letzten Zeilen des Buches ab und zwar als "Scan" des Buchs, also schon so, dass es einfach ins Auge fallen muss, weil es aus sich vom Zeitungs-Layout unterscheidet. Und auf Seite 2 verraten sie in Über- und Unterüberschriften auch schon das Wichtigste. Das hat die Tageszeitung hier vor Ort besser gelöst, wie ich gestern gesehen hab. Die haben zwar in dem Artikel selbst auch schon einiges verraten, aber die wichtigsten Dinge gab's in einem extra Kasten auf dem Kopf gestellt abgedruckt. Pfiffige Lösung.
Was gibt's sonst noch zu erzählen ohne was zu verraten? Ich verneige ich mich in großer Dankbarkeit und endloser Bewunderung und tiefster Demut vor J.K. Rowling, die mit dieser Erzählung ein einzigartiges Meisterwerk geschaffen hat. Wie sie eine so unterhaltsame, lustige und im wahrsten Sinne fantastische und ungewöhnlich detailreiche Welt mit einer so ernsthaften, philosophischen und wenn man mag fast schon religiösen Erzählung über den Kampf zwischen Gut und Böse verbindet macht ihr - zumindest in meinem Leben - vermutlich keiner mehr nach.
Und faszinierend ist für mich nach wie vor, wie sehr diese eine Geschichte die ganze Welt in Atem hält, in allen Altersstufen, allen Ländern auf allen Kontinenten gleichzeitig. Und ich bin ein Teil davon und auch wenn ich dazu eigentlich nicht wirklich was beigetragen habe, außer die Bücher zu verschlingen, erfüllt mich das irgendwie ein klein wenig mit Stolz. Verrückt, oder?
Die Generationen nach uns, die diese 7 Bände alle direkt nacheinander werden lesen können und vermutlich auch vorher schon wissen, wie es ausgeht, weil Harry Potter schon längst ein allgemeines Kulturgut ist, tun mir fast ein bisschen leid, weil sie diesen besonderen Zauber, der dem Lesen der langersehnten und unbekannten Fortsetzungen innewohnt, nie erleben werden. Aber gefallen wird es ihnen hoffentlich trotzdem :-)
In sieben Wochen in meinem im Urlaub werde ich mich also mit Band 1 und 2 (je lächerliche 240 Seiten) noch mal auf die Reise nach Hogwarts begeben und dann auch versuchen wirklich alles noch mal am Stück zu lesen. Meine RUB Liste wird dann im September und Oktober wohl sehr sehr armselig aussehen :-)
So beginnt die Geschichte...
The two men appeared out of nowhere, a few yards apart in the narrow, moonlit lane. For a second they stood quite still, wands directed at each other's chests; then, recognising each other, they stowed their wands beneath their cloaks and started walking briskly in the same direction.
"News?" asked the taller of the two.
"The best", replied Severus Snape.
The lane bordered on the left by wild, low-growing brambles, on the right by a high, neatly manicured hedge. The men's long cloaks flapped around their ankles as they marched.
...und so beginnt Seite 98:
[....] contained an enchanted razor from Bill and Fleur ('Ah yes, zis will give you ze smoothest shave you will ever 'ave," Monsieur Delacour assured him, "but you must tell it clearly what you want... ozzerwise you might find you 'ave a leetle less hair zan you would like..."), chocolates from the Delacours and an enormous box of the latest Weasleys' Wizard Wheezers merchandise from Fred and George. Harry, Ron and Hermione did not linger at the table, as the arrival of Madam Delacour, Fleur and Gabrielle made the kitchen uncomfortably crowded.
Vorneweg: Ich hätte wirklich besser vorher noch mal durch Band 6 blättern sollen *g* Es ging auch ganz gut so, aber es ist dann schon ein bisschen peinlich, wenn einem klar wird, wieviel man aus dem vorherigen Band schon wieder vergessen hat :-) Aber egal...
Zweieinhalb Tage - unterbrochen von diversen Verwandtschaftsbesuchen, Essen gehen, Erinnerungsorte aufsuchen und sich bei einer Radtour im Wald verirren - hab ich gebraucht um Harry Potter auf seinem letzten und wichtigsten Abenteuer zu begleiten. Und ich möchte hier natürlich niemanden spoilern, deswegen werde ich nicht allzuviel zur Handlung schreiben.
Alles in allem fand ich Band 7 aber auf jeden Fall einen würdigen Abschluss dieser grandiosen Erzählung, auch wenn ich mich an die sehr düstere Grundstimmung doch erst mal gewöhnen musste. Natürlich gibt es hin und wieder witzige und lustige Momente, aber generell ist die Situation einfach viel zu ernst, als dass man dies heitere Leichtigkeit, die gerade die ersten Bände ausgezeichnet hat, erwarten dürfte. Das passte schon alles so zusammen und überraschenderweise hab ich erst durch einen Zeitungs-Kommentar, den ich später gelesen hab, wirklich gemerkt, dass das komplette typische Hogwarts-Internats-Leben mit Unterricht und Ausflügen nach Hogsmeade etc fehlt. Das ist nun kein Spoiler, damit war nach Ende von Band 6 schließlich zu rechnen, aber witzigerweise ist mir das während des Lesens gar nicht so aufgefallen. Es passieren einfach viele andere und viel wichtigere Dinge.
Bei der Geschichte der "Deathly Hallows" hab ich mich zwischendurch allerdings schon mal gefragt, ob die wirklich für die eigentliche Geschichte notwendig sei, weil es wieder so viel Neues ist und ich es zuerst nicht mit der Suche nach den Horcruxes in Verbindung bringen konnte und mir das dann eben schon fast eine Handlungsstrang zu viel war. Aber das wird am Ende doch alles wieder sehr gut zusammengeführt.
Man erfährt Überraschendes über einige Figuren, was rückblickend eigentlich doch gar nicht so überraschend ist und ich werde beim geplanten Harry 1 - 7 Marathon (Start Mitte September im Jersey Urlaub) mal genau drauf achten, ob einiges davon wirklich schon von Anfang an so angelegt ist, also ob man es mit diesem Wissen nun doch noch mal ganz anders liest.
Ich hab im Laufe der Geschichte so einige Tränen vergossen, zum Ende hin natürlich am meisten, denn es kommen schon einige liebgewonnene Figuren ums Leben. Leider. Mein absoluter Heul - Moment war allerdings das "Stay close to me!" im Wald gen Ende der Geschichte. Allein beim Gedanken dran.,... *schluchz* Bei so was hab ich halt doch immer nah am Wasser gebaut. Und nach Band 7 überlege ich schon, ob ich nicht doch noch mal alle Filme schauen sollte, von denen ich nur die ersten beiden kenne, weil ich in diesem Fall die Romane und meine persönliche Vorstellung davon immer der Verfilmung der Vorstellung eines Regisseurs vorziehe. Aber alleine wegen des großartigen Alan Rickman, der in Film 7 sicher noch mal zu Höchstform auflaufen wird, sollte ich mir das vielleicht doch alles mal anschauen. 6 und 7 auf jeden Fall :-)
Dass ich mich über die Zeitung im Urlaubsort geärgert hab, hatte ich schon getwittert, oder? Mann, mann, drucken die auf der Titelseite doch wirklich die letzten Zeilen des Buches ab und zwar als "Scan" des Buchs, also schon so, dass es einfach ins Auge fallen muss, weil es aus sich vom Zeitungs-Layout unterscheidet. Und auf Seite 2 verraten sie in Über- und Unterüberschriften auch schon das Wichtigste. Das hat die Tageszeitung hier vor Ort besser gelöst, wie ich gestern gesehen hab. Die haben zwar in dem Artikel selbst auch schon einiges verraten, aber die wichtigsten Dinge gab's in einem extra Kasten auf dem Kopf gestellt abgedruckt. Pfiffige Lösung.
Was gibt's sonst noch zu erzählen ohne was zu verraten? Ich verneige ich mich in großer Dankbarkeit und endloser Bewunderung und tiefster Demut vor J.K. Rowling, die mit dieser Erzählung ein einzigartiges Meisterwerk geschaffen hat. Wie sie eine so unterhaltsame, lustige und im wahrsten Sinne fantastische und ungewöhnlich detailreiche Welt mit einer so ernsthaften, philosophischen und wenn man mag fast schon religiösen Erzählung über den Kampf zwischen Gut und Böse verbindet macht ihr - zumindest in meinem Leben - vermutlich keiner mehr nach.
Und faszinierend ist für mich nach wie vor, wie sehr diese eine Geschichte die ganze Welt in Atem hält, in allen Altersstufen, allen Ländern auf allen Kontinenten gleichzeitig. Und ich bin ein Teil davon und auch wenn ich dazu eigentlich nicht wirklich was beigetragen habe, außer die Bücher zu verschlingen, erfüllt mich das irgendwie ein klein wenig mit Stolz. Verrückt, oder?
Die Generationen nach uns, die diese 7 Bände alle direkt nacheinander werden lesen können und vermutlich auch vorher schon wissen, wie es ausgeht, weil Harry Potter schon längst ein allgemeines Kulturgut ist, tun mir fast ein bisschen leid, weil sie diesen besonderen Zauber, der dem Lesen der langersehnten und unbekannten Fortsetzungen innewohnt, nie erleben werden. Aber gefallen wird es ihnen hoffentlich trotzdem :-)
In sieben Wochen in meinem im Urlaub werde ich mich also mit Band 1 und 2 (je lächerliche 240 Seiten) noch mal auf die Reise nach Hogwarts begeben und dann auch versuchen wirklich alles noch mal am Stück zu lesen. Meine RUB Liste wird dann im September und Oktober wohl sehr sehr armselig aussehen :-)
So beginnt die Geschichte...
The two men appeared out of nowhere, a few yards apart in the narrow, moonlit lane. For a second they stood quite still, wands directed at each other's chests; then, recognising each other, they stowed their wands beneath their cloaks and started walking briskly in the same direction.
"News?" asked the taller of the two.
"The best", replied Severus Snape.
The lane bordered on the left by wild, low-growing brambles, on the right by a high, neatly manicured hedge. The men's long cloaks flapped around their ankles as they marched.
...und so beginnt Seite 98:
[....] contained an enchanted razor from Bill and Fleur ('Ah yes, zis will give you ze smoothest shave you will ever 'ave," Monsieur Delacour assured him, "but you must tell it clearly what you want... ozzerwise you might find you 'ave a leetle less hair zan you would like..."), chocolates from the Delacours and an enormous box of the latest Weasleys' Wizard Wheezers merchandise from Fred and George. Harry, Ron and Hermione did not linger at the table, as the arrival of Madam Delacour, Fleur and Gabrielle made the kitchen uncomfortably crowded.
Do, 26.07.07, 12:00 Uhr
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liljan98.twoday.net - Mo, 15. Okt, 12:27
Gelesen: Harry Potter and the Deathly Hallows (J.K. Rowling, 2007)
Uff! Nun kann ich mich nach gut sieben Wochen (für sieben Bücher, welch Zufall) mal wieder einer anderen literarischen Gattung und neuen, ganz anderen, realen (?) Geschichten widmen :-) Der... [weiter]



Das hast Du schön gesagt und sprichst mir damit aus dem Herzen.
Bei mir sind auch einige Tränchen gekullert, am Ende sogar ganze Sturzbäche. Und die "Stay close to me"-Szene war wirklich sehr ergreifend, mir ging es da genauso wie Dir... Hach, der Harry. Ich werde ihn vermissen.