Mein Nachbar VII
abgelegt unter: MaschendrahtzaunArrgh! Da sitzt man ahnungslos nachts um 0.40 Uhr vor seinem PC und auf einmal klopft es an der Terrassentür. Schockschwernot! "Nicht erschrecken, ich bin's" höre ich die Stimme meines Nachbarn. Genau DAS hat mich ja so erschrocken. Und was wollte er mitten in der Nacht? Auf MEINER Terrasse? An MEINER Tür? Mir nur draußen zeigen, dass er mit Teelichtern draußen auf der Wiese für seine Freundin - von ihm auch "liebevoll" meine Trulla genannt (kein Witz!) - ein großes Herz aufgestellt hatte. Er war ganz begeistert von seiner tollen romantischen Idee. Seine Freundin allerdings weit und breit nicht zu sehen, also so ganz verstanden hab ich es nicht. Hab ihm also zugestimmt und jeden weiteren Gesprächsversuch kurzerhand abgewürgt und bin zurück in meine Wohnung.
Ich ärgere mich schon fast wieder, dass ich ihm nicht direkt gesagt hab, dass ich es nicht mag, wenn er nachts auf meiner Terrasse rumschleicht. Andererseits: ob er nun von der Wiese aus ans Fenster klopft oder von meiner Terrasse aus an die Terrassentür macht dann auch keinen Unterschied mehr. Aber normal ist das echt nicht, oder?
Heute nachmittag hat er mir - wieder mal - lang und breit erzählt, dass er ja "ein Jahr im Osten" war und zwar dort stationiert als Offizier bei der Bundeswehr. Wenn die Truppen, die unser Land im Notfall verteidigen sollen, mehrere solcher Offiziere in ihren Reihen haben... Gute Nacht, Deutschland!
Seine momentane Hauptbeschäftigung ist es anscheinend, den Vermieter (also die Genossenschaft) dazu zu bringen, die Pflanzsteine auf unsere Terrassen auszutauschen oder mit irgendwas zu verkleiden, weil sie ihm zu scharfkantig und somit lebensgefährlich sind. Vor zwei Tagen hätte sich der Nachbar von oben drüber auch nachts dort schwer verletzt, als er auf der nassen Wiese gestolpert und gegen diese Steine gefallen wäre. Irgendwas von Notarzt hat er mir erzählt (aber das hätte ich doch gehört, wenn draußen vor meinem Fenster so was gewesen wäre). Die Presse hat er angeblich auch schon informiert und Fotos an den Bürgermeister gegeben, damit der mal was unternimmt, das wäre ja lebensgefährlich. Und für die Kinder, die hier rumlaufen etc. Dabei gibt es hier in den Häusern gar keine Kinder und die, die zwei Häuser weiter wohnen laufen extrem selten auf unserem Teil der Wiese herum. Aber egal...
Da bin ich nun wirklich mal gespannt, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt. Der Typ hat echt ein Rad ab, aber das ist ja nix Neues. Nur weil die Steine nun nicht so hübsch sind. Sie sind aber - für spielende Kinder - auch nicht gefährlicher als normale Betonsteine, Gebäude-Ecken, Metallzäune oder was weiß ich. Und wenn jemand nachts im Dunkeln (besoffen ?) über die Wiese torkelt, darf er sich nicht wundern, wenn das vielleicht nicht ohne Schäden abgeht. Ich spreche da aus Erfahrung. Und da war ich total nüchtern!
Schön war auch, dass er mir gegenüber auch noch angeben wollte, indem er mir die Telefon-Nummer (inkl. Durchwahl) zum Bürgermeister unserer Stadt genannt hat. So a la: Schau mal, wen ich alles "kenne". Dass ich nicht nur die Durchwahl selber habe, sondern den Bürgermeister sogar schon lange duze, hab ich ihm dann mal nicht auf die Nase gebunden. Wer weiß, wozu ICH mein Kontakte in dieser Geschichte noch mal brauche ... :-)
Ich ärgere mich schon fast wieder, dass ich ihm nicht direkt gesagt hab, dass ich es nicht mag, wenn er nachts auf meiner Terrasse rumschleicht. Andererseits: ob er nun von der Wiese aus ans Fenster klopft oder von meiner Terrasse aus an die Terrassentür macht dann auch keinen Unterschied mehr. Aber normal ist das echt nicht, oder?
Heute nachmittag hat er mir - wieder mal - lang und breit erzählt, dass er ja "ein Jahr im Osten" war und zwar dort stationiert als Offizier bei der Bundeswehr. Wenn die Truppen, die unser Land im Notfall verteidigen sollen, mehrere solcher Offiziere in ihren Reihen haben... Gute Nacht, Deutschland!
Seine momentane Hauptbeschäftigung ist es anscheinend, den Vermieter (also die Genossenschaft) dazu zu bringen, die Pflanzsteine auf unsere Terrassen auszutauschen oder mit irgendwas zu verkleiden, weil sie ihm zu scharfkantig und somit lebensgefährlich sind. Vor zwei Tagen hätte sich der Nachbar von oben drüber auch nachts dort schwer verletzt, als er auf der nassen Wiese gestolpert und gegen diese Steine gefallen wäre. Irgendwas von Notarzt hat er mir erzählt (aber das hätte ich doch gehört, wenn draußen vor meinem Fenster so was gewesen wäre). Die Presse hat er angeblich auch schon informiert und Fotos an den Bürgermeister gegeben, damit der mal was unternimmt, das wäre ja lebensgefährlich. Und für die Kinder, die hier rumlaufen etc. Dabei gibt es hier in den Häusern gar keine Kinder und die, die zwei Häuser weiter wohnen laufen extrem selten auf unserem Teil der Wiese herum. Aber egal...
Da bin ich nun wirklich mal gespannt, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt. Der Typ hat echt ein Rad ab, aber das ist ja nix Neues. Nur weil die Steine nun nicht so hübsch sind. Sie sind aber - für spielende Kinder - auch nicht gefährlicher als normale Betonsteine, Gebäude-Ecken, Metallzäune oder was weiß ich. Und wenn jemand nachts im Dunkeln (besoffen ?) über die Wiese torkelt, darf er sich nicht wundern, wenn das vielleicht nicht ohne Schäden abgeht. Ich spreche da aus Erfahrung. Und da war ich total nüchtern!
Schön war auch, dass er mir gegenüber auch noch angeben wollte, indem er mir die Telefon-Nummer (inkl. Durchwahl) zum Bürgermeister unserer Stadt genannt hat. So a la: Schau mal, wen ich alles "kenne". Dass ich nicht nur die Durchwahl selber habe, sondern den Bürgermeister sogar schon lange duze, hab ich ihm dann mal nicht auf die Nase gebunden. Wer weiß, wozu ICH mein Kontakte in dieser Geschichte noch mal brauche ... :-)
Mo, 05.09.05, 01:01 Uhr
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