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16
Sep
2005

Urlaubsgeld & Zuverdienst Problematik

abgelegt unter: Arbeitswelt(en)

Heute flatterte dann endlich mal die Urlaubsgeld Abrechnung der Firma, für die ich im Juli / August aushilfsweise gearbeitet hatte, ins Haus. Ich hatte den Urlaub ja nicht genommen und kriege nun netto noch mal knapp 100€ ausgezahlt. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... Zusammen mit den 30€ die ich am Sonntag als Aufwandsentschädigung als Wahlhelferin kriege und den 100€, die ich nächste Woche bei einer "kurzfristigen Beschäftigung" verdienen werde, werde ich es wohl schaffen, nicht noch sehr viel weiter in die roten Zahlen zu rutschen bis ich am Monatsende dann zum ersten Mal die volle Summe meines Arbeitslosengelds überwiesen kriege. Die ist mit 590€ ja auch nicht wirklich hoch, aber immerhin starte ich dann nicht direkt mit einem Minus in den neuen Monat. Das kommt dann erst zur Monatsmitte :-)
Was bei der ganzen Geschichte zur Zeit wirklich noch frustrierend ist, ist, dass es ja auch kaum noch Aushilfsjobs, Zuverdienstmöglichkeiten gibt, also das ist so ein Wahnsinn, wieviele Stellen da in den letzten Jahren so allgemein verschwunden sind. Als ich im Sommer / Herbst 2001 nach meinem Diplom auch erst rumgejobbt hat, hatte ich an den Nebenjobs-Börsen der Arbeitsämter doch relativ viel Auswahl. Zwar immer nur für kürzere Zeiträume und nie das große Geld, aber es hat gereicht um sich über Wasser zu halten. Als ich im Herbst 2002 dort mal wieder schauen wollte / musste, hatte sich die Situation schon verschlechert und jetzt gibt's da wirklich kaum noch was. Echt erschreckend.

Aber ab Montag wird ja alles besser. "Vorfahrt für Arbeit"! Ich fahre dann nach Berlin und klopfe bei Angie an die Tür und frage sie dann mal, wo und wann ich denn wohl meinen neuen Job antreten kann. *ironymodeoff* Gerade in den Bereichen in denen ich gerne arbeiten würde (komme nun mal aus der linken Umweltschutz, Soziales etc. Ecke) wird ja als erstes an allen Ecken und Enden gekürzt werden. Und auch bei Abschaffung des Kündigungschutzes werden viele Unternehmer genug Ausreden finden, eben doch keine neuen Stellen zu schaffen, da würde ich jetzt drauf wetten.
Letzten Samstag hatten wir am Infostand mal wieder eine ergebnislose Diskussion mit einem Kleinunternehmer zum Thema "Grüne Arbeitsplatzvernichter". Manche sind aber auch so verbohrt, da kommt man mit guten Argumenten auch nicht durch. So gesehen bin ich froh wenn der Wahlkampf dann morgen endlich vorbei ist.

Kommentare zu diesem Eintrag:

creature - Fr, 16.09.05, 18:16
ich halte beide daumen in wien das die wahl nicht pro merkel ausgeht, wäre nämlich für uns auch schlimm denn unsere regierung wirds als erfolg und bestätigung sehen!

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