Totschlag-Argumente
abgelegt unter: VolksvertreterinIch war schon wieder kurz versucht einen Durcheinander Beitrag zu schreiben, aber das nimmt wirklich bald über Hand. Deswegen also mal ausführlicher. Das hilft vermutlich auch besser beim "Frust-Abbau".
Seit einem 3/4 Jahr bin ich nun in der Lokalpolitik in sehr exponierter Position tätig. Das fällt mir nicht mehr ganz so schwer wie noch zu Beginn, manchmal macht es mir sogar viel Spaß. Nur an meinem Selbstvertrauen und sicheren Auftreten und Reden muss ich wohl noch arbeiten. Bei längeren Reden in einem Gremium hab ich selbst immer den Eindruck, dass ich viel zu nervös und konfus bin und auch so erscheine. Was wohl aber gar nicht der Fall ist, denn externe Beobachter sind eigentlich immer der Meinung, dass ich ruhig und überzeugend auftrete. Aber mir selbst gefalle ich noch nicht so und ich glaube, das ist auch noch ein Stück Arbeit für mich. Im Dezember muss ich meine erste Haushaltsrede halten. Herrje, ich denke lieber nicht weiter drüber nach...
Meine harsche Kritik an den Argumenten der inoffiziellen großen Koalition in unserem Stadtrat findet sich nun auch direkt so klar und deutlich in der Zeitung wieder und da musste ich dann doch erst noch mal schlucken. In einer zum teil hitzigen Diskussion "armselig" zu sagen oder das dann später gedruckt zu sehen, ist halt doch noch mal ein Unterschied. Aber manchmal muss man auch zu der deutlichen Kritik stehen, auch wenn mir das nun hinterher fast schon wieder schwer fällt. Da ist mein Harmoniebedürfnis und der Wunsch, von allen gemocht zu werden oder zumindest von niemandem nicht gemocht zu werden, wohl noch zu sehr ausgeprägt. Ganz falsche Einstellung für die Politik, denn Konflikte gibt es nun mal immer und man kann nicht von jedem gemocht werden. Ich mag ja auch nicht jeden.
Alles in allem war mein "Auftritt" heute aber wohl doch ganz gut und ich sollte mir weniger Sorgen machen, ob die anderen mir meine harsche Kritik noch lange nachtragen. Es sollte mir egal sein. Außerdem waren die Argumente wirklich "armselig" :-) Und ich glaube ein Teil der Bevölkerung sieht das ähnlich und vielleicht macht sich das bei der nächsten Kommunalwahl dann doch auch bemerkbar. Andererseits kann das bis dahin schon alles wieder vergessen sein und ich hab schließlich auch nicht aus wahltaktischen Gründen so argumentiert, sondern aus Überzeugung. Und gegen diverse Varianten des Totschlag-Arguments "Das haben wir schon immer so gemacht!" ist halt oft schwer anzukommen.
Seit einem 3/4 Jahr bin ich nun in der Lokalpolitik in sehr exponierter Position tätig. Das fällt mir nicht mehr ganz so schwer wie noch zu Beginn, manchmal macht es mir sogar viel Spaß. Nur an meinem Selbstvertrauen und sicheren Auftreten und Reden muss ich wohl noch arbeiten. Bei längeren Reden in einem Gremium hab ich selbst immer den Eindruck, dass ich viel zu nervös und konfus bin und auch so erscheine. Was wohl aber gar nicht der Fall ist, denn externe Beobachter sind eigentlich immer der Meinung, dass ich ruhig und überzeugend auftrete. Aber mir selbst gefalle ich noch nicht so und ich glaube, das ist auch noch ein Stück Arbeit für mich. Im Dezember muss ich meine erste Haushaltsrede halten. Herrje, ich denke lieber nicht weiter drüber nach...
Meine harsche Kritik an den Argumenten der inoffiziellen großen Koalition in unserem Stadtrat findet sich nun auch direkt so klar und deutlich in der Zeitung wieder und da musste ich dann doch erst noch mal schlucken. In einer zum teil hitzigen Diskussion "armselig" zu sagen oder das dann später gedruckt zu sehen, ist halt doch noch mal ein Unterschied. Aber manchmal muss man auch zu der deutlichen Kritik stehen, auch wenn mir das nun hinterher fast schon wieder schwer fällt. Da ist mein Harmoniebedürfnis und der Wunsch, von allen gemocht zu werden oder zumindest von niemandem nicht gemocht zu werden, wohl noch zu sehr ausgeprägt. Ganz falsche Einstellung für die Politik, denn Konflikte gibt es nun mal immer und man kann nicht von jedem gemocht werden. Ich mag ja auch nicht jeden.
Alles in allem war mein "Auftritt" heute aber wohl doch ganz gut und ich sollte mir weniger Sorgen machen, ob die anderen mir meine harsche Kritik noch lange nachtragen. Es sollte mir egal sein. Außerdem waren die Argumente wirklich "armselig" :-) Und ich glaube ein Teil der Bevölkerung sieht das ähnlich und vielleicht macht sich das bei der nächsten Kommunalwahl dann doch auch bemerkbar. Andererseits kann das bis dahin schon alles wieder vergessen sein und ich hab schließlich auch nicht aus wahltaktischen Gründen so argumentiert, sondern aus Überzeugung. Und gegen diverse Varianten des Totschlag-Arguments "Das haben wir schon immer so gemacht!" ist halt oft schwer anzukommen.
Do, 25.10.07, 23:56 Uhr
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